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Neue Förderinitiative mit den USA auf dem Gebiet der Neurowissenschaften

03.09.2009
Schavan: "Deutschland ist im internationalen Spitzenfeld dabei"

"Wir haben die richtigen Weichen für eine künftig noch engere wissenschaftliche Zusammenarbeit mit den USA gestellt", sagte am Donnerstag Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Anlass ist eine neue Förderinitiative auf dem wichtigen Gebiet der Neurowissenschaften zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der amerikanischen National Science Foundation (NSF).

Wie funktioniert das Gehirn? Das ist eine der wichtigsten und noch nicht vollständig geklärten Fragen der Wissenschaft. Hier versucht das aufstrebende Forschungsfeld der Computational Neuroscience Antworten zu liefern. Dabei wird die Arbeit des Gehirns - neben der Untersuchung im Experiment - im Computermodell simuliert. "Die daraus gewonnenen Innovationen lohnen jede Anstrengung. So können zum Beispiel Prothesen entwickelt werden, die auf Nervenimpulse reagieren und mit denen man ,fühlen' kann", betonte Schavan.

Da diese Fachrichtung einen interdisziplinären Zugang erfordert, ist nicht nur Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern unterschiedlichster Disziplinen notwendig. Auch internationale Forschungsstrukturen müssen vertieft werden. Deutschland und die USA spielen auf dem Gebiet der Computational Neuroscience beide eine führende Rolle. "Deshalb ist es wichtig, die Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern zu verbessern. Dies geht nur mit Hilfe eines stärker strukturierten Verfahrens zur Förderung der Forschungskooperationen", sagte Schavan. Auf der Grundlage der nun unterzeichneten Förderinitiative wollen beide Länder daher ab 2010 deutsch-amerikanische Forschungsprojekte fördern.

Natürlich gab und gibt es bereits Zusammenarbeiten zwischen Forschern der beiden Länder. Diese entstanden jedoch meist spontan und mussten oft in bereits laufende Projekte eingebaut werden. Mit der neuen Vereinbarung wird die Zusammenarbeit vereinfacht und vertieft und soll auf eine neue Ebene gehoben werden. Denn nun können die amerikanischen wie auch die deutschen Partner in jeweils einer eigenen abgestimmten Förderlinie Mittel einwerben und an gemeinsamen Projekten arbeiten.

"Deutschland ist ein attraktiver Kooperationspartner, weil wir im internationalen Spitzenfeld dabei sind", sagte Schavan. Dies ist auch durch die starke finanzielle Förderung durch das BMBF gelungen. So wird das "Nationale Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience", das das BMBF über eine Reihe sich ergänzender und aufeinander aufbauender Fördermaßnahmen etabliert hat, mit über 100 Millionen Euro gefördert.

"Die internationale Vernetzung von Wissenschaft und Forschung ist eine entscheidende Voraussetzung zur Steigerung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb wird die Zusammenarbeit mit international herausragenden Forschern die Qualität der deutschen Forschung weiter steigern", sagte Schavan.

Weitere Informationen zum Nationalen Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience finden Sie unter www.nncn.de

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.nncn.de
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