Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende sehen sich gut vorbereitet auf Berufstätigkeit

16.08.2004


Bulmahn: "Studienreform für weitere Verbesserungen nutzen"


Hochschulabsolventen sehen sich nach einer repräsentativen Umfrage mit ihrem Studium in wesentlichen Kompetenzbereichen gut vorbereitet auf die Berufstätigkeit. Demnach verfügt nach eigener Einschätzung die überwiegende Mehrheit der Befragten (73 Prozent) über ein hohes Niveau an methodischen Fähigkeiten. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn will diese positiven Ergebnisse weiter ausbauen. "Die Studienreform mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen soll für weitere Verbesserungen genutzt werden", sagte sie am Montag in Berlin bei der Vorstellung der Umfrage.

Die Untersuchung erstellte die Hochschul-Informations-System (HIS) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Dafür wurden rund 8.100 Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen des Prüfungsjahrganges 2001 etwa ein Jahr nach ihrem Examen zu den bei Studienabschluss vorhandenen und im Beruf geforderten Kenntnissen und Fähigkeiten befragt.


Nach der Analyse der Daten ist die Ausgestaltung des Studiums an den Hochschulen mit entscheidend für das Kompetenzniveau der Hochschulabsolventen. Positiv wirken sich demzufolge projektorientierte Angebote sowie Bezüge zur Praxis aus. Aufgrund der Ergebnisse erscheinen integrative Ansätze, in denen Schlüsselqualifikationen wie etwa soziale aber auch Organisations- und Präsentationskompetenz gemeinsam mit fachlich-inhaltlichen Lehrstoffen verbunden angeboten werden, wirksamer als voneinander getrennte Angebote.

Bulmahn schloss sich dieser Feststellung ausdrücklich an.
"Die wichtigen sozialen Schlüsselkompetenzen müssen gleichzeitig mit den Inhalten gelehrt werden." Hier gebe es insbesondere noch beim Lehramtsstudium Bedarf. So zeige die HIS-Studie, dass 80 Prozent der Lehramtsabsolventen nach eigener Einschätzung nicht über ausreichende Sozialkompetenzen verfügen.

Defizite attestierten sich die Absolventen darüber hinaus besonders beim Zeitmanagement oder dem Verhandlungsgeschick. Auch insgesamt wird die eigene Sozialkompetenz, wie etwa das Verhandlungsgeschick, nur von einer Minderheit (31 Prozent) der Befragten als sehr gut oder gut beurteilt. Nachholbedarf sehen die Befragten auch bei den Kenntnissen von Fremdsprachen oder in Rechts- sowie Wirtschaftswissenschaften.

Nach der Umfrage bescheinigen sich Frauen häufiger als Männer gute (Selbst-) Organisations-, Präsentations- und Sozialkompetenzen (60 Prozent zu 48 Prozent bei der (Selbst-)Organisationsfähigkeit, 60 vs. 50 Prozent bei den Präsentationskompetenzen, 37 vs. 26 Prozent bei den Sozialkompetenzen). Absolventen aus den neuen Ländern sehen sich im Vergleich mit den westdeutschen in den Methodenkompetenzen (Ost: 78 Prozent, West 72 Prozent) und Präsentationskompetenzen (Ost: 59 Prozent; West: 54 Prozent) im Vorteil. Dies führen die Autoren der Studie auf die günstigeren Studienbedingungen in den neuen Ländern zurück.

| BMBF
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/pub/his_projektbericht_08_04.pdf

Weitere Berichte zu: Berufstätigkeit Bulmahn Sozialkompetenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE