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Social Media und 3D-Grafik: Mediengestalter Digital und Print mit neuen Ausbildungsmöglichkeiten

02.07.2013
Novellierte Ausbildungsordnung tritt zum 1. August in Kraft

Der Wandel des Internets von einer Informations- und Wissensplattform hin zu einem Kommunikations- und Kooperationsmedium hat Auswirkungen auf die Tätigkeiten in der Medien- und Werbewirtschaft: facebook, Twitter & Co. sind zu lukrativen Marketingkanälen geworden. Durch eine Modernisierung der Ausbildungsordnung „Mediengestalter/-in Digital und Print“ wurde nun ein Ausbildungsangebot geschaffen, mit dem Betriebe auch für diese Tätigkeitsfelder ausbilden können.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Novellierung im Auftrag der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der beruflichen Praxis erarbeitet und neue Wahlqualifikationen für die Bereiche Content-Erstellung, Social Media und 3D-Grafikerstellung geschaffen. Weiterhin werden die bestehenden Berufe „Dekorvorlagenhersteller/-in“ und „Fotomedienlaborant/-in“ abgeschafft und durch entsprechende Wahlqualifikationen ersetzt.

Social Media wird von vielen Firmen zu Marketingzwecken genutzt. Deshalb wurde in der neuen Ausbildungsordnung die Position „Plattformen zur interaktiven Kommunikation“ als neue Wahlqualifikation für Social-Media-Inhalte geschaffen. Vermittelt werden technische Kompetenzen wie die Erstellung von Unternehmenspräsenzen oder die Optimierung von Suchmaschinen und Anwendungen für mobile Endgeräte. Kombiniert man diese Kompetenzen mit der Wahlqualifikation „Content-Erstellung“, so erwerben die Auszubildenden zusätzlich die Fähigkeit, zum Beispiel inhaltliche Recherchen durchzuführen, Texte medien- und zielgruppengerecht zu erstellen und Online-Communities zu betreuen.
Alternativ können die Social-Media-Inhalte auch mit der Wahlqualifikation „Kommunikationsplanung und Erfolgskontrolle“ kombiniert werden. Hier erwerben die Auszubildenden die Qualifikation, Kunden zu beraten und Kommunikationsmaßnahmen für verschiedene Medien zu konzipieren.

Kaum ein Internetauftritt kommt heutzutage ohne Grafiken, Animationen oder Filmbeiträge aus. Dies ist das Tätigkeitsfeld von Mediengestaltern, die im neuen Ausbildungsbereich „3 D-Grafik“ die Erstellung von dreidimensionalen Standbildern und Animationen erlernen, zum Beispiel die Rundum-Betrachtung von Gegenständen, wie sie in vielen Onlineshops üblich ist. Auch die animierte Darstellung von realen Abläufen oder die Simulation fiktiver Situationen und Prozesse wird erlernt. So bringt beispielsweise die Automobilindustrie heute kein Fahrzeug mehr zu Werbeaufnahmen an einen „echten“ Drehort – das Fahrzeug wird am Computer aus geometrischen Körpern modelliert und mit Oberflächeneigenschaften wie Farbe, Material, Helligkeit oder Reflexionen versehen. Das Ergebnis ist eine täuschend echt wirkende 3D-Grafik – erstellt von Mediengestaltern Digital und Print mit diesem Ausbildungsschwerpunkt.

Schließlich wurden auch neue Wahlqualifikationen geschaffen, die bestehende Berufe ablösen und in die neue Ausbildungsordnung der Mediengestalter/-innen Digital und Print integrieren. Dazu gehören Dekorvorlagenhersteller/-innen sowie Fotomedienlaborantinnen und -laboranten. Durch die Entwicklung der Digitalfotografie hat sich das Tätigkeitsfeld grundlegend geändert: Heute sind Fotomedienlaboranten vor allem mit der Erstellung von Fotobüchern, Abzügen von Fotografien oder wetterfest kaschierten Großfolien befasst. Da sich ihr Tätigkeitsschwerpunkt somit hauptsächlich im Bereich des großformatigen Digitaldrucks bewegt, wurden entsprechende Ausbildungsangebote entwickelt.

Die Ausbildung zum/zur Mediengestalter/-in Digital und Print erschließt zudem attraktive Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten wie die Fortbildung zum/zur Geprüften Medienfachwirt/-in.
Im Jahr 2012 wurden 3.615 neue Ausbildungsverträge im Beruf Mediengestalter/-in Digital und Print abgeschlossen, davon knapp 60 Prozent mit Frauen. Die Ausbildung liegt damit auf Platz 38 in der rund 340 duale Ausbildungsberufe umfassenden Rangliste.
Die durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütung liegt bei 874 Euro. Sie steigt von 815 Euro im ersten auf 933 Euro im dritten Lehrjahr.

Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

Ansprechpartnerin im BIBB:
Dr. Heike Krämer; E-Mail: kraemer@bibb.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.bibb.de
http://www.bibb.de/neue-berufe-2013

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