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Altersforschung in Jena weiter gestärkt

12.11.2010
„Jenaer Zentrum für biologische Altersforschung“ gegründet

Durch die Verschiebung der Altersstruktur in den Industrieländern und speziell in den neuen Bundesländern haben das Verständnis und die Erforschung der Mechanismen des Alterns und der damit assoziierten Erkrankungen in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen.

Diesem wachsenden Stellenwert entsprechend wird die Altersforschung in Jena weiter gestärkt: zahlreiche Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für Altersforschung (Fritz-Lipmann-Institut; FLI) und unterschiedlicher Fakultäten der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) haben nun die Initiative ergriffen und im Oktober 2010 das „Jenaer Zentrum für biologische Altersforschung" gegründet.

Das neu gegründete „Jenaer Zentrum für biologische Altersforschung" soll als offener Verbund fungieren und Forscher unterschiedlicher Disziplinen zusammenführen, die ein Interesse an der Altersforschung und Alters-relevanten Themenstellungen haben. Als Sprecher werden die Professoren Peter Herrlich (FLI), Michael Ristow (FSU) und Otto W. Witte (Universitätsklinikum; UKJ) fungieren.

Wichtiges Ziel ist es, regional den Austausch von Ideen zu fördern, die Expertisen unterschiedlicher Institutionen aufzuzeigen und zu bündeln und damit den Alters-forschungsschwerpunkt in Jena weiter auszubauen. „Langfristig gesehen soll die Altersforschung in Jena durch diese Initiative nicht nur gestärkt werden, sondern sich zu einer festen Größe der Jenaer Forschungslandschaft etablieren", erläutert Prof. Dr. Peter Herrlich, Direktor des Fritz-Lipmann-Institutes und Lehrstuhlinhaber für Molekulargenetik an der FSU.

„Die enge Kooperation von Grundlagenwissenschaftlern und klinischen Forschern ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche translationale Forschung“, betont Prof. Dr. Otto W. Witte, Direktor der Klinik für Neurologie am Jenaer Universitätsklinikum. „Das Zentrum wird hierfür eine gute Plattform bieten.“

„Am 20. Januar 2011 wird es ein erstes gemeinsames Treffen geben, zu dem alle Interessenten der biologisch ausgerichteten Altersforschung in Jena und Umgebung herzlich eingeladen sind", so Prof. Dr. Michael Ristow vom Institut für Ernährungswissenschaften der FSU. Jeder hat dort die Möglichkeit, sich vorzustellen und seine Arbeiten auf dem Gebiet der Altersforschung und Alters-relevanter Themenstellungen zu präsentieren. Anmeldungen zu diesem Kick-off-Meeting sind bis zum 10. Januar 2011 per E-Mail möglich an: mandy.schalowski[at]uni-jena.de.

Sprecher des „Jenaer Zentrums für biologische Altersforschung" sind:
- Prof. Dr. Peter Herrlich (FLI, Wissenschaftlicher Direktor)
- Prof. Dr. Michael Ristow (FSU, Institut für Ernährungswissenschaften, Lehrstuhl für Humanernährung)

- Prof. Dr. Otto W. Witte (Universitätsklinikum Jena, Klinik für Neurologie)

Kontakt:

Dr. Kerstin Wagner
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Beutenbergstr. 11, 07745 Jena
Tel.: 03641-656371
Fax: 03641-656335
E-Mail: koordinator@fli-leibniz.de
Hintergrundinfo
Das Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena ist das erste deutsche Forschungsinstitut, das sich seit 2004 der biomedizinischen Altersforschung widmet. Über 300 Mitarbeiter aus 25 Nationen forschen zu molekularen Mechanismen von Alterungsprozessen und altersbedingten Krankheiten. Näheres unter www.fli-leibniz.de.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de.

Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU): Näheres unter http://www.uni-jena.de.

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) ist Thüringens einzige Einrichtung dieser Art. Die Mediziner und Naturwissenschaftler an den 25 Kliniken und 27 Instituten des Klinikums betreiben sowohl patientenbezogene klinische Forschung als auch biomedizinische Grundlagenforschung. Etwa 2.200 Studierende der Human- und Zahnmedizin sind an der Medizinischen Fakultät eingeschrieben. Das UKJ ist ein hochmodernes Krankenhaus der Supra-Maximalversorgung, in dem jährlich über 250.000 Patienten stationär und ambulant betreut werden. Näheres unter www.uniklinikum-jena.de.

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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