Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FMP arbeitet mit TechDAX-Unternehmen MorphoSys zusammen

29.04.2008
MorphoSys und FMP unterzeichnen umfassende Forschungs-partnerschaft MorphoSys erweitert Netzwerk für Zugang zu neuen therapeutischen Zielmolekülen

Die MorphoSys AG (Frankfurt: MOR; Prime Standard Segment, TecDAX) gab heute den Abschluss einer umfassenden Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin bekannt.

Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf den Einsatz vollständig humaner rekombinanter Forschungsantikörper und auf die Vermarktung resultierender Produkte. Gemäß den Vertragsbedingungen wird das FMP Zugang zu neuartigen, auf der Antikörperbibliothek HuCAL GOLD basierenden Forschungsantikörpern des MorphoSys-Geschäftssegments AbD Serotec erhalten, um Zielmoleküle mit potenziell medizinischer Relevanz zu identifizieren und genauer zu erforschen. MorphoSys sichert sich die kommerziellen Rechte für alle Antikörper aus dieser Kooperation, sowohl für den Vertrieb als Forschungswerkzeuge durch den Verkaufskatalog von AbD Serotec als auch in allen therapeutischen oder diagnostischen Anwendungen. Finanzielle Einzelheiten des Vertrages wurden nicht bekannt gegeben.

Die Forschung am Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) konzentriert sich auf die Strukturen, Funktionen und Wechselwirkungen von Proteinen und auf die Entwicklung neuer Konzepte zur pharmakologischen Beeinflussung dieser Funktionen. Damit stehen die Forschungsaktivitäten des Instituts an der Spitze der modernen Arzneimittelentwicklung. Eine interdisziplinäre Herangehensweise ist für solch eine Arbeit äußerst wichtig und eine besondere Stärke des FMP stellt das enge Zusammenspiel in den Bereichen Chemie und Biologie dar. Die Forschungsaktivitäten des FMP unterteilen sich in die drei Bereiche "Strukturelle Biologie", "Signalübertragung/Molekulargenetik" und "Chemische Biologie". Durch die Allianz mit MorphoSys erhalten die Forscher aller drei Bereiche des FMP Zugang zu HuCAL-basierten, vollständig menschlichen Antikörpern gegen neue Zielmoleküle.

... mehr zu:
»Antikörper »FMP

"Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit MorphoSys. Diese Art von öffentlich-privater Partnerschaft stattet uns mit ausgezeichneten Werkzeugen zur Erforschung von Proteinen aus mit dem Ziel, ihre Funktion zu erklären und ihr Potenzial als Ansatzpunkte für neue therapeutische Wirkstoffe abzuschätzen", sagte Walter Rosenthal, Direktor des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie. "Wir sind stolz darauf, die erste deutsche wissenschaftliche Einrichtung zu sein, die eine solche Zusammenarbeit mit MorphoSys eingeht. Die Allianz ist eine bedeutende Unterstützung unserer Bemühungen, neue Möglichkeiten für den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die therapeutische Praxis zu erschließen."

"Diese Vereinbarung baut auf Partnerschaften auf, die wir mit führenden, medizinisch ausgerichteten Forschungsinstituten in Japan und den Vereinigten Staaten unterhalten, inklusive dem Burnham-Forschungsinstitut. Dieses sich stetig erweiternde Netzwerk bietet für MorphoSys und unsere Geschäftseinheit AbD Serotec vielversprechende Möglichkeiten, um Zugang zu den krankheitsrelevanten Zielmolekülen und Forschungsprodukten von morgen zu erlangen", kommentierte Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG. "Mit seiner qualitativ hochwertigen interdisziplinären Forschung und seinem klaren Fokus auf translationale Forschung stellt das FMP eine perfekte Ergänzung dieses Netzwerks dar, das letztendlich MorphoSys' Potenzial bei der eigenen Medikamentenentwicklung stärkt."

MorphoSys in Kürze:
Die MorphoSys AG, ein börsennotiertes Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Martinsried (München), ist auf die Entwicklung vollständig menschlicher Antikörper spezialisiert, um neue Therapieansätze zur Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten zu entdecken und innovative Antikörper-basierte Medikamente gegen diese zu entwickeln. MorphoSys' Ziel ist es, die firmeneigene HuCAL-Antikörperbibliothek weltweit als Standard für die Entwicklung von Antikörpern der nächsten Generation sowohl für die Forschung und Diagnostik wie auch für die Entwicklung von Medikamenten hervorzubringen. Die Gesellschaft unterhält Allianzen und Forschungskooperationen mit den meisten renommierten Pharmakonzernen, darunter Boehringer Ingelheim, Centocor/Johnson & Johnson, Novartis, Pfizer und Roche. Im Rahmen dieser Partnerschaften verfolgt MorphoSys mehr als 50 aktive therapeutische Antikörperprogramme. Dabei wird die Firma durch exklusive Lizenz- und Meilensteinzahlungen sowie über umsatzabhängige Tantiemen auf alle Endprodukte am Erfolg dieser Entwicklungen beteiligt. Darüber hinaus ist MorphoSys durch seine Geschäftseinheit AbD Serotec im Markt für Forschungsantikörper aktiv. AbD Serotec hat Niederlassungen in Deutschland (München), den U.S.A. (Raleigh, NC) und Großbritannien (Oxford). Weitere Informationen finden Sie unter http://www.morphosys.de/

HuCAL® und HuCAL GOLD® sind eingetragene Warenzeichen der MorphoSys AG.

Ansprechpartner:

Dr. Björn Maul
Wissenschaftliche Koordination & Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin
Tel.: 030 / 94793-102
maul(at)fmp-berlin.de
oder Morphosys direkt:
Dr. Claudia Gutjahr-Löser
Head of Corporate Communications & Investor Relations
Tel: +49 (0) 89 / 899 27-122
gutjahr-loeser(at)morphosys.com
oder
Mario Brkulj
Manager Corporate Communications & Investor Relations
Tel: +49 (0) 89 / 899 27-454
brkulj(at)morphosys.com

Christine Vollgraf | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.fv-berlin.de
http://www.morphosys.de

Weitere Berichte zu: Antikörper FMP

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Designerviren stacheln Immunabwehr gegen Krebszellen an
26.05.2017 | Universität Basel

nachricht Wachstumsmechanismus der Pilze entschlüsselt
26.05.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften