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Studierende bieten erstes unternehmensübergreifendes Traineeprogramm für den Mittelstand an

03.09.2014

Hochschulabsolventen durchlaufen dabei in 18 Monaten drei Unternehmen verschiedener Branchen

„Viele Hochschulabsolventen möchten gerne im Mittelstand arbeiten. Wenn man sie aber fragt, bei welchem Unternehmen sie dies tun möchten, fallen den meisten doch wieder nur die großen Konzerne ein“, sagt Tobias Könnecke, der an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) Wirtschaftswissenschaft studiert. Zusammen mit seinen Kommilitonen Oliver Meywirth und Moritz ter Haar hat er deshalb das Startup „capitalheads“ gegründet.


Die capitalheads: Moritz ter Haar, Oliver Meywirth und Tobias Könnecke (v.l.)

capitalheads

In diesem Rahmen bieten sie Hochschulabsolventen ein 18-monatiges unternehmensübergreifendes Traineeprogramm an. Dabei durchlaufen die Kandidaten jeweils sechs Monate lang insgesamt drei verschiedenen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. „Bei der Unternehmensauswahl geht es uns darum, die Diversität der verschiedenen Arbeitgeber abzubilden“, erläutert Moritz ter Haar.

„Unser Ziel ist es, ihnen drei Top-Unternehmen aus dem Mittelstand anzubieten, die ihrem Interessensgebiet entsprechen und neue Einblicke bieten. Dadurch ergeben sich große persönliche Gestaltungsmöglichkeiten und – im Anschluss an das Programm – hervorragende Karriereperspektiven.“

Für die Unternehmen bietet dieser Ansatz den Vorteil, dass sie ihre zukünftigen Manager, Ingenieure und Führungskräfte vor der Einstellung schon einmal über einen längeren Zeitraum bei der Arbeit erleben können. Zudem besteht für alle Beteiligten so bereits frühzeitig die Möglichkeit, auszuloten, welche Personen besonders gut zu welchem Betrieb passen.

„Für die Unternehmen ist das Programm besonders attraktiv, weil sie in Zeiten des Fachkräftemangels in den betroffenen Branchen die Möglichkeit haben, hervorragende Bewerber selbst bei unattraktiver Lage oder fehlender Reputation vor Ort von der Leistungsfähigkeit des Betriebs zu überzeugen“, sagt Tobias Könnecke. „Wer selbst gesehen hat, was die Firma kann und macht und wie er sich selbst dabei einbringen kann, lässt sich nicht mehr so leicht zum Beispiel von einer unattraktiven Lage irgendwo ‚auf der grünen Wiese’ abschrecken.“ Für die erste Runde, die im April 2015 starten wird, können sich sowohl die Hochschulabsolventen als auch weitere Unternehmen ab sofort unter www.capitalheads.de bewerben.

Die Idee zum Startup entstand im Rahmen der GründerWerkstatt der UW/H, aus der das Projekt im Wintersemester 2013/14 als Gewinner hervorging. Bei der GründerWerkstatt handelt es sich um ein Kernelement des ersten Studienabschnitts an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft in Witten. Ziel des unter anderem als „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“ ausgezeichneten Projekts ist es, die unternehmerische Initiative der Studierenden von Beginn an zu fördern und sie dabei zu unterstützen, erste eigene Ideen und marktfähige Konzepte zu entwickeln und auch umzusetzen.

„Allein durch ein Theoriestudium ist unternehmerisches Denken und Handeln unser Überzeugung nach nicht erlernbar“, erläutert Dr. Thilo Pukall, Geschäftsführer des Entrepreneurship Zentrums Witten (EZW) der Uni. „Umso mehr begrüßen wir die Eigeninitiative und die guten Ideen der Studierenden. Unseres Wissens nach handelt es sich bei ‚capitalheads’ um das erste unternehmensübergreifende Traineeprogramm im deutschen Mittelstand. Wir glauben, dass das Startup gute Chancen hat, sich am Markt durchzusetzen.“

Erklärtes Ziel des EZW ist es, im Ruhrgebiet die Voraussetzungen zu schaffen, um innovationsorientierte Unternehmensgründungen zu erleichtern und ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen. Dazu arbeitet dass erst im März 2014 gegründete Zentrum eng mit anderen Hochschulen des Ruhrgebiets, Startups, großen und mittelgroßen Unternehmen, Investoren sowie Inkubatoren zusammen und fördert unter anderem Projekte wie „capitalheads“. „So versuchen wir auch, weitere kreative Köpfe zur Gründung eines Startups im Ruhrgebiet zu animieren“, sagt Pukall.

Wer die „capitalheads“-Gründer persönlich kennenlernen möchte oder aber mit dem Gedanken der Gründung eines eigenen Unternehmens aus dem Hochschulkontext spielt, kann am 11. September in die Uni Witten/Herdecke kommen. Dann treffen sich Gründer und Gründungsinteressierte, Unternehmer, Investoren und Manager zur ersten Startup-Konferenz in Witten, um sich über Gründungen im regionalen und interdisziplinären Kontext zu informieren, von der Innovationskraft von Startups zu profitieren, unternehmerische Initiativen, Mitunternehmertum und Intrapreneurship in ihren Unternehmen zu stärken oder mit Startups zu kooperieren. Der Eintritt ist frei, lediglich eine Anmeldung ist erforderlich (www.ezw.de/event).

Kontakt: Die Handynummern der capitalheads-Gründer erhalten interessierte Journalisten in der Pressestelle der UW/H unter 02302 / 926-946 oder -805.

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.825 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Weitere Informationen:

http://www.capitalheads.de

Jan Vestweber | Universität Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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