Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Experten für die digitale Wirtschaft

13.06.2006
Universität führt Masterstudiengang Informationswirtschaft ein

Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft schreiten immer stärker voran. In diesem Spannungsfeld entstehen komplexe Aufgaben und moderne Berufe. Darauf will die Universität ihre Absolventen optimal vorbereiten: Zum Wintersemester 2006/07 führt sie den neuen Masterstudiengang Informationswirtschaft ein. Er löst die Ausbildung zum Diplom-Informationswirt ab.

Voraussetzung ist ein Bachelor in Informationswirtschaft, wie er an der Universität Karlsruhe erworben werden kann, oder ein gleichwertiger Abschluss in einem wirtschaftswissenschaftlichen oder Informatik-Studiengang - zum Beispiel Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaftslehre, Informatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. Das Studium dauert vier Semester. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Die Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und Informatik haben ein Auswahlverfahren entwickelt. Pro Studienjahr wollen sie circa 100 Studienanfänger aufnehmen. Bewerberinnen und Bewerber müssen dazu neben dem Bachelor-Zeugnis ein Motivationsschreiben vorlegen.

Der Studiengang, der mit dem Master of Science abschließt, sei kein Weiterbildungsangebot, das sich neben dem Beruf her bewältigen ließe, erklärt Professor Dr. Andreas Geyer-Schulz, Studiendekan für den Studiengang Informationswirtschaft: "Es ist ein Vollzeitstudiengang", der "eine punktuelle Spezialisierung und eine wissenschaftliche Verbreiterung" biete.

Der Studiengang trägt den Entwicklungen in der Informationstechnologie Rechnung und betrachtet Information als Wirtschaftsgut, Produktions- und Wettbewerbsfaktor. In der Interdisziplinarität zwischen Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Recht lernen die angehenden Informationswirte Methoden und Modelle, um Informationsflüsse und -produkte sowie elektronische Märkten zu erklären, zu analysieren und zu gestalten. Unter ökonomischen und technischen Gesichtspunkten sollen die Studierenden Information und elektronisches Handeln in praxisnahen Anwendungen umsetzen. Im Ranking der Zeitschrift Capital wurde der Studiengang bereits vor der Umstellung auf das Mastermodell zweimal als bester deutscher Studiengang in der Wirtschaftsinformatik geführt.

Geyer-Schulz erwartet, dass das Fachgebiet Informationswirtschaft neue Unternehmensformen ermöglichen wird, die mit Informationen handeln. In traditionellen Firmen könne es helfen, die Informationsverarbeitung zu verbessern und die Informationsflüsse zu optimieren. Mögliche neue Berufsfelder entstünden in der Unternehmensführung und -organisation, etwa beim Aufbau eines unternehmensweiten Wissensmanagements oder der Gestaltung virtueller Unternehmen.

Dass es eine Nachfrage für das Fach Informationswirtschaft gibt, steht außer Zweifel: Das sechssemestrige Bachelor-Studium an der Universität Karlsruhe, das im Grundstudium Inhalte der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Informatik, Mathematik, Operations Research, Statistik und Recht vermittelt, nahmen im vergangenen Wintersemester mehr als 230 Studierende auf. Langfristig sollen es pro Studienjahr auch nur 100 Bachelor-Studienanfänger sein. Weniger aber nicht, sagt Geyer-Schulz: "Die Unternehmen brauchen unsere Absolventen".

Weitere Informationen:
Professor Dr. Andreas Geyer-Schulz
Studiendekan für den Studiengang Informationswirtschaft
Telefon 0721/608-8401
E-Mail andreas.geyer-schulz@em.uni-karlsruhe.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-karlsruhe.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht
23.01.2017 | Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie

Vom Feld in die Schule: Aktuelle Forschung zu moderner Landwirtschaft für den Unterricht

23.01.2017 | Bildung Wissenschaft

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten