Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zahl der Deutschlandstipendien hat sich 2012 verdoppelt

20.11.2012
Hochschulen vergeben fast 11.000 Stipendien / Seit Beginn des Programms 30 Millionen Euro an privaten Mitteln für Bildung mobilisiert

Die Zahl der Deutschlandstipendien hat sich 2012 verdoppelt: 10977 Stipendien haben die Hochschulen in diesem Jahr vergeben, 2011 waren es 5375. Damit ist gut anderthalb Jahre nach seiner Einführung bereits rund jedes vierte öffentlich geförderte Stipendium für Studierende ein Deutschlandstipendium.

"Die Zahlen zeigen: Das Deutschlandstipendium hat sich an den Hochschulen etabliert", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Helge Braun heute bei der Vorstellung der Zahlen in Berlin.

Das Deutschlandstipendium beträgt 300 Euro im Monat. Es wird, unabhängig vom Einkommen der Eltern, an besonders begabte, leistungsfähige und engagierte Studierende vergeben. Die Hälfte des Stipendiums werben die Hochschulen bei privaten Förderern ein, meist sind dies Unternehmen aus der Region. Die andere Hälfte gibt das Bundesbildungsministerium dazu. Auf diese Weise wurden bereits rund 30 Millionen Euro an privaten Mitteln mobilisiert.

"Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", betonte Braun. "Ich freue mich daher, dass so viele Unternehmen, Stiftungen und Privatleute sich am Deutschlandstipendium beteiligen. Davon profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Hochschulen und Förderer selbst: Die Hochschulen vernetzen sich mit anderen Akteuren in ihrer Region, die Unternehmen kommen in Kontakt mit den Fachkräften von morgen."

Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die besonders erfolgreich Stipendien vergeben hat, ergänzte: "Gemeinsam können wir zeigen, dass in unserer Region auch einiges passiert und wir damit kluge Köpfe gewinnen, die wir möglichst auch halten." Das Deutschlandstipendium biete privaten Förderern eine attraktive Alternative zu Sachleistungen für die Hochschule an: "Mit den Leistungen der Stipendiaten sehen sie direkt die Ergebnisse ihrer Investition - das klappt hervorragend."

Für den Vizepräsidenten der ebenfalls sehr erfolgreichen Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Manfred Schubert-Zsilavecz, ist vor allem die ideelle Komponente wichtig, die viele Hochschulen an das Deutschlandstipendium knüpfen: "Förderer wollen mit ihrem Geld etwas Nachhaltiges schaffen. Die Uni Frankfurt hat deshalb ein Mentorenprogramm gestartet, bei dem Stipendiaten gemeinsam mit Mentoren aus der Umgebung Projekte entwickeln, die der gesamten Region zu Gute kommen", so Schubert-Zsilavecz. "Das reicht von einem Umweltpreis über ein friedliches Fußballstadion bis hin zu einem Konzept für studentisches Wohnen."

263 von insgesamt 388 Hochschulen beteiligen sich an der Vergabe des Deutschlandstipendiums. Von diesen 263 Hochschulen haben in diesem Jahr 104 die Höchstförderquote von einem Prozent der Studierenden ausgeschöpft. 40 von ihnen nehmen außerdem die neue Möglichkeit in Anspruch, von den nicht genutzten Mitteln anderer Hochschulen zu profitieren.

An Standorten in allen Regionen Deutschlands wurden gute und zum Teil sehr gute Ergebnisse erzielt, unabhängig von der Wirtschaftsstruktur der Region. So haben nicht nur die TU München oder die Goethe-Universität Frankfurt gut abgeschnitten, sondern auch die Universität Duisburg-Essen und die TU Bergakademie im sächsischen Freiberg, die Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und die Hochschule Niederrhein. Im Verhältnis zur Zahl der Studierenden ist das Saarland auch im Jahr 2012 Spitzenreiter bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums. Absolut gesehen ist Nordrhein-Westfalen mit 3.165 Stipendien das Bundesland mit den meisten Deutschlandstipendiatinnen und -stipendiaten.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmbf.de/de/14295.php sowie unter www.deutschland-stipendium.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.deutschland-stipendium.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie