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Nationalakademie ist mit Modellen von Bakterien und Viren auf der „MS Wissenschaft" unterwegs

19.05.2011
Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ der Initiative Wissenschaft im Dialog beginnt heute seine Tour in Stuttgart und läuft bis Ende September insgesamt 35 Städte in Deutschland und Österreich an. Auf dem umgebauten Frachtschiff wird im Wissenschaftsjahr „Forschung für unsere Gesundheit“ die interaktive Ausstellung „Neue Wege in die Medizin“ gezeigt. An Bord sind auch die Modelle der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Unter dem Titel „So klein… und doch gemein. Erreger und Immunsystem“ können Besucher an Modellen eines Virus und eines Bakteriums spielerisch erkennen, wie deren Funktionsweise im menschlichen Körper ist, wie sie wirken und wie sie bekämpft werden können.

Besucher können sich an Bord der „MS Wissenschaft“ auf insgesamt 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche ein anschauliches Bild von der aktuellen Gesundheitsforschung machen. Die Ausstellung mit über 30 Exponaten informiert über Prozesse in unserem Körper und zeigt aktuelle Entwicklungen bei der Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Wissenschaftliche Institutionen präsentieren ihre Arbeiten in interaktiven Exponaten und geben Einblicke von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Anwendung im Alltag.

Die Reise der "MS Wissenschaft" beginnt heute in Stuttgart. Das Schiff besucht 35 Städte, darunter Heidelberg, Würzburg, Nürnberg, Frankfurt, Wiesbaden, Bonn, Köln und Hannover. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Abstecher nach Österreich machen und dort unter anderem die Hauptstadt Wien besuchen. Pünktlich zum Wissenschaftssommer 2011 legt die MS Wissenschaft vom 4. bis zum 8. Juni 2011 in Mainz an. Letzte Station ist Berlin, wo die Tour am 29. September endet. Die „MS Wissenschaft“ ist ein Beitrag der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ Wissenschaftsjahr 2011 „Forschung für unsere Gesundheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die Leopoldina ist Partner im Wissenschaftsjahr.

Das Leopoldina-Exponat „So klein… und doch gemein. Erreger und Immunsystem“ erläutert Grundlagen der Infektionsbiologie. Bakterien und Viren sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Trotzdem können manche von ihnen Krankheiten verursachen, wenn sie in den Körper eindringen, sich dort ansiedeln und vermehren: Mediziner sprechen von einer Infektion. So unterschiedlich die Erreger, so verschieden sind auch die Krankheiten, die sie verursachen und die Möglichkeiten ihrer Bekämpfung. Aids, Herpes und Grippe werden zum Beispiel durch Viren ausgelöst. Bakterien wie Salmonellen, Escherichia coli und Legionellen können zu Entzündungen, Magen-Darm-Erkrankungen und anderen Infektionen führen. Die beiden Modelle veranschaulichen, mit welchen Mitteln sich Bakterien und Viren im Körper durchsetzen, etwa mit „Spikes“ zum Anheften oder „Injektionsnadeln“, mit denen etwa Bakterien Eiweiße in Körperzellen einspeisen, um deren Zellfunktionen umzustellen.

Mit Hilfe des Immunsystems versucht unser Körper, eindringende Viren und Bakterien zu bekämpfen, doch manchmal gelingt ihm das nicht gut genug. Viele Mediziner und Biologen beschäftigen sich deswegen damit, neue Medikamente und Impfstoffe gegen Krankheitserreger zu entwickeln, gegen die es bislang kein wirksames Mittel gibt. Sie untersuchen, wie Infektionen ablaufen, und beobachten, wie das Immunsystem reagiert. Oft ist der Schlüssel für neue Medikamente und Impfstoffe in winzigen Details und einzelnen Molekülen zu finden.

Caroline Wichmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ms-wissenschaft.de

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