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Ein guter Tag für die Wissenschaft

04.06.2009
Bundesforschungsministerin Annette Schavan zur Fortsetzung der drei großen Initiativen Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung und Innovation

Heute haben die Bundesregierung und die Länder ein starkes Signal für die Bildung und Forschung in Deutschland gesetzt. Mit dem jetzt beschlossenen Paket zum Hochschulpakt, der Exzellenzinitiative und dem Pakt für Forschung und Innovation stärken wir ganz entscheidend die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft und Forschung. Wir haben in der Krise die richtigen Prioritäten gesetzt und Weichen gestellt für die Quellen künftigen Wohlstands.

Unser Wissenschaftssystem ist eines der weltweit führenden. Gerade in Krisenzeiten muss es unser Ziel sein, diese Position auszubauen, den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern - nur mit starker Wissenschaft und Forschung kommen wir gestärkt aus der Krise. Das heute beschlossene Paket ist die größte Investition in Forschung, Wissenschaft, Innovation und Bildung, die es in Deutschland je gegeben hat.

Mit rund 18 Milliarden Euro bis zum Jahr 2019 schaffen wir zusätzlich 275.000 Studienplätze, wir geben über die Exzellenzinitiative der Spitzenforschung an Hochschulen eine gesicherte Perspektive und wir sorgen dafür, dass die außeruniversitären Forschungseinrichtungen den nötigen Spielraum haben, um sich auch in Zukunft dynamisch weiter zu entwickeln.

Die drei großen Initiativen haben eine Aufbruchsstimmung in unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen ausgelöst, erste Erfolge sind sichtbar. Zum Beispiel: Rund 4.200 Mitarbeiter wurden bislang durch die Exzellenzinitiative gewonnen. Fast ein Viertel kam aus dem Ausland. Diese Entwicklung müssen und werden wir verstetigen.

Darüber hinaus werden wir den Nachwuchsforschern Perspektiven aufzeigen. Die Zahl der Doktoranden ist mit dem Pakt für Forschung und Innovation jährlich um etwa zehn Prozent gestiegen. Sie sind das Fachpersonal für den Aufschwung des nächsten Jahrzehnts. Die Forschungsorganisationen können sich darauf verlassen, dass sie die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten und die Forschungsarbeit gleichzeitig fortsetzen und sogar ausweiten können. Es geht hier um bis zu 30.000 wissenschaftliche Mitarbeiter und technisches Personal mit Zeitvertrag.

Der Strukturwandel und die Reform unseres Wissenschaftssystems brauchen Zeit, Kontinuität und Verlässlichkeit - auch auf finanzieller Basis. Diese Verlässlichkeit in gesamtstaatlicher Verantwortung von Bund und Ländern haben wir heute unter Beweis gestellt. Heute ist ein guter Tag für Bildungschancen und Forschungsperspektiven in Deutschland."

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
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