Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf nach China!

04.02.2005


Universität Witten/Herdecke und Universität Nanjing gründen "Sino-German School of Governance" / 850.000 Euro Aufbaufinanzierung der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung bis 2009

Amerikanische und britische Universitäten sind längst da, deutsche dagegen halten sich noch zurück. Die Rede ist von China. Mit der Gründung der "Sino-German School of Governance" (SGSG) profiliert sich die Universität Witten/Herdecke (UWH) mit neuen Ausbildungsformen als Vorreiter und reagiert zugleich auf die wachsende Dynamik der wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen China und Deutschland. Die Aufbaufinanzierung dieses ehrgeizigen Projekts übernimmt die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung.

Als Partner hat die UWH mit Nanjing eine der traditionsreichsten und besten Hochschulen Chinas gewonnen, die in den nächsten Jahren mit erheblichen Mitteln zu einer der führenden Forschungsuniversitäten ausgebaut wird. Sie liegt in der NRW-Partnerprovinz Jiangsu. Der Studienbetrieb beginnt bereits Mitte 2005 - erst in China, dann in Witten.

Im Gegensatz zu vielen ausländischen Mitbewerbern versorgt die SGSG ihre künftig bis zu 350 zusätzlichen chinesischen und deutschen Studierenden jedoch nicht mit MBA-Programmen von der Stange, sondern mit Ausbildungsgängen, maßgeschneidert für die Bedürfnisse des chinesischen Marktes: "Wir haben die Entwicklung unternehmerischer Führungspersönlichkeiten im Blick, die fähig sind, die ökonomische Globalisierung in einer kulturell pluralistischen Welt zu gestalten", sagt Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pillath, Direktor und ausgewiesener Chinakenner, der an der Universität Witten/Herdecke zudem das Institut für kulturvergleichende Wirtschaftsforschung leitet. "Auf dem chinesischen Markt besteht in dieser Hinsicht ein enormer Bedarf. Diesen Bedarf wollen wir mit zwei neuen Programmen befriedigen." Der 25.000 Euro teure "Master" richtet sich an Studierende, die Führungspositionen anstreben. Das ebenfalls 25.000 Euro teure "Executive-Program" ist zugeschnitten auf deutsche und chinesische Unternehmen, die ihre chinesischen Nachwuchsführungskräfte durch maßgeschneiderte, gemeinsam mit der SGSG entwickelte Ausbildungsformen auf leitende Positionen vorbereiten wollen. Besonders froh ist Herrmann-Pillath, dass mit Herrn Dr. h.c. Werner Jackstädt ein engagierter Förderer für die neue School gewonnen werden konnte: "Ich danke Herrn Dr. Jackstädt, dass er mit seiner großzügigen Aufbaufinanzierung ein Projekt ermöglicht mit Zeichenhaftigkeit für die deutsche und chinesische Bildungs- und Hochschullandschaft."

Dr. Werner Jackstädt: "Ich wünsche mir, dass mit der neuen Schule das unternehmerische Engagement gestärkt wird. Der chinesische Markt verlangt ebenso wie der deutsche nach Führungspersönlichkeiten mit Weitblick und Augenmaß. Wir benötigen neue Ausbildungskonzepte, die der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes für die deutsche Wirtschaft Rechnung tragen. Die Universität Witten/Herdecke kann in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnehmen", betont der 80-jährige Dr. Jackstädt, der an der Universität Witten/Herdecke u.a. einen Lehrstuhl fördert und als Industrieller ein Weltunternehmen aufgebaut hat.

Mitte 2005 geht es los, zunächst an der Partner-Uni Nanjing, ab Mitte 2006 dann an der Universität Witten/Herdecke. Die Aufbaufinanzierung dient u.a. dazu, die entsprechende Infrastruktur zu schaffen und Personal einzustellen.

Prof. Dr. Carsten Herrmann-Pilla | Sino-German School of Governance
Weitere Informationen:
http://de.sinogermanschool.com
http://www.uni-wh.de

Weitere Berichte zu: Aufbaufinanzierung SGSG

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten