Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konzentriert im Blick: junge Forscher in Mittelasien

30.05.2007
Zwischen Europa und Orient: Stiftung fördert Forschernachwuchs aus Zentralasien: Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler beteiligt

Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde die geopolitische Landkarte nicht nur in Mitteleuropa neu gezeichnet; auch an der Südgrenze der Russländischen Föderation in Mittelasien und Kaukasus wurden 70 Millionen Menschen aus rund 100 Ethnien und Sprachen in die Unabhängigkeit entlassen. Um die aktuelle Entwicklung dieser Region zu unterstützen und gezielt wissenschaftliche Kooperationen aufzubauen, hat die VolkswagenStiftung bereits vor sieben Jahren ihre Initiative "Zwischen Europa und Orient - Mittelasien und Kaukasus im Fokus der Wissenschaft" gestartet, in der bisher etwa 100 Projekte mit einer Gesamtsumme von 15 Millionen Euro gefördert wurden.

Der Dialog zwischen deutschen, anderen europäischen und zentralasiatischen Wissenschaftlern soll nun weiter intensiviert werden. Mit rund 600.000 Euro unterstützt die VolkswagenStiftung drei Jahre lang ein Vorhaben zur "Fortbildung und Professionalisierung für wissenschaftliche Nachwuchskräfte aus Zentralasien im Bereich der Politikwissenschaft und Nachbardisziplinen". Initiator ist Professor Dr. Reimund Seidelmann vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Gießen. Er konnte in der Vergangenheit bereits intensive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Taschkent, Usbekistan, sowie in Bischkek, Kirgisistan, sammeln.

In zwei Sommerkursen und zwei Workshops sollen Nachwuchswissenschaftler aus Zentralasien, Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union zusammenkommen. Vermittelt werden Kompetenzen in den Bereichen der Friedens-, Sicherheits- und Konfliktforschung ebenso wie Sachkompetenz in Bezug auf politische, rechtliche und sozioökonomische Bedingungen in der EU und der Bundesrepublik Deutschland. Darauf aufbauend erhalten sechs Nachwuchswissenschaftler aus Zentralasien die Möglichkeit, ein halbes Jahr am Gießener Institut zu forschen. Die Koordination des Projekts, das auch eine Abschlusskonferenz umfasst, übernimmt eine Postdoc-Wissenschaftlerin in Gießen, die dabei ihre Sach- und Landeskenntnis zu Zentralasien vertiefen wird.

Das umfassende Veranstaltungs- und Stipendienprogramm wird zum einen Wissen und Erfahrung aus Europa nach Zentralasien vermitteln, zum anderen aber - und auch das ist erforderlich - wird es dazu beitragen, in Europa die Expertise über Zentralasien zu erweitern. Aufbauend auf bestehenden intensiven Kontakten zu Taschkent und Bischkek soll das Projekt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie entsprechende Institutionen aus allen zentralasiatischen Ländern einbeziehen und damit nicht zuletzt auch einen Beitrag leisten zur Vernetzung der Wissenschaft in der Region.

Weitere Auskünfte und Kontakt

Universität Gießen
Institut für Politikwissenschaft
Prof. Dr. Reimund Seidelmann
Telefon: 0641 99 23132
E-Mail: Reimund.Seidelmann@sowi.uni-giessen.de
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381 - 380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Dr. Christian Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20070530

Weitere Berichte zu: Mittelasien Orient Politikwissenschaft Zentralasien

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten
13.11.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Schulraum in Stuttgart mit VLC-Technologie vom Fraunhofer HHI eröffnet
03.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie