Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Kiel auf der Hannover Messe

06.04.2001


Technische Fakultät zeigt Prozessführungsmodelle aus dem Bereich Biotechnologie

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beteiligt sich mit einem "Bioreaktor" an der Hannover Messe Industrie, die vom 23. bis 28. April stattfindet. Im Bioreaktor wird ein symbiotischer Prozess nachgebildet, der sich in der Natur in einem Schadinsekt abspielt. Fernziel dieses biotechnologischen Prozesses ist die Produktion von Fadenwürmern (Nematoden), die im biologischen Pflanzenschutz ihre Anwendung finden. Die hierzu nötigen Steuerstrategien werden am Lehrstuhl für Automatisierungs- und Regelungstechnik (Prof. Dr. Helmut Röck) entwickelt.

Die biotechnologische Produktion von Nematoden, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft und im Obstbau eingesetzt werden, verläuft in zwei Phasen. Die erste Phase dient der Aufzucht des symbiotischen Begleitbakteriums der Nematoden. In der zweiten Phase werden Nematodenlarven in die Bakterienkultur eingebracht (inokuliert), die sich anschließend in der Bakterienkultur vermehren.

Da der Vermehrungsprozess der Nematoden von spezifischen Eigenschaften der Bakterienkultur abhängt, die sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gezielt beeinflussen lassen, ist die Ausbeute an Nematoden noch starken Schwankungen unterworfen und damit aufwendig und teuer.

Ziel der Untersuchungen ist es, den Vermehrungsprozess der Nematoden künftig zu automatisieren, um gleichbleibend hohe Ausbeuten zu erzielen und damit die biologische Schädlingsbekämpfung mit Nematoden für einen breiten Anwenderkreis erschwinglich zu machen.

Die bisher in Angriff genommene erste Prozessphase (Bakterienprozess) dient dem Lehrstuhl an der Technischen Fakultät als biologischer Musterprozess, an dem sich unterschiedliche Modellierungstechniken und unterschiedliche Steuerstrategien basierend auf einem mathematischen Wachstumsmodell untersuchen lassen.

Langjährige Erfahrungen von Prof. Röck und die Zusammenarbeit mit dem Institut für Phytopathologie der Kieler Universität sowie mit der Firma E-Nema, Raisdorf bei Kiel, bilden eine gute Ausgangsbasis zur Entwicklung neuer Ideen für die Prozessführung im Bereich Biotechnologie.

Um den gesamten Interessentenkreis dieser die Fachbereiche Biotechnologie und Regelungstechnik verbindenden Entwicklung erreichen zu können, wird das Projekt vom 9. bis 11. Oktober auch auf der Biotechnica in Hannover ausgestellt.


Kontakt:

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Technische Fakultät, Prof. Dr. Helmut Röck, Tel. 0431/880-6275 und -6276, Fax 0431/880-6278, hr@tf.uni-kiel.de

Hannover Messe Industrie, Halle 18, Norddeutscher Gemeinschaftsstand

Susanne Schuck | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wasserbewegung als Hinweis auf den Zustand von Tumoren
19.04.2018 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden
19.04.2018 | Max-Planck-Institut für Polymerforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics