Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Private Förderer unterstützen Spitzenforschung

14.07.2006
Exzellenz-Stiftung zur Förderung der Max-Planck-Gesellschaft
in München gegründet

Eine gemeinnützige Stiftung, getragen von einer bundesweiten Initiative privater Förderer, soll exzellente Forschung der Max-Planck-Gesellschaft unterstützen. Die Stiftung mit Sitz in München stellt Finanzmittel bereit, um Spitzenforschung schnell und flexibel zu fördern. Wissenschaftliche Unabhängigkeit und organisatorische Autonomie der Max-Planck-Gesellschaft bleiben laut Satzung gewahrt. Vorsitzender des Stiftungsrats ist Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck; Vorstandssprecher ist Dr. Reinhard Pöllath, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Pöllath und Partner.

„In Zeiten harten weltweiten Wettbewerbs um die besten Wissenschaftler brauchen wir in Deutschland zusätzliche Finanzmittel und Instrumente. Wir müssen alles tun, um unsere Bildungs- und Forschungseinrichtungen an der Weltspitze zu halten oder ihre Position zu verbessern“, erklärt Stefan von Holtzbrinck. „Auch die private Hand ist gefragt, insbesondere dort, wo der Staat nicht mehr weiterhilft.“ Andererseits sichere nur erstklassige Qualität den Wissenschaftsstandort Deutschland. Diesem Zweck diene die jetzt gegründete Exzellenz-Stiftung zur Förderung der Max-Planck-Gesellschaft.

„Die Exzellenz-Stiftung unterstützt uns eindrucksvoll dabei, mit zusätzlichen Mitteln neue Möglichkeiten zu eröffnen und innovative Wege dort zu gehen, wo öffentliche Zuwendungen an Grenzen stoßen“, sagt Prof. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. „Daher brauchen wir Mäzene, die in zukunftsweisende Forschung investieren.“

Die Initiatoren der Stiftung haben sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 100 Millionen Euro Stiftungskapital wollen sie einwerben. „Im Vergleich zu den um ein Vielfaches höheren privaten Fördersummen in den USA sollte dieser Betrag zu erreichen sein. Wir sind jedenfalls zuversichtlich, dass die Stiftung weitere Unterstützung erhält“, meint Reinhard Pöllath, Sprecher des Stiftungsvorstands. Nicht zuletzt der international anerkannt gute Ruf der Max-Planck-Gesellschaft und ihre über 50-jährige Erfolgsgeschichte seien Garanten, das Ziel zu erreichen.

Einen ersten Erfolg kann die Initiative bereits verbuchen: Prof. Theodor W. Hänsch, der 2005 den Physik-Nobelpreis erhielt und in diesem Jahr 65 wird, hatte für die Zeit nach seiner Emeritierung attraktive Angebote aus den USA. Dort können erfolgreiche Wissenschaftler auch über die Pensionsgrenze hinweg arbeiten. Mit privaten Mitteln gelang es, Hänsch in Deutschland zu halten – er kann jetzt bis zum Jahr 2011 am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching forschen.

Als nächsten Schritt wollen die Stifter ein neues Programm zur Nachwuchsförderung ins Leben rufen, das sich an die Otto-Hahn-Stipendiaten der Max-Planck-Gesellschaft wendet. Dabei handelt es sich um exzellente Nachwuchswissenschaftler, die für ihre hervorragende Promotionsarbeit an einem Max-Planck-Institut ausgezeichnet werden. Eine Auswahl von ihnen soll nun im Anschluss die Möglichkeit erhalten, an ausländischen Einrichtungen zu arbeiten und danach eine Forschungsgruppe in Deutschland aufzubauen. Damit will man zum einen die internationale Vernetzung weiter betreiben, zum anderen der Abwanderung von Wissenschaftlern aus Deutschland entgegenwirken.

Der Stiftungsgründung war eine private Initiative mit dem Ziel vorausgegangen, die langfristige Grundlagenforschung und eine ihrer anerkanntesten Organisationen zu fördern. Zu den Initiatoren gehören unter anderem Dr. Alexander Dibelius (Geschäftsführer Goldman, Sachs & Co. oHG), Dr. Stefan von Holtzbrinck, Dr. Klaus Neugebauer (Gründer und früherer Geschäftsführer der Softlab AG), Prof. Heinrich v. Pierer (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG), Dr. Reinhard Pöllath, Prof. Jan Philipp Reemtsma (Geschäftsführender Vorstand des Hamburger Instituts für Sozialforschung), Randolf Rodenstock (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rodenstock Unternehmensgruppe) und Prof. Martin Winterkorn (Vorsitzender des Vorstands der Audi AG).

Mitglieder des Stiftungsrats unter dem Vorsitz von Dr. Stefan von Holtzbrinck sind unter anderem Prof. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, sowie Vizepräsident Prof. Rüdiger Wolfrum.

Die Satzung sieht neben dem Stiftungsrat auch einen Vorstand und eine Geschäftsführung vor. Als Stiftungsvorstand wurden neben Reinhard Pöllath der ehemalige Präsident der Rektorenkonferenz und frühere Berliner Wissenschaftssenator, Prof. George Turner, und Dr. Barbara Bludau, Generalsekretärin der Max-Planck-Gesellschaft, ernannt. Die Geschäftsführung übernimmt Beatrice Melot vom Referat für Private Forschungsförderung in der Max-Planck-Gesellschaft.

Weitere Informationen erhalten Sie von:
Dr. Reinhard Pöllath
Exzellenz-Stiftung zur Förderung der Max-Planck-Gesellschaft
Kardinal-Faulhaber-Straße 10
80333 München
Tel.: +49 (0) 89 24240 - 0
Fax: +49 (0) 89 24240 - 997
E-Mail: poellath@mpg-ef.org
Beatrice Melot
Max-Planck-Gesellschaft
Referat Private Forschungsförderung
Hofgartenstraße 8
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 2108 - 1403
Fax: +49 (0) 89 2108 - 1539
E-Mail: melot@gv.mpg.de

Dr. Reinhard Pöllath | Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.mpg-ef.org

Weitere Berichte zu: Spitzenforschung Stiftungsrat

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Infrarotkamera für die Metallindustrie bis 2000 °C

28.04.2017 | Messenachrichten

Wie Coronaviren Zellen umprogrammieren

28.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten