Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF fördert Strukturwandel im Ausbildungsmarkt mit zusätzlich 100 Millionen Euro

07.09.2005


Bulmahn: "Für die Wirtschaft gibt es jetzt keine Ausrede mehr!"


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Strukturwandel auf dem Ausbildungsmarkt mit zusätzlich 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2010. Der Europäische Strukturfonds ist daran mit 18 Millionen Euro beteiligt. Mit über 250 regionalen Projekten sollen Betriebe neu für die Ausbildung gewonnen werden, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn am Mittwoch in Berlin. "Wir können mit dem massiven Ausbau der Ausbildungschancen in innovativen Branchen den Abbau von Lehrstellen in traditionellen Branchen übertreffen."

Die Potenziale der Wachstumsbranchen und der innovativen Technologien wie der Bio- und Nanotechnologie, der optischen Technologien und der Mikrosystemtechnik sollen stärker für die Ausbildung erschlossen werden. Auch könnten Unternehmen, die allein nicht ausbildungsfähig sind, über innovative Verbundmodelle als neue Ausbildungsbetriebe gewonnen werden. Das BMBF unterstütze die Unternehmen und Regionen nach Bedarf mit passgenauen Angeboten vor Ort. "Jetzt gibt es für die Wirtschaft keine Ausrede mehr", sagte Bulmahn. Derzeit bilde noch nicht einmal jedes dritte Unternehmen aus. "Wenn sich nur 40 Prozent der Betriebe an der Ausbildung beteiligten, hätten wir in Deutschland kein Ausbildungsproblem", sagte Bulmahn.


Das neue Programm Jobstarter setze auf die regionale Initiative und begleite die Veränderung der wirtschaftlichen Struktur mit bedarfsorientierten, flexibel einsetzbaren Instrumenten. "Wir stellen uns den Herausforderungen des gesamtdeutschen Ausbildungsmarktes und heben die überkommene Trennung der Programme in West und Ost auf", sagte Bulmahn. Vier dezentral eingerichtete Büros würden künftig nah am Markt den Bedarf vor Ort feststellen und gemeinsam mit einer zentralen Programmstelle in Bonn Unterstützung leisten. "Wir stärken die Verantwortung der Region."

Das Ausbildungsprogramm soll so den notwendigen Nachwuchs für Fachkräfte in den Betrieben sichern helfen. "Wir setzen statt der Kopfförderung auf die nachhaltige qualitative Strukturentwicklung." Die Regionalisierung der Ausbildungsförderung werde auch mit der finanziellen Ausstattung der Projekte deutlich. Diese könnten erstmals bis zu 300.000 Euro für zwei Jahre beantragen.

Der Jobstarter verbindet die Vorteile von bisher eigenständigen Ausbildungsprogrammen des BMBF und erweitert sie thematisch und finanziell. Schwerpunkte sind dabei die Schaffung neuer regionaler und thematischer Ausbildungsverbünde und " netzwerke, daneben die Instrumente des Ausbildungscoaching, das externe Ausbildungsmanagement und die Förderung von Ausbildungsplatzentwicklern. Zusätzlich zur Projektförderung in den Regionen werden auch bundesweite Ausbildungsaktivitäten mit Jobstarter ermöglicht, etwa zur Gewinnung ausländischer Unternehmer oder zur Anbahnung von Ausbildungsstiftungen.

Das Programm unterstützt innovative Ausbildungsformen, verstärkt die Kooperation von Schulen und Kammern sowie die grenznahe Ausbildung mit Nachbarstaaten. Schon im vergangenen Jahr entstanden allein durch die BMBF-Programme direkt rund 30.000 neue Ausbildungsplätze.

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen für mehr Ausbildungsplätzen finden Sie auch im Internet unter:
www.bmbf.de/de/2313.php

Ausbildungssuchende finden Rat und Hilfe zum Start ins Berufsleben im Internet unter:
www.bmbf.de/de/4961.php

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Ausbildungsmarkt BMBF Bulmahn Strukturwandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Bei Celisca entsteht das Labor der Zukunft
19.12.2016 | Universität Rostock

nachricht Bildung 4.0: Die Welt des digitalen Lernens: Smartphones und Virtual Reality im Unterricht
14.12.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau