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BMBF setzt verstärkt auf Förderung der Hochbegabten

18.04.2006


Forschungsministerin Annette Schavan: "Wir brauchen eine Leistungselite"



Hochbegabte Studenten sollen in Deutschland stärker gefördert werden als jemals zuvor. Das kündigte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin an. "Wir wollen künftig ein Prozent aller Studenten mit Stipendien gezielt unterstützen", sagte Schavan. Das entspricht einer Steigerung um die Hälfte, derzeit profitieren rund 0,7 Prozent aller Studenten von der Hochbegabtenförderung. Dieses Ziel sei bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2009 zu erreichen. Bereits für dieses Jahr plant das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Mittel für die Förderung von Hochbegabten deutlich zu erhöhen - um 7,2 Millionen Euro auf 87,7 Millionen Euro. In den kommenden Jahren werde es weitere Aufstockungen dieses Haushaltspostens geben.



"Wir müssen alles tun, damit hoch qualifizierte junge Leute bei uns ihre Chance sehen", sagte die Ministerin. "Die Zukunft unseres Landes hängt in starkem Maße davon ab, wie gut es uns gelingt, eine Leistungselite aufzubauen." Der Begabtenförderung komme eine zentrale Rolle zu. "Es geht nicht darum, einzelne Studenten für gute Noten zu belohnen", ergänzte Schavan. "Vielmehr möchten wir erreichen, dass junge Menschen eine Karriere machen, die ihren Fähigkeiten entspricht." Die Führungskräfte der Zukunft sollten möglichst bei der Entwicklung ihrer gesamten Persönlichkeit unterstützt werden.

Die Arbeit der Begabtenförderungswerke geht deshalb auch weit über die finanzielle Unterstützung der Studenten hinaus. Wichtig ist den Stiftungen auch die ideelle und die persönliche Förderung. Dazu gehört die Unterstützung durch Vertrauensdozenten, die gezielte Förderung der Sozialkompetenz und weiterer "soft skills", die auf dem Arbeitsmarkt Wettbewerbsvorteile versprechen.

Der Vielseitigkeit der Begabungen tragen in Deutschland elf staatlich geförderte Begabtenförderungswerke Rechnung. Dazu gehören außer der weltanschaulich ungebundenen Studienstiftung des Deutschen Volkes zwei kirchliche Werke sowie Stiftungen von politischen Parteien und Tarifvertragsparteien.

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