Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium

21.09.2011
Schavan: „Wirksamer Anreiz für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich“

Nach einem Semester Laufzeit des Deutschlandstipendiums, das je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern finanziert wird, nutzen bereits rund drei Viertel der 388 Hochschulen in Deutschland dieses neue Instrument zur Förderung begabter und leistungsfähiger Studierender.

Mehr als ein Drittel der teilnehmenden Hochschulen haben ihr Kontingent für 2011 schon jetzt voll ausgeschöpft. „Deutschland ist auf einem gutem Weg zu einer Stipendienkultur“, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan zu den Ergebnissen einer ersten Zwischenbilanz zum Deutschlandstipendium, die auf einer aktuellen Abfrage des BMBF bei den Bundesländern beruht.

Insgesamt haben die Hochschulen seit Beginn des Sommersemesters Fördermittel für 4.793 Deutschlandstipendien eingeworben. Zusätzlich werden in Nordrhein-Westfalen 2.600 Studierende durch das NRW-Stipendium gefördert – ein Landesprogramm, das nach dem gleichen Grundprinzip funktioniert und Vorbild für das Deutschlandstipendium war. Der Anteil der Studierenden, die aus einem der beiden Programme gefördert werden, beträgt somit insgesamt 0,35 Prozent. Die Höchstförderquote für das Deutschlandstipendium war für 2011 auf 0,45 Prozent angesetzt.

Damit sind wir unserem angestrebten Ziel schon sehr nahe gekommen“, so Schavan. „Ich danke den privaten Mittelgebern, die mit ihrer Mitwirkung an diesem Programm einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in Deutschland leisten. Und ich danke den beteiligten Hochschulen, die das Programm in kürzester Zeit so erfolgreich auf den Weg gebracht haben.“ Schavan unterstrich, dass die Hochschulen einen Kulturwandel in Gang gesetzt hätten, der den Wissenschaftsstandort Deutschland nachhaltig verändern werde. Jetzt kommt es darauf an, dass wir den eingeschlagenen Weg zum Aufbau einer Stipendienkultur beharrlich fortsetzen.“

Durch das Deutschlandstipendium wurden seit Beginn des Sommersemesters insgesamt 8,6 Mio. € an privaten Mitteln für Stipendien mobilisiert. Nach den Worten der Bundesbildungsministerin hat sich das Deutschlandstipendium damit als „wirksamer Anreiz für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich erwiesen“.

Zu den Hochschulen, die schon jetzt die für 2011 angestrebte Höchstförderquote von 0,45 Prozent der Studierenden erreicht haben, gehören u.a. die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, die Universität Mannheim, die TU München, die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main, die Universität Hannover, die TU Ilmenau, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität des Saarlandes sowie die Universität und die FH Dortmund. Einige Hochschulen, wie etwa die FH Eberswalde, die RWTH Aachen und die TU Bergakademie Freiberg, haben sogar deutlich mehr Stipendien eingeworben, als sie in 2011 vergeben können. Befürchtungen, dass das Programm nur in wohlhabenden Regionen Westdeutschlands funktionieren würde, haben sich somit nicht bestätigt. Schavan: „Die Bereitschaft, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, ist keine Frage der Geographie, sondern des Engagements aller Beteiligten.“

Auf dieses Engagement setzt die Bundesbildungsministerin auch in Zukunft: „Seit meinem Amtsantritt 2005 haben wir in Deutschland die Zahl der staatlich geförderten Stipendien verdoppelt. Das Deutschlandstipendium wird dazu beitragen, dass wir diesen Kurs weiter fortsetzen.“

Eine Liste aller Hochschulen, die ihr Kontingent bereits ausgeschöpft haben, finden Sie im Internet unter: http://www.bmbf.de/pubRD/Stipendienkontingent_Deutschlandstipendium.pdf

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie