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Forschungsprojekt zur Entwicklung neuer Analyseverfahren

21.03.2012
Startschuss für das erste ZIM-KOOP-Projekt mit Fluxana

Der Startschuss ist gefallen: Mit der Unterzeichnung einer Kooperations-vereinbarung zwischen der Hochschule Rhein-Waal und der Fluxana GmbH & Co. KG aus Bedburg-Hau ist das erste ZIM-KOOP-Projekt der Hochschule erfolgreich angelaufen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit 175.000 Euro geförderte Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und befasst sich mit der Entwicklung neuer Analyseverfahren auf Basis der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA).

Das im Rahmen des „Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand“ (ZIM) geförderte Projekt ist im Forschungszentrum der Hochschule angesiedelt. Das Forschungszentrum ist Ansprechpartner für die regionale Wirtschaft und hat mit Fluxana einen Partner gefunden, der sich auf den Bereich Röntgenfluoreszenz spezialisiert und für Spektrometer-Hersteller ein weltweit einzigartiges Verfahren zur Qualitätssicherung entwickelt hat. „Für uns ist dieses Projekt eine große Chance, nun direkt vor Ort in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Einrichtung Forschung zu betreiben. Wir sehen das auch als eine Investition in die Zukunft, um einfacher Nachwuchs für uns zu rekrutieren“, erklärt Fluxana-Geschäftsführer Dr. Rainer Schramm.

Zusammen mit der Hochschule will Fluxana die Probenvorbereitungs- und Analyseverfahren zur Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) verbessern. Bisher kann die RFA zwar bestimmen, welche chemischen Elemente in einer Probe vorhanden sind, aber für bestimmte Elemente in Zement, Mineralien oder Stahlwerksschlacken müssen Schmelztabletten hergestellt werden, die in das Probematerial eingeschmolzen werden. Durch diesen Herstellungsprozess gehen Elemente verloren, so dass sie nicht mehr im Analyseverfahren nachgewiesen werden. „Wenn wir dieses Verfahren optimieren können, wäre das für Fluxana ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Für uns ist es eine wissenschaftliche Herausforderung und ein interessantes Betätigungsfeld“, erklärt PD Dr. Gerhard Heusipp, Leiter des Forschungszentrums.

Die Hochschule kann für die dafür notwendigen wissenschaftlichen Untersuchungen in den kommenden zwei Jahren 175.000 Euro an öffentliche Mittel abrufen. Gleichzeitig investiert Fluxana 160.000 Euro, die zu 40 Prozent ebenfalls durch Fördergelder abgedeckt sind. Das erst vor zehn Jahren gegründete Unternehmen wächst dynamisch und bezog erst 2010 für rund 700.000 Euro ein neues, hochmodernes Gebäude an der Borschelstraße. Die Kooperation mit der Hochschule ist für das Unternehmen mit seinen 24 Mitarbeitern ein weiterer Schritt nach vorn.

Das erste ZIM-KOOP-Projekt mit Fluxana, ist für Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal und betreuende Wissenschaftlerin des Projekts, ein gutes Beispiel, wie Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam den Standort und die Region nach vorne bringen können: „Wir sind offen für viele spannende Projekte, die wir in der Region mit Partnern aus der Wirtschaft realisieren wollen. Durch solche Kooperationen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen erzielen wir eine Win-Win-Situation, bei der die Hochschule praxisnahe Forschungsarbeit leistet, während die Unternehmen neben der Finanzierungsförderung auch von den Forschungsergebnissen profitieren und so nachhaltige Wettbewerbsvorteile erlangen“.

ZIM-Koop
Unter ZIM-KOOP werden im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) Projekte zusammengefasst, die zur Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen beitragen und öffentlich gefördert werden. In ZIM-KOOP-Projekten arbeiten Forschungseinrichtungen und kleine und mittelständische Unternehmen gemeinsam an Neuentwicklungen.
Forschungszentrum der Hochschule Rhein-Waal
Das Forschungszentrum ist Ansprechpartner für die regionale Wirtschaft. Unternehmen können sich hier bei Forschungsvorhaben über Kooperationsmöglichkeiten mit der Hochschule informieren und das weitere Vorgehen abstimmen. Das Forschungszentrum übernimmt eine „Vermittlerfunktion“ zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Des Weiteren zählt die Einwerbung von Drittmitteln für Forschungsvorhaben zum Aufgabengebiet des Forschungszentrums. So werden durch das Zentrum selbst Anträge gestellt, gleichzeitig können aber auch Professoren bei Antragstellungen unterstützt werden.

Christin Hasken | idw
Weitere Informationen:
http://www.hochschule-rhein-waal.de/

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