Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Durchgehend fördern: von der Kita bis zum Abitur

03.07.2012
In Siegen soll eine Universitätsschule gegründet werden. Ziel ist es, Wissenschaft und Praxis enger zu verzahnen. Kooperationspartner und Schulträger soll die Stadt Siegen sein.
Die Idee hegt Siegens Uni-Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart schon länger. Er möchte eine Universitätsschule gegründet sehen. Diese soll Modellcharakter haben. Unter einem Dach, aber nicht zwingend in einem Gebäude, sollen Mädchen und Jungen ab dem Kita-Alter und bis zum Abitur je nach ihren individuellen Fähigkeiten im Sinne einer Schule für alle gemeinsam gefordert und gefördert werden. Die in vielerlei Hinsicht problematischen Übergänge vom Kindergarten in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule entfallen damit.

Seit Ende 2011 beschäftigt sich an der Universität Siegen ein Initiativkreis intensiv mit der Umsetzung des ehrgeizigen Projektes, bei dem die Stadt Siegen Kooperationspartner und Schulträger sein soll. Die Zeit drängt. Denn: Die nordrhein-westfälische Landesregierung will 15 Modellschulen ausschreiben. Eine davon soll in die Krönchenstadt kommen, sofern die Siegener Lokalpolitiker grünes Licht für eine Antragstellung geben. Am 4. Juli 2012 findet die erste Präsentation des Vorhabens im städtischen Schulausschuss statt.

Lassen sich die Politiker begeistern und mitnehmen, könnte alles recht schnell gehen. Denn die Wissenschaftler sind mit ihren Planungen recht weit gelangt. Der Initiativgruppe „Universitätsschule“ gehören neben Rektor Prof. Dr. Holger Burckhart auch Prof. Dr. Matthias Trautmann und Dr. Jörg Siewert (Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik und Didaktik des Sekundarbereichs), Prof. Dr. Jutta Wiesemann (Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Grund- und Vorschulpädagogik) sowie Prof. Dr. Rüdiger Kißgen (Entwicklungswissenschaft und Förderpädagogik) an. Beratend tätig sind die Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Brügelmann und Prof. Dr. Hans Werner Heymann. Wunschvorstellung der Wissenschaftler ist die Neugründung einer Schule, die in einem Schulgebäude realisiert werden kann, das im Rahmen der Schulentwicklungsplanung frei wird.

Siegen würde mit einer Universitätsschule eine ganz moderne und innovative Schule erhalten, die sicher landesweit, möglicherweise auch bundesweit wahrgenommen wird und dadurch weiter an Attraktivität gewinnen. Universität Siegen und Stadt Siegen rücken durch diese Kooperation noch näher zusammen. Nicht nur die Idee stammt aus der Universität. Die Universität wird das Modellvorhaben langfristig konzeptionell und wissenschaftlich eng begleiten. Auch Studierende werden gezielt zum Einsatz kommen. Neben dem allgemein eingeführten Praxissemester für Studierende bietet in Siegen vor allem der Schwerpunkt „Förderpädagogik“ im Lehramt durch den neuen Studiengang „Entwicklung und Inklusion“ besondere Möglichkeiten für die Entwicklung einer solchen Schule. Für Eltern und Kinder eröffnen sich durch eine Universitätsschule vor allem mehr Begabungsgerechtigkeit sowie kindgerechtes, leistungs- und zukunftsorientiertes Lernen.

Die Anträge zur Errichtung einer Modellschule muss die Stadt Siegen als Schulträgerin stellen. Stadträtin Babette Bammann, in Siegen zuständig nicht zuletzt für den Bereich Schulen und Bildung, zeigte sich sehr angetan von dem Vorhaben.

Katja Knoche | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise