Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strukturen in Daten erkennen

20.02.2012
Neue DFG-Forschergruppe eingerichtet

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Februar vier neue Forschergruppen eingerichtet. Darunter ist auch eine Gruppe unter Sprecherschaft der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Titel "Structural Inference in Statistics: Adaption and Efficiency".

In der Forschergruppe unter Leitung des HU-Mathematikers Markus Reiß dreht sich alles um moderne statistische Verfahren, denen angesichts rasant wachsender Datenmengen in vielen Bereichen von Wissenschaft und Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle zukommt. „Unabhängig davon, ob man mathematische Modelle in Umweltforschung, Genomforschung oder Netzwerkanalyse betrachtet: Je komplexer diese Modelle sind, desto ungenauer werden ihre statistischen Voraussagen“, erklärt Markus Reiß. Und genau das wollen der Professor für Mathematische Statistik und seine Kolleginnen und Kollegen ändern, indem sie mehr über Abhängigkeiten der einzelnen Parameter zueinander in Erfahrung bringen und auch anstreben, die wichtigsten Daten herauszukristallisieren, um so ein besseres Verständnis der beobachteten Phänomene und präzisere Voraussagen zu erreichen.

„Wir versuchen mithilfe innovativer mathematischer Ansätze und Methoden neue, leistungsfähige Verfahren zu entwickeln, die die Struktureigenschaften der zugrunde liegenden komplexen Daten aufdecken und sie für Effizienzgewinne nutzen.“

Dabei haben die mathematischen Statistikerinnen und Statistiker aus Berlin, Hamburg und Potsdam nicht nur ein bestimmtes zu modellierendes Problem vor Augen, sondern wollen allgemein nutzbare Methoden und eine einheitliche Theorie entwickeln, die eine automatische und simultane Anpassung an verschiedene, in den Daten vorhandene Strukturen erlaubt.

Auch wenn diese Fragen zunächst grundlagenorientiert sind, haben sie auch einen klaren Anwendungsbezug. „Wir werden unsere neuen Methoden beispielsweise an der Modellierung von biologischen und sozialen Netzwerkstrukturen testen“, erklärt Prof. Reiß.

WEITERE INFORMATIONEN
Prof. Dr. Markus Reiß
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Mathematik
Tel.: 030 2093-5889
E-Mail: mreiss@mathematik.hu-berlin.de

Constanze Haase | idw
Weitere Informationen:
http://www.hu-berlin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten