Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Trends in der Wissenschaft: Zentralbibliothek bietet ab sofort Bibliometrie-Service für Wissenschaftler an

05.11.2004


Wissenschaftliche Leistungen von Forschungsinstituten und Wissenschaftlern in aller Welt werden oft anhand ihrer Publikationen gemessen. Dazu werden bibliometrische Indikatoren etwa die Anzahl der Veröffentlichungen und ihre Zitate zu Rate gezogen. Die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich bietet ab sofort einen "Bibliometrie-Service" an. Wissenschaftler, Firmen und Forschungseinrichtungen können sich damit einen Überblick über ihren Standort in der Wissenschaftslandschaft verschaffen.

"Die Zentralbibliothek erschließt mit dem Bibliometrie-Service ein neues und innovatives Geschäftsfeld", erklärt Dr. Rafael Ball, Leiter der Zentralbibliothek. "Nach der erfolgreichen Einführung im Forschungszentrum freuen wir uns, den Service jetzt auch außerhalb des Zentrums anbieten zu können. Unsere Stärke ist dabei unsere Unabhängigkeit." Der neue Service hilft Fragen beantworten, die sich jeder Forscher während seiner wissenschaftlichen Laufbahn stellt. Wohin gehen die Trends in der aktuellen Forschungslandschaft? Wo steht ein Institut in der internationalen Rangliste? Wie kann die eigene wissenschaftliche Leistung gemessen werden? Hier hilft die Bibliometrie als zukunftsfähiges Instrument. Experten analysieren dazu wissenschaftliche Veröffentlichungen mit mathematischen und statistischen Verfahren.

Eine wichtige bibliometrische Methode ist die Zitationsanalyse. Dabei wird gezählt, wie häufig andere Forscher auf die jeweilige Veröffentlichung Bezug nehmen. Zitate weisen auf die ursprüngliche Quelle einer Arbeit hin. Wissenschaftliche Arbeiten, die oft zitiert werden, gelten als besonders wichtig und richtungsweisend. Somit werden Zitate zu zählbaren Einheiten wissenschaftlicher Reputation. Der Blick auf die Häufigkeit, mit dem ein Thema zitiert wurde, gibt zudem Auskunft über dessen Aktualität und Perspektive. Ein tief erschlossenes Arbeitsgebiet verzeichnet zwar hohe Zitationszahlen, hat aber unter Umständen nur wenig Zukunftspotential. Ein wenig zitiertes Thema könnte noch am Anfang seiner Entwicklung stehen und sich für eine intensivere wissenschaftliche Auseinandersetzung eignen.

Nicht zuletzt kann mit der bibliometrischen Analyse der Erfolg von wissenschaftlichen Arbeiten messbar dokumentiert werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt gegenüber Entscheidungsträgern und Geldgebern, denn Forschungsgelder sind knapp immer lauter wird die Frage, nach welchen Kriterien sie gerecht vergeben werden können. Hier sind bibliometrische Methoden immer stärker gefragt.

Peter Schäfer | FZ Jülich
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de/zb/bibliometrie

Weitere Berichte zu: Zentralbibliothek

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung