Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Positive Zwischenbilanz nach einem Jahr Ausbildungspakt

08.06.2005


Weitere intensive Anstrengungen erforderlich - gemeinsam schaffen wir den Erfolg auch 2005

Gemeinsame Presse-Erklärung von Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Bundesverband der Deutschen Industrie, Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Zentralverband des Deutschen Handwerks und Bundesagentur für Arbeit

Nach den Erfolgen 2004 ist der Ausbildungspakt auch 2005 auf dem richtigen Weg. Die Paktpartner haben heute eine positive Zwischenbilanz ihrer nun fast einjährigen Arbeit gezogen und ihr Engagement zur weiteren Umsetzung des Paktes bekräftigt: Die zielorientierte Zusammenarbeit zur Mobilisierung von Ausbildungsplätzen wird fortgesetzt, um die Herausforderungen auf dem Ausbildungsmarkt auch 2005 zu meistern.

Um auch am Jahresende eine positive Bilanz ziehen zu können, sind weiterhin intensive Bemühungen erforderlich, denn noch signalisieren die aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit eine angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt: Im Mai lag die Lücke zwischen gemeldeten unvermittelten Bewerbern und unbesetzten Ausbildungsplätzen ungefähr auf dem Vorjahresstand. Dies zeigt die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen in den nächsten Monaten.

Die Paktpartner werden am Ball bleiben, um alle Ausbildungspotenziale zu nutzen und erneut allen ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung zu machen. Sie werden weiterhin durch die Ansprache von Unternehmen sowie gezielte Unterstützungsangebote Ausbildungsplätze mobilisieren und durch enge Zusammenarbeit in der Ausbildungsvermittlung Angebot und Nachfrage besser zusammenbringen.

Bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen zeichnet sich im Bereich von Industrie und Handel eine weitere Stabilisierung des positiven Ergebnisses vom letzten Jahr ab: Hier wurden bisher rd. 118.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 1,4 % übertroffen, gegenüber Mai 2003 beträgt der Zuwachs 2,5 %. Im Handwerk werden Verträge üblicherweise erst später im Vermittlungsjahr abgeschlossen. Aussagefähige Daten liegen deshalb erst in den nächsten Monaten vor.

Die Paktpartner machten deutlich, dass sie auch bei den aktuell eingeworbenen neuen Ausbildungsplätzen auf einem guten Weg sind: Bei den Industrie- und Handelskammern sind bisher rd. 13.000 und bei den Handwerkskammern über 5.000 neue Ausbildungsplätze, zusammen also über 18.000 neue Ausbildungsplätze registriert. Damit liegen wir gut im Rennen - auch im Vergleich zum Vorjahr, als die Zielmarke von durchschnittlich 30.000 neu eingeworbenen Ausbildungsplätzen bis zum Jahresende weit übertroffen wurde.

Auch das neue Instrument der Einstiegsqualifizierungen (EQJ), das die Paktpartner geschaffen haben, ist gut angelaufen: Rund 17.100 Jugendliche nutzen die überaus zahlreich von den Betrieben bereitgestellten Plätze. Und beide Seiten - Betriebe wie Jugendliche - machen in der Mehrzahl positive Erfahrungen mit diesem zusätzlichen Angebot, wie erste Untersuchungen zeigen. Besonders erfreulich sind die Übernahmeaussichten: Zahlreiche Betriebe können sich aufgrund guter Erfahrungen mit den Teilnehmern eine Übernahme in Ausbildung vorstellen. Die Einstiegsqualifizierungen bewähren sich damit als Brücke in Ausbildung - gerade bei Jugendlichen mit eingeschränkten Vermittlungsperspektiven.

Die Paktpartner appellieren nachdrücklich an die Betriebe, aber auch an die Freiberufler, die Behörden und öffentlichen Einrichtungen und an alle potenziellen Ausbilder, alle Möglichkeiten zur Schaffung von Ausbildungsplätzen auszuschöpfen und ihre Stellenangebote auch den Arbeitsagenturen zu melden, damit alle Vermittlungschancen genutzt werden können. Es liegt im Interesse von Wirtschaft und Gesellschaft, der mittelfristig rückläufigen demographischen Entwicklung bereits heute durch intensive Ausbildung gegenzusteuern, um auch künftig den Fachkräftebedarf zu sichern. Nachwuchssicherung beginnt heute und ist die Basis für den Erfolg von morgen!

Der Appell der Paktpartner richtet sich aber auch an die Jugendlichen, die noch eine Ausbildung suchen. Sie sind aufgefordert, sich aktiv und eigenverantwortlich um ihre berufliche Zukunft zu kümmern, die Vermittlungsangebote der Arbeitsagenturen und Kammern zu nutzen und dabei auch regionale wie berufliche Mobilität zu zeigen. Neben stark nachgefragten Berufen gibt es in vielen Bereichen offene Lehrstellen, für die dringend qualifizierte Bewerber gesucht werden. Die jungen Menschen sollten diese Chancen verstärkt nutzen, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Die Bilanz des Vorjahres zeigt: Wenn Alle an einem Strang ziehen, können wir die Ziele des Ausbildungspaktes erreichen und die Berufsausbildung der nachrückenden Generation sichern. Die Paktpartner werden deshalb ihre Anstrengungen weiter verstärken.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.arbeitsagentur.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie