Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Veränderte Studienfachwahl bei Studienanfänger(inne)n: Ein Trade-off innerhalb der MINT-Fächer?

23.11.2009
Eine aktuelle Auswertung zu den Fächerpräferenzen von Studienanfänger(inne)n der Jahre 2006 und 2007 im Vergleich nimmt die MINT-Fächer in den Blick.

Die Auswertung zeigt, dass der bundesweite Trend bei der Studienfachwahl scheinbar dahin geht, dass ein steigender Anteil der Studienanfänger/-innen ein Studium in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften aufnimmt.

Ein von CHE Consult analysierter Indikator bildet die Fächerpräferenzen bzw. das Studienfachwahlverhalten von Studienanfänger(inne)n ab. Aufgrund des in Deutschland besonders stark erwarteten Fachkräftemangels in Berufen aus dem Feld der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften sowie der Technik im Allgemeinen widmen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft der Rekrutierung von Studienanfänger(inne)n für diese so genannten MINT-Fächer besondere Aufmerksamkeit.

Eine aktuelle Auswertung zu den Fächerpräferenzen von Studienanfänger(inne)n der Jahre 2006 und 2007 im Vergleich nimmt die MINT-Fächer in den Blick. Die Auswertung zeigt, dass der bundesweite Trend bei der Studienfachwahl scheinbar dahin geht, dass ein steigender Anteil der Studienanfänger/-innen ein Studium in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften aufnimmt. Aus Sicht der MINT-Förderinitiativen eine positive Entwicklung.

Doch woher rekrutieren sich diese zusätzlichen Studieninteressierten der Ingenieurwissenschaften? "Wir vermuten", sagt Gunvald Herdin, einer der Autoren, "dass die Studienberechtigten, die naturwissenschaftlich oder mathematisch interessiert sind, sich unter anderem aufgrund der verschiedenen Kampagnen neuerdings mehr für die Ingenieurwissenschaften entscheiden." Der Grund zu dieser Annahme ist die Beobachtung, dass die Entwicklung der Präferenz von Studienanfänger(inne)n für die Fächergruppe Mathematik & Naturwissenschaften gleichzeitig einen sinkenden Anteil der Studienanfänger/-innen, die ein Studium in dieser Fächergruppe aufnehmen, zeigt. Der Anteil entspricht annähernd dem Umfang, wie er in den Ingenieurwissenschaften steigt, so dass die Steigerung der Präferenzen für die MINT-Fächer insgesamt sehr gering ausfällt. Dieser auf Bundesebene festgestellte Trend wurde darüber hinaus auf Ebene eines Ost-West-Vergleichs, auf Länderebene sowie auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte geprüft und analysiert.

In dieser Auswertung wurde neben der Änderung der Studienfachwahl erstmals eine geschlechtsspezifische Analyse der Fächerpräferenzen auf den gleichen regionalen Ebenen Vergleiche durchgeführt. Dabei konnten deutliche regionale Unterschiede identifiziert werden.

Mit einer weiteren Veröffentlichung, dem CHE Arbeitspapier 127 "Der CHE Datenatlas für das deutsche Hochschulsystem: Grundlage einer Demographierisiko- und Marketingchancen-Bewertung von und für Hochschule" stellt CHE Consult nun erstmals umfassende Auswertungen aus dem CHE Datenatlas sowie Interpretationsanleitungen dazu zur Verfügung. Damit findet ein mehrjähriges Projekt seinen Abschluss. Auch die Daten zu den Fächerpräferenzen sind dem CHE Datenatlas entnommen.

Ansprechpartner:
Gunvald Herdin
05241 21179 55
Gunvald.Herdin@che-consult.de
und
Markus Langer
05241 2117931
Markus.Langer@che-consult.de
Herdin, Gunvald; Langer, Markus; von Stuckrad, Thimo: CHE-Arbeitspapier 126 - Fächerpräferenzen von Studienanfänger(inne)n 2006/2007 - Regionale und geschlechtsspezifische Muster. Eine Sekundäranalyse der amtlichen Statistik unter besonderer Berücksichtigung der MINT-Fächer , Gütersloh, 39 Seiten,

Langer, Markus; von Stuckrad, Thimo; Herdin, Gunvald: CHE-Arbeitspapier 127 - Der CHE Datenatlas für das deutsche Hochschulsystem: Grundlage einer Demographierisiko- und Marketingchancen-Bewertung von und für Hochschule, Gütersloh, 180 Seiten

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de/downloads/AP126_CHE_Datenatlas_Faecherpraeferenzen.pdf
http://www.che.de/downloads/AP127___CHE_Datenatlas_Hochschulsystem.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Digitale Medien für die Aus- und Weiterbildung: Schweißsimulator auf Hannover Messe live erleben

20.04.2018 | HANNOVER MESSE

Neurodegenerative Erkrankungen - Fatale Tröpfchen

20.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics