Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierbereitschaft weiter leicht rückläufig - Trend zum unverzüglichen Studienbeginn

29.01.2007
Nach einer Studierquote von 73 % in 2002 und 71 % bei den Studienberechtigten 2004 ist die Studierfreudigkeit auch unter den Studienberechtigten 2005 mit einer Quote von 69 % erneut leicht rückläufig. Bezieht man diejenigen Studienberechtigten mit ein, die eine Studienaufnahme "wahrscheinlich" bzw. "alternativ" planen, liegt die Brutto-Studierquote zwischen minimal 69 % und maximal 76 %.

Dafür stieg der Anteil derjenigen Studienberechtigten, die direkt nach dem Erwerb der Hochschulreife ins Studium wechselten, gegenüber 2004 deutlich um fünf Prozentpunkte auf 43 %. 2005 immatrikulierten sich also anteilsmäßig mehr Studienberechtigte zum frühest möglichen Zeitpunkt an einer Hochschule. Dies sind zentrale Ergebnisse des Berichts "Studienberechtigte 2005 - Übergang in Studium, Ausbildung und Beruf" der HIS Hochschul-Informations-System GmbH.

Erstmalig gleiches Niveau von Männern und Frauen bei der Studierneigung

Zwischen 2004 und 2005 sind ausschließlich die Männer für den Rückgang in der Studierquote verantwortlich: Die Quote der weiblichen Studienberechtigten blieb stabil. Damit liegt die Studierneigung von Männern und Frauen bei den Studienberechtigten 2005 erstmals auf gleichem Niveau.

... mehr zu:
»Bachelor

Hauptgrund für Studienverzicht: der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit

Zwei Drittel derjenigen Studienberechtigten, die auf die Aufnahme eines Studiums verzichten, begründeten dies mit dem Wunsch, möglichst bald finanziell unabhängig zu sein. Zwei von fünf Befragten begründeten ihren Verzicht mit stärkerem Interesse an einer praktischen Tätigkeit. Jede(r) Vierte fühlte sich für den Fall, dass Studiengebühren eingeführt werden, finanziell überfordert.

Wirtschaftswissenschaften beliebteste Studienrichtung

Beliebteste Studienrichtungen blieben Wirtschaftswissenschaften (12 % aller Studienberechtigten) und die Lehramtstudiengänge (10 %). 7 % der Studien- berechtigten haben sich für Maschinenbau entschieden. Elektrotechnik blieb auf dem 2002 erreichten Tiefstand von 2 % - hier ist auch 3 Jahre später keine Trendwende abzulesen. Ebenfalls lediglich 2 % der Studienberechtigten entschieden sich für ein Fach aus dem Bereich Mathematik/Informatik.

Bachelor-Abschlüsse weiter im Aufwind

Zusammengenommen waren Diplome an Fachhochschulen und Universitäten auch 2005 die am häufigsten angestrebten Hochschulprüfungen. 28 % aller Studienberechtigten haben sich für diese Studiengänge entschieden (12 % an einer Fachhochschule, 16 % an einer Universität). 16 % wählten einen Bachelor-Studiengang (jeweils 8 % an Fachhochschulen und Universitäten). Im Vergleich dazu strebten 2004 lediglich 9 % der SchulabgängerInnen den Bachelor an. Damit haben sich erstmals seit Einführung der konsekutiven Studiengänge ebenso viele Studienberechtigte für einen Bachelor (an Universitäten und Fachhochschulen) wie für ein Universitätsdiplom entschieden.

Die gesamte Publikation steht als PDF-Download kostenlos zur Verfügung unter http://www.his.de/Service/Publikationen/FH/Pdf/fh-200606.pdf

Eine Printversion von "Studienberechtigte 2005" können Interessenten gegen eine Schutzgebühr von 10 € direkt bei HIS bestellen.

Nähere Auskünfte:
Dr. Christoph Heine
Telefon 0511-1220-257
E-Mail heine@his.de
Julia Willich
Telefon 0511-1220-166
E-Mail willich@his.de
Pressekontakt:
Theo Hafner
Telefon 0511-1220-290
E-Mail hafner@his.de
Über HIS
Die HIS Hochschul-Informations-System GmbH unterstützt vorrangig die Hochschulen und ihre Verwaltungen sowie die staatliche Hochschulpolitik als Dienstleister im Bemühen um eine effektive Erfüllung ihrer Aufgaben. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Aktivitäten

o als Softwarehaus der Hochschulverwaltungen

o im Sektor Hochschulforschung in Form von empirischen Untersuchungen und anderen Expertisen

o im Bereich Hochschulentwicklung mit den zentralen Themenfeldern Hochschulorganisation und Hochschulbau

Theo Hafner | idw
Weitere Informationen:
http://www.his.de/Service/Publikationen/FH/Pdf/fh-200606.pdf

Weitere Berichte zu: Bachelor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie