Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbund bündelt Kompetenzen der Entsorgungsforschung

03.12.2012
BMBF und Land Niedersachsen starten Wissensplattform zur nuklearen Entsorgungsforschung / Forschung wird länderübergreifend vernetzt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat gemeinsam mit dem Land Niedersachsen den Aufbau einer Wissensplattform zur nuklearen Entsorgungsforschung gestartet. Die Plattform, die von der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) koordiniert wird, soll zukünftig Forschungsergebnisse zur Entsorgung von nuklearem Material überregional bündeln und dadurch zu einem wichtigen Beratungszentrum für Bund und Länder in Fragen einer sicheren und nachhaltigen Entsorgung radioaktiver Abfälle werden.

Projektpartner der NTH sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Freie Universität Berlin und die Universität Kiel. Das BMBF unterstützt den Aufbau der Forschungsplattform in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 15 Millionen Euro.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte: „Sicherheit hat bei der Entsorgung nuklearer Stoffe oberste Priorität. Deshalb wollen wir das vorhandene Wissen über Fächer und Länder hinweg zusammenbringen und abrufbar machen“. So soll sich ein länderübergreifendes Kompetenznetzwerk für die Entsorgungsforschung entwickeln, das auch internationale Fachkreise einbindet. Neben naturwissenschaftlich-technischen Studien sollen auch sozialwissenschaftlich-gesellschaftliche Aspekte aufgenommen werden. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka sagte: „Die Niedersächsische Technische Hochschule ist eine gute Wahl für die bundesweite Koordinierung dieser wichtigen Zukunftsforschung. Sie verfügt bereits über ausgewiesene Kompetenzen und ist als Zusammenschluss dreier Universitäten in einer vernetzten Zusammenarbeit geübt.“ Es sei der richtige Weg, bei der Erforschung von Entsorgungsoptionen radioaktiver Stoffe einen interdisziplinären Ansatz zu wählen und somit ein Kompetenzzentrum aufzubauen, das fachkundige Beratung aus einer Hand bietet.

Inhaltlich wird sich die unabhängig und eigenständig arbeitende Wissensplattform mit drei Optionen der nuklearen Entsorgungsforschung beschäftigen: Der Endlagerung in tiefen geologischen Formationen ohne Vorkehrungen zur Rückholbarkeit („wartungsfreie Tiefenlagerung“), der Einlagerung in tiefen geologischen Formationen mit Vorkehrungen zur Überwachung und Rückholbarkeit („Tiefenlagerung mit Rückholbarkeit“) sowie der Oberflächenlagerung. Dabei werden diese Themen in einem größeren Kontext mit beispielsweise rechtlichen Fragen, ethisch-moralischen Aspekten, einer Technikfolgenabschätzung und einer interdisziplinären Risikoforschung betrachtet.

Die Förderung basiert auf dem Energieforschungsprogramm „2020+“ des BMBF, das für die Ausbildung und den Kompetenzerhalt auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheits- und Endlagerforschung zuständig ist.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften