Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unternehmenserfolg durch "In-Wert-Setzung von Wissen"

22.11.2004


Das Berufsförderungsinstitut Wien (bfi Wien) ist der Partner für lebenslanges Lernen


Der Begriff "lebenslanges Lernen" ist in aller Munde. Die ständige Aus- und Weiterbildung wird zur notwendigen Aktualisierung und zum Neuerwerb von Wissen und Techniken in vielen Bereichen. Aber warum ist das lebenslange Lernen so wichtig?

Die Welt von heute wird oft mit den Phänomenen Globalisierung und Informations- sowie Wissensgesellschaft beschrieben. "Wissen wird dann geschaffen, wenn Informationen problembezogen verarbeitet und für spezifische Entscheidungen zur Verfügung stehen ("Know-how"), lautet ein einfaches Modell von J. Becker. Eine Gesellschaft, für die das Wissen zu einem entscheidenden Faktor wird, lässt sich so auch als eine Wissensgesellschaft beschreiben: "Der These von der Herausbildung einer Wissensgesellschaft liegt die Vorstellung zugrunde, dass in post-industriellen Gesellschaften nicht mehr Arbeit und Eigentum, sondern Wissen gesellschaftsprägend sei. ... Gewerbliche Produktion und Handel basieren zunehmend stärker auf kognitiven Faktoren (Information, Wissen, Kreativität) als auf physischer Arbeit. Einkommen und soziale Stellung der Individuen ergeben sich aus ihrem Wissen, die soziale Ungleichheit ist zunehmend wissensbedingt. ... Die positiven Potenziale der Wissensgesellschaft werden in der rationalen Gestaltung des Zusammenlebens und in der Verbesserung von Bildungs-, Entfaltungs- und Lebenschancen des Individuums gesehen. Die Risiken liegen in den Möglichkeiten der Freiheitseinschränkung und Manipulation des einzelnen durch den Staat, Unternehmen und Medien ("gläsener Mensch"). Rasches Wachstum und Veralterung des Wissens können zu Überforderung und Desorientierung und damit wiederum zum Wunsch nach einfachen Erklärungen und zu ideologischer Radikalisierung führen", meint die Politikwissenschafterin K. Holzinger.


Wissen veraltert rasch

Gerade das rasche Veraltern des Wissens unterstreicht die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens: "Um 1800 betrug die Halbwertszeit, die Zeitdauer der Verdopplung des Wissens der Menschheit, noch 100 Jahre. Seitdem ist die benötigte Zeitdauer zur Verdopplung des Weltwissens auf 5 Jahre geschrumpft. Der Zeitraffer, mit dem bisheriges Wissen überholt und durch neues ersetzt wird, eskaliert in einem schwindelerregenden Tempo. Heute wird weltweit jede Minute eine neue chemische Formel entwickelt, alle 3 Minuten ein neuer physikalischer Zusammenhang erforscht und alle 5 Minuten eine neue medizinische Erkenntnis gewonnen", schreibt der Erziehungswissenschafter W. Marotzki." N. Graf von der Berufsakademie in Mosbach bringt die Konsequenzen daraus auf den Punkt: "Das Wertschöpfungspotenzial der Unternehmen beruht immer weniger auf der Qualität ihrer Produkte, sondern auf der In-Wert-Setzung ihres Wissens. Unternehmenserfolg hängt somit in hohem Maße von der gezielten Filterung und Bereitstellung von Wissen sowie der permanenten Weiterbildung der Mitarbeiter ab. Das bedeutet lebenslanges Lernen."

Die Bedeutung der Mitarbeiter/innen für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens ist absolut wichtig: "Unser Erfolg hängt einzig und allein von den Leuten ab, die wir aufnehmen, die bei uns bleiben und die wir fördern. Wie herausragend unsere Leistungen in den Bereichen Marketing, Design, Immobilien, Produktion, Geschäftsbetrieb, Produktentwicklung oder Forschung und Entwicklung auch sein mögen, sie werden letztendlich von den Mitarbeitern des Unternehmens interpretiert und umgesetzt", meint der Starbucks-Gründer H. Schultz. Und die Wissensgesellschaft sowie die Kommunikationstechnologien wirken sich auch auf Arbeitsformen und die Organisation aus: "Die Arbeitswelt wird mobiler, wissensorientierter und zunehmend von Technologie bestimmt", schreibt M. Streimelweger. Und weiter: "Arbeitsplatz-Modelle der Zukunft werden flexibel und individuell orientiert sein: Telearbeit, geteilte Arbeitsplätze, non-territoriale Bürokonzepte. Es wird immer mehr "Wissensarbeiter" geben." Alle diese Fakten sowie die große Bedeutung, die permanente Aus- und Weiterbildung für die individuelle Sicherheit des Arbeitsplatzes bzw. den gesteigerten "Wert" am Arbeitsmarkt haben, unterstreichen die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens.

Das bfi Wien

Mehr als 32.000 Menschen jährlich nutzen die Leistungen des bfi Wien. Die Angebote an Aus- und Weiterbildung richten sich sowohl an Menschen, die im Beruf stehen, als auch an Arbeit suchende Personen sowie an SeniorInnen. Eine Nachhilfeschule bietet professionelle Hilfe bei Schulproblemen. Unternehmen finden mit IQsolutions ein Instrument für das Personalmanagement. Weitere Highlights sind unter anderem: eine Handelsakademie/Handelsschule für Berufstätige, eine Fachhochschule sowie Lehrgänge für Integrierte Kommunikation und Event-Management, die Privatschule für Werbedesign, der Kompetenz-Check, umfangreiche Angebote an Sprachen, EDV usw. sowie eine neue innovative Jobbörse.

Die Website des bfi Wien bietet eine Online-Suche und Buchungsmöglichkeit für das Kursprogramm des bfi Wien. Der Bildungsgutschein der AK Wien ist für viele Kurse des bfi Wien einlösbar.

Mag. Josef Ranftl | bfi Wien
Weitere Informationen:
http://www.bfi-wien.or.at
http://www.work4me.at

Weitere Berichte zu: Individuum Unternehmenserfolg Wissensgesellschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie