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Trend zum Studium setzt sich fort

09.02.2004


Bulmahn: "Studium für alle unabhängig vom Geldbeutel der Eltern möglich"



Das Studium ist für die jungen Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren wieder deutlich attraktiver geworden. Nach einem Bericht des Hochschul-Informations-Systems (HIS) betrug der Anteil der Studienberechtigten des Jahrgangs 2002, der bereits ein Studium aufgenommen oder sicher geplant hatte, 73 Prozent. Damit habe die Studierquote seit 1990 zum ersten Mal wieder zugenommen (plus 7 Prozentpunkte im Vergleich zu 1999), teilte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Montag in Berlin mit. Bundesministerin Edelgard Bulmahn sieht darin einen Erfolg der Politik der Bundesregierung. "Mit der BAFöG-Reform haben wir jungen Menschen aus wirtschaftlich schwächeren Familien das Studium ermöglicht."

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Erfreulich sei auch die überdurchschnittlich hohe Steigerungsrate der Studierfreudigkeit bei Frauen. Zudem gebe es ein deutliches Potenzial für die neu strukturierten Bachelor- und Master-Studiengänge. "Das große Interesse an den reformierten Studiengängen zeigt, wie wichtig und richtig der Bologna-Prozess für eine international ausgerichtete Neuordnung unserer Studienstruktur ist," sagte Bulmahn.

Die Ministerin will den Ausbau des BA und MA-Angebotes weiter voran treiben. Außerdem müssten die Studienbedingungen verbessert und die hohe Abbrecherquote verringert werden, sagte Bulmahn: "Wir brauchen in Deutschland immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können."

Die HIS-Studie "Studienberechtigte 2002 ein halbes Jahr nach Schulabgang" zeigt ein anhaltendes Interesse der Studienberechtigten an den Wirtschaftswissenschaften. Sie sind mit konstant hohem Anteil (10 Prozent aller Studienberechtigten im Jahr 2002) die beliebteste Fachrichtung. Ihnen folgen die Lehramtsstudiengänge mit 9 Prozent, wobei sich hier nach einem Rückgang im Lauf der neunziger Jahre bis auf 5 Prozent der Studienberechtigten 1999 nun eine klare Trendumkehr einstellt.

HIS befragte im Auftrag des BMBF seit 1976 regelmäßig Studienberechtigte zu ihrem Studien- und Berufsausbildungswahlverhalten. Die Befunde werden differenziert nach Geschlecht, Herkunft aus alten und neuen Ländern, sowie nach dem Bundesland des Erwerbs der Hochschulreife dargestellt und mit den Ergebnissen der früher untersuchten Jahrgänge (1990, 1994, 1996 und 1999) verglichen.

Gedruckte Exemplare des Berichts können direkt bei der HIS GmbH, Goseriede 9, 30159 Hannover, E-Mail: gray@his.de bezogen werden.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.his.de/Service/Publikationen/Kia

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