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Zwei KICs für Helmholtz

17.12.2009
Zwei von insgesamt drei „Knowledge and Innovation Communities“ (KIC) gehen an Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Dies hat das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) gestern Abend bekannt gegeben.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) war mit dem Konzept InnoEnergy erfolgreich, das Innovationen im Bereich der nachhaltigen Energie vorantreiben soll. Das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum GFZ und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in der Leibniz-Gemeinschaft werden mit KIC Climate gemeinsam die europäische Zusammenarbeit zur Klimaforschung und Anpassung an den globalen Wandel intensivieren.

„Die Forschungszentren in der Helmholtz-Gemeinschaft sind nicht nur wissenschaftlich exzellent, sondern haben auch die Managementkompetenzen, um komplexe Kooperationen wie die Knowledge und Innovation Communities aufzubauen. Die Entscheidung des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie belegt einmal mehr, dass dies in ganz Europa anerkannt ist“, sagt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. „Die beiden ausgewählten KICs adressieren die großen Herausforderungen, vor denen wir stehen: Den Umbau der Energieversorgung und den Umgang mit dem Klimawandel. Beides werden wir nur meistern, wenn rascher und systematischer als bisher Forschungsergebnisse in Innovationen umgesetzt und diese zu marktfähigen Lösungen weiterentwickelt werden. Genau dies ist das Ziel der KICs, in denen Partner aus ganz Europa aus Lehre, Forschung und Industrie in strukturierter Weise miteinander kooperieren.“

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT) fördert in einer ersten Phase KIC InnoEnergy voraussichtlich mit jährlich rund 30 Millionen Euro bis zum Jahr 2014. Das KIT koordiniert InnoEnergy. Ziel ist, bis 2050 ein nachhaltiges Energiesystem für Europa zu schaffen. Das Konzept für den Aufbau der KIC InnoEnergy basiert auf bereits bestehenden Kooperationen, die das KIT mit Partnern in Frankreich, Niederlande, Spanien, Polen und Schweden unterhält, sowohl bekannte Unternehmen als auch Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind eingebunden.

Mit dem „Klima-KIC“ will die Europäische Union ihre Wettbewerbsfähigkeit für Lösungen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an veränderte Klimabedingungen stärken. Dazu soll das Konsortium Instrumente und Produkte entwickeln. Zu den Aufgaben zählen die Verbesserung des Erdsystem-Monitorings für die Klimaforschung sowie die Entwicklung von Lösungen für eine kohlenstoffdioxidarme Wirtschaftsweise, zum Beispiel durch Erdwärme und Nutzung geologischer Speicher. Außerdem werden die Partner neue Aus- und Weiterbildungsprogramme aufbauen, um Spitzenpersonal für die Wirtschaft klimawissenschaftlich zu qualifizieren. Getragen wird die Klimainitiative des EIT von 16 europäischen Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und Regionen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung führt den deutschen Verbund an, zu dem die Technische Universität Berlin, das Helmholtz-Zentrum GFZ und die Technische Universität München gehören. Vor dem Start der Initiative schlossen sich zudem der Klimacampus Hamburg und das Forschungszentrum Jülich an, das ebenfalls zur Helmholtz-Gemeinschaft gehört.

Insgesamt wird das EIT die drei KICs bis 2014 mit 308 Millionen Euro fördern, die Verteilung der Mittel wird in den nächsten Monaten verhandelt.

Weitere Informationen zu KIC InnoEnergy: Pressestelle KIT, Monika Landgraf, Tel.: 0721 608-8126, monika.landgraf@kit.edu, www.kit.edu

Weitere Informationen zu KIC Climate: Pressestelle GFZ, Franz Ossing, Tel.: 0331 288 10-40, ossing@gfz-potsdam.de; www.gfz-potsdam.de

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 28.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

| Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz.de
http://www.kit.edu
http://www.gfz-potsdam.de

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