Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

UDE-Institut untersucht Duales Studium - Hochschulerfahrung bringt Pluspunkte

22.05.2012
Zwei Abschlüsse zur gleichen Zeit: Duale Studiengänge haben sich in Deutschland etabliert und expandieren weiterhin.

Junge Menschen können dabei ihre berufliche und akademische Ausbildung kombinieren. Die studierenden Auszubildenden – kurz Studzubis – erwerben parallel den beruflichen Abschluss des Dualen Systems und beispielsweise den Bachelor an einer Hochschule. Der aktuelle Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) nimmt den noch vergleichsweise neuen Bildungsweg in den Blick.

Das Angebot an dualen Studiengängen wurde von 2005 bis 2011 um über 70 Prozent ausgeweitet. Rund 62.000 Jugendliche studieren in den 929 Studiengängen überwiegend an Fachhochschulen, über 40.000 Unternehmen sind beteiligt (2011). Gut zwei Drittel des Angebots stellen die Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften; das Fächerspektrum wird aber immer vielfältiger, z.B. in den Gesundheits- und Pflegeberufen oder der Frühpädagogik. In einem BMBF-geförderten Projekt haben die IAQ-Bildungsforscher Dr. Sirikit Krone und Dr. Ulrich Mill an zehn Standorten in Deutschland Studzubis nach ihren Interessen und Erfahrungen in Dualen Studiengängen befragt.

Ergebnisse der Online-Studie zeigen: „Die Studzubis sind jung, deutsch, überwiegend männlich und stammen aus Nicht-Akademiker-Haushalten.“ Sie sind Bildungsaufsteiger, für die der Werdegang ihrer Eltern – meist die klassische Berufsausbildung auf mittlerem Qualifikationsniveau – bei der Berufswahl nicht zur Debatte stand. Gut 80 Prozent der Befragten zeigten eine klare akademische Orientierung und hätten alternativ ein Vollzeitstudium aufgenommen.

Für die Doppelqualifikation mit Fachausbildung und Hochschulabschluss nehmen die Studzubis einiges in Kauf, wie etwa Zeitnot und Abstimmungsprobleme zwischen den Lernorten und Ausbildungsinhalten. Dafür erreichen sie aber oft mehr Praxisnähe und damit bessere Lernbedingungen, was für 94,5 Prozent eine entscheidende Rolle bei der Studienwahl spielte. Weitere Motive sind die Finanzierung des Studiums durch die Betriebe bzw. die Ausbildungsvergütung, die sichere Übernahme und gute Karrierechancen im Lehrbetrieb. Die Unternehmen reagieren mit ihrer Beteiligung an dualen Studiengängen auf den wachsenden Fachkräftebedarf und die gestiegenen Anforderungen in wissensbasierten Berufen. Sie können so frühzeitig qualifizierte Schulabgänger binden und den Personalnachwuchs sichern.

Weitere Informationen:
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2012/report2012-03.php
Dr. Sirikit Krone, Tel. 0203/379-1350, sirikit.krone@uni-due.de; Dr. Ulrich Mill, Tel. 0162/97884217, ulrich.mill@uni-due.de

Redaktion: Claudia Braczko, Tel. 0170/8761608, presse-iaq@uni-due.de

Katrin Koster | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

Weitere Berichte zu: Dual Hochschulerfahrung Pluspunkte Studzubis UDE-Institut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Digitales Know-how für den Mittelstand: Uni Bayreuth entwickelt neuartiges Weiterbildungsprogramm
28.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie