Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Stipendienprogramm für Studiengang "Molecular and Cellular Biology" der Universität Heidelberg

04.12.2000


Internationaler Master-Studiengang "Molecular and Cellular Biology" startete im Wintersemester 2000 an der Universität Heidelberg - Sieben der ausländischen Studierenden erhielten heute ein Stipendium, das hälftig von
der C.H.S.-Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert wird

Die Fakultät für Biologie der Universität Heidelberg richtete zum Wintersemester 2000 den internationalen Master-Studiengang "Molecular and Cellular Biology" (MCB) ein. Er startete mit 15 Studierenden: zehn ausländischen und fünf deutschen. Sieben der ausländischen Studierenden erhielten heute ein Stipendium, das hälftig von der C.H.S.-Stiftung und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert wird. Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke unterstrich bei der Verleihung die Bedeutung neuer Studiengänge für die zunehmende Internationalisierung der Universität Heidelberg. Er hob den Verdienst von Sponsoren bei der Finanzierung besonderer Programme der Universität hervor und dankte den Stiftern Prof. Chica und Prof. Heinz Schaller im Namen der Ruprecht-Karls-Universität.

Studierende in der Molekularen Biologie sind heutzutage heiß umworben. Die Forschungsbereiche Molekulare Biologie und Biotechnologie expandieren sehr rasch und brauchen hochqualifizierten Nachwuchs. Das gilt auch für die molekularbiologische Forschung und Biotechnologie in Heidelberg. Um als Ausbildungs- und Forschungsstandort noch attraktiver für ausländische Studierende zu werden, richtete die Fakultät für Biologie den neuen MCB-Studiengang ein, für den 80 Bewerbungen von einer Kommission gesichtet wurden.

Master-Studiengang zeichnet sich durch Arbeit in kleinen Gruppen aus

Zehn der ausgewählten 15 Studierenden kommen aus dem Ausland, fünf aus Deutschland. Sie haben alle schon drei Jahre oder länger in einem biologischen Fach studiert und besitzen einen Abschluss auf Bachelor-Niveau, was in Deutschland einem etwa dreijährigen Studium entspricht. Das Master-Studium in "Molecular and Cellular Biology" dauert anderthalb Jahre und befähigt die Studierenden nach erfolgreichem Abschluss, als Doktorand in einem Forschungslabor zu arbeiten. Der Master-Studiengang zeichnet sich durch die Arbeit in kleinen Gruppen aus. Dozenten erläutern exemplarisch Problemstellungen in der Molekularbiologie und leiten im Labor zu experimenteller Forschung an. Die Arbeitssprache ist englisch, entsprechend der Fachsprache in der naturwissenschaftlichen Forschung. Dozenten des Studiengangs sind an der Universität Heidelberg, dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) und dem Max-Planck-Institut (MPI) für Medizinische Forschung angesiedelt.

Hervorragende Studierende aus aller Welt anwerben

Ein Problem für viele Studierende - vor allem für die ausländischen - ist es, ihr Studium zu finanzieren. Universitäten in den USA verfügen meist über einen Pool von Stipendien, aus dem hervorragende Studierende aus aller Welt angeworben werden können. Ein erster Schritt zu einer solchen Förderung im Master-Studiengang "Molecular and Cellular Biology" konnte mit Hilfe der C.H.S.-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) nun gemacht werden.

Rektor Prof. Dr. Jürgen Siebke überreichte heute die sieben Stipendien an Fei Ying Cheong (University of Malaysia, Kuala Lumpur), Jaime Greene (G. Washington University, Washington, USA), Danzhi Huang (Shanghai University, China), Tracy La Grassa (State University of New York, USA), Felipe Mora-Bermúdez (University of Costa Rica, San José), Fabrizia Stavru (Freie Universität Berlin) und Jiancong Xu (Fudan University, Shanghai, China). Der Gesamtumfang beträgt 73 500 Mark und erlaubt es, jedem der sieben Studierenden für 15 Monate ein Stipendium von 700 Mark im Monat zur Verfügung zu stellen.

C.H.S.-Stiftung: Schwerpunkte in Neurobiologie und molekularer Infektiologie

Die C.H.S.-Stiftung hat sich die Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin mit Schwerpunkten in Neurobiologie und molekularer Infektiologie an universitären Forschungseinrichtungen zum Ziel gesetzt. Eine der an der Universität Heidelberg geförderten Maßnahmen ist die Vergabe von Stipendien zur wissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung von Postdoktoranden, Doktoranden und Studierenden. Die beiden Stifter, Chica und Heinz Schaller, sind der Universität Heidelberg, der Fakultät für Biologie und dem Zentrum für Molekulare Biologie (ZMBH) seit langer Zeit verbunden. Prof. Dr. Chica Schaller hat viele Jahre an der Universität Heidelberg gelehrt und war Forschungsgruppenleiterin am Europäischen Labor für Molekularbiologie, dem Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung und dem ZMBH. Heute ist sie geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Molekulare Neurobiologie der Universität Hamburg.

Prof. Heinz Schaller entwickelte ersten gentechnisch hergestellten Impfstoff

Prof. Dr. Heinz Schaller ist emeritierter Ordinarius für Molekularbiologie und Mikrobiologie am ZMBH. Er war schon früh erfolgreich und engagiert in der Umsetzung von Ergebnissen aus seiner Grundlagenforschung in die biomedizinische Praxis. Zusammen mit der Forschergruppe von Ken Murray (Edinburgh) und der Biotechnologiefirma Biogen S.A. gelang es ihm, einen sicheren Impfstoff gegen Hepatitis B - den ersten gentechnisch hergestellten - zu entwickeln. Seit 1985 wird dieser Impfstoff millionenfach gegen Hepatitis B, eine der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten, eingesetzt.

Rückfragen bitte an:
Prof. Dr. Bernhard Dobberstein
ZMBH, Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 282, 69120 Heidelberg
Tel. 06221 546825, Fax 545892
dobberstein@zmbh.uni-heidelberg.de

oder:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw

Weitere Berichte zu: Biologie Labor Master-Studiengang Neurobiologie Stipendium ZMBH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

nachricht Max Planck School of Photonics: Nationales Exzellenznetzwerk für Photonikforschung ausgewählt
04.09.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften