Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Doppelt ist besser - Absolventen mit Doppeldiplom gefragt auf dem Arbeitsmarkt

05.07.2004


Absolventen mit einem doppelten Abschluss sind besonders gefragt auf dem Arbeitsmarkt! Dies belegt eine vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des DAAD durchgeführte Unternehmensbefragung. Präsentiert wurde das Ergebnis der Umfrage vor Vertretern aus Hochschule, Wirtschaft und Politik anlässlich einer Tagung zu Doppeldiplomstudiengängen, die der DAAD in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am 5. und 6. Juli 2004 in Berlin veranstaltete.



In jedem dritten Unternehmen haben Hochschulabsolventen mit einem internationalen Doppeldiplom bessere Einstellungschancen als ihre Kollegen mit einfachem Abschluss. In jedem fünften Unternehmen erwartet die Absolventen sogar eine höhere Einstiegsposition und ein höheres Einstiegsgehalt. Ist der Absolvent dann eingestellt, stehen ihm alle Türen offen: In über 40 Prozent der Unternehmen haben Mitarbeiter mit Doppelabschluss bessere Aufstiegschancen.

... mehr zu:
»DAAD »DFH »Doppeldiplom


Befragt wurden Personalleiter und Personalverantwortliche für Hochschulabsolventen in über 300 Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern. Zwei von drei der befragten Unternehmen gaben an, dass interkulturelle Kompetenzen bei über 50 Prozent der Einstellungen eine wichtige Rolle spielen. Dabei rangieren Fremdsprachenkenntnisse, in erster Linie Englisch, Flexibilität/Lernfähigkeit, Mobilität und Teamfähigkeit ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen. Allgemeine landeskundliche und spezielle fachliche Kenntnisse (ausländische Märkte, technische Standards, Geschäftspraktiken) werden als weniger wichtige interkulturelle Kompetenzen eingestuft. Die Unternehmen legen darüber hinaus Wert darauf, dass das Studium im Ausland länger als nur ein Semester dauert und dass es ein Praktikum beinhaltet. Jedes dritte Unternehmen gab an, dass Mitarbeiter mit einem internationalen Doppeldiplom, insbesondere in Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften bessere Einstellungschancen hätten; dies gilt vor allem für die Unternehmensbereiche Marketing sowie Forschung und Entwicklung.

"Die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln durchgeführte Befragung von Unternehmen zu internationalen Doppeldiplomabschlüssen kommt für die Studierenden und Absolventen solcher Abschlüsse zu ermutigenden Ergebnissen", stellten DAAD-Generalsekretär Christian Bode und DFH-Präsident Albert Hamm fest.

Mit über 100 integrierten binationalen Doppeldiplom-Studiengängen und rund 130 Partnerhochschulen in Deutschland und Frankreich gilt die Deutsch-Französische Hochschule als Vorbild der grenzüberschreitenden Hochschulkooperation. Dabei betont die Hochschule, dass die Curricula ihrer Studiengänge gekennzeichnet seien durch eben diese von den Unternehmen geforderten soft-skills der Absolventen.

Seit vier Jahren fördert auch der DAAD mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Doppeldiplom-Studiengänge mit anderen Ländern. Gegenwärtig werden Studiengänge in einem Dutzend Fachrichtungen mit Partnern in acht europäischen Ländern und in Neuseeland gefördert.

Auch die HRK zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden und plädierte gleichzeitig für einen Ausbau von Studiengängen mit binationalem Abschluss. Zurzeit hat die Hochschulrektorenkonferenz über 200 Studiengänge mit doppeltem Abschluss registriert.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Marina Steinmann, DAAD; Tel.: 0228 882 439, E-Mail: steinmann@daad.de
Dr. Achim Haag, DFH; Tel.: 0681 501 1381, E-Mail: haag@dfh-ufa.org
Christian Tauch, HRK, Tel.: 0228 887 120, E-Mail: tauch@hrk.de

Susanne Schilden | idw
Weitere Informationen:
http://www.hrk.de

Weitere Berichte zu: DAAD DFH Doppeldiplom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Wolkenmacher“: Wie Unternehmen Vertrauen aufbauen

18.08.2017 | Unternehmensmeldung

Beschichtung lässt Muscheln abrutschen

18.08.2017 | Materialwissenschaften

Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie