Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nichts wäre schädlicher als eine Tunneltaktik

08.02.2007
CHE legt ein Arbeitspapier vor, das die Kosten des prognostizierten Studierendenhochs für die einzelnen Bundesländer berechnet und fächerspezifische Kostencluster kalkuliert.

Das Arbeitspapier liefert damit grundlegende Planungszahlen, die für eine sachliche Diskussion der Möglichkeiten, das prognostizierte Studierendenhoch zu gestalten, notwendig sind.

In den kommenden Jahren werden erheblich mehr junge Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung die Schulen verlassen. Wenn sie tatsächlich zu Akademikern ausgebildet werden, können sie helfen, unseren Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften zu decken und die Folgen des einsetzenden demographischen Wandels in Deutschland zu mildern. Allerdings fehlen den Hochschulen mehr als sechs Milliarden Euro, um die in den nächsten Jahrzehnten erwartete Herausforderung eines Ansturms junger StudentInnen anzunehmen - trotz des Hochschulpaktes 2020 von Bund und Ländern.

Zu diesem Schluss kommt das Centrum für Hochschulentwicklung in einem Arbeitspapier, das die Kosten des prognostizierten Studierendenhochs für die einzelnen Bundesländer berechnet und fächerspezifische Kostencluster kalkuliert. Die Gleichzeitigkeit von Studierendenhoch und (vor allem in den ostdeutschen Bundesländern) einsetzendem demographischem Wandel stellt das gesamte Hochschulsystem vor eine große Herausforderung - aber bedeutet auch eine wichtige Chance. Zum einen zeigt das Arbeitspapier, dass zusätzliche Kapazitäten entlang der Fachlichkeiten und des gesellschaftlichen Bedarfs geplant und finanziert werden müssen.

... mehr zu:
»Planungszahl

Zum anderen bietet das Studierendenhoch aber die einmalige Chance, Instrumente zu entwickeln und zu erproben, mit denen zukünftige Nachfrageschwankungen flexibler bewältigt werden können. Hierfür liefert das Arbeitspapier grundlegende Planungszahlen, die für eine sachliche Diskussion der Möglichkeiten, das Studierendenhoch zu nutzen, notwendig sind. Nichts kann schädlicher sein, als eine Tunneltaktik, die über den Fachkräftebedarf am Arbeitsmarkt und den gesellschaftlichen Bedarf hinwegsieht.

Die Hochschulen ausreichend ausstatten und das Schülerhoch in ein Studierendenhoch wandeln - das ist die Chance für Deutschland. Hochschulabsolventen sind treibende Kräfte der Arbeitsproduktivität, der Innovation und des gesellschaftlichen Wandels. Es wäre ein schwerwiegendes Versäumnis, den jungen Menschen, die in den kommenden Jahren an die Tore der Hochschulen klopfen, lediglich Ablehnungsbescheide in die Hand zu drücken.

Das CHE veranstaltet am 12. und 13. Februar ein Symposium zum Thema: "Studierendenhoch - Hochschulkollaps? Hochschulen vor der demographischen Chance"

Kontakt:
Prof. Dr. Helga Meyer
Projektleiterin "Demographischer Wandel und Hochschulsystem"
Tel.: (05241)21179.58
E-Mail: helga.meyer@CHE-Consult.de

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de

Weitere Berichte zu: Planungszahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt
06.03.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Weiterbildung – für die Arbeitswelt von morgen unerlässlich!
15.02.2018 | Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics