Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einmalig in Deutschland: Studiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr

25.07.2003


Großbrand, Flut oder Flugzeugabsturz sind seltene Ereignisse. Trotzdem muss die Gesellschaft darauf vorbereitet sein. Das entsprechende Rüstzeug kann man ab Herbst in Magdeburg erwerben. Erstmalig in Sachsen-Anhalt gibt es dabei die Doppelimmatrikulation an Uni und FH in einem Direktstudiengang der zu Bachelor und Master führt.



Mit dem Wintersemester 2003/04 startet der neue gemeinsame Studiengang "Sicherheit und Gefahrenabwehr" der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Nach sieben Semestern kann ein Bachelor-Abschluss erreicht werden und nach weiteren drei Semestern ist ein Master-Abschluss möglich. Die Einschreibung führt zur Doppelimmatrikulation an Hochschule und Universität. Die Lehrveranstaltungen finden an beiden Hochschulen statt.

... mehr zu:
»Brand »Flut »Gefahrenabwehr


Mit dem neuen Studiengang wird sowohl fachlich Neuland beschritten als auch auch in der Zusammenarbeit von Universität und Fachhochschule. Der Rektor der Univer-sität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann: "Mit diesem Studienangebot knüpfen wir an die Tradition der 80er Jahre an. Schon damals wurde das Führungspersonal der Berufsfeuerwehr bei uns ausgebildet. In der Konkurrenz mit anderen Standorten, die sich um diesen Studiengang bemüht haben, hat diese Vorgeschichte eine große Rolle gespielt."

Prof. Dr. Andreas Geiger, Rektor der Fachhochschule, freut sich besonders darüber, "dass nur ein Jahr nach der Flutkatastrophe die beiden Magdeburger Hochschulen ihre Verantwortung für ein solches gemeinsames Studienkonzept unterstreichen." Die durch die Flut entstandene Dringlichkeit habe die Absicht befördert, dass Universität und Fachhochschule erstmals gemeinsam ein Studienprogramm anbieten.

Großbrand, Flut oder Flugzeugabsturz sind seltene Ereignisse. Trotzdem muss die Gesellschaft darauf vorbereitet sein. Dazu werden Szenarien entwickelt. Diese stellen denkbare alternative Zukunftsentwicklungen dar und erlauben es, Abwehrmaßnahmen und entsprechende Managementstrategien abzuleiten. Ihre Ausarbeitung erfordert die Beherrschung naturwissenschaftlicher und technischer Grundlagen sowie deren Anwendung. Hinzu kommt die besondere Berücksichtigung des Managements von Krisensituationen. Die Ausbildung im Studiengang "Sicherheit und Gefahrenabwehr" ist demzufolge naturwissenschaftlich-technisch orientiert mit Schwerpunkten in Mathematik, Physik, Chemie, Thermodynamik, Bauwesen, Umweltschutz, Strömungsdynamik sowie Spezialfächern wie Brand- und Explosionsschutz, Anlagensicherheit, Baulicher Brandschutz, Schadstoffausbreitung, Störfallfolgen, Technik und Taktik der Gefahrenabwehr. Sie beinhaltet aber auch psychosoziale Aspekte beim Einsatz, Laborpraktika und Spezialisierungen wie Hochwasserschutz und Rettungswesen.

Im 4. Semester ist ein Praktikum vorgesehen, zum Beispiel als Grundausbildung bei der Feuerwehr oder als Industriepraktikum. Die späteren beruflichen Chancen werden - nicht nur weil es sich um ein einmaliges Angebot in Deutschland handelt - als besonders gut eingeschätzt, beispielsweise im höheren und gehobenen Dienst der Feuerwehr, in Fachbehörden des Brand-, Katastrophen- und Umweltschutzes, Ingenieur- und Sachverständigenbüros, bei Herstellern von Sicherheitstechnik, im Sicherheitsmanagement in Unternehmen oder als Sachverständige bei Versicherungen und Banken.

Magdeburg ist als Ausbildungszentrum für diesen Studiengang geradezu prädestiniert, da bundesweit und selbst international die enge räumliche Bündelung der Kompetenzen an Hochschule, Universität, Institut der Feuerwehr Heyrothsberge sowie Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge kaum vergleichbar ist. Außerdem wird eine Tradition in Magdeburg aufgegriffen - bereits von 1967 bis 1993 wurden an der damaligen TH bzw. TU Brandschutz-Diplom-Ingenieure und an der Fachschule Heyrothsberge Brandschutzingenieure ausgebildet.

Zulassungsvoraussetzung ist die Allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife, Interessenten können sich bis zum bis zum 30.9.2003 um einen Studienplatz bewerben.

Fachliche Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Michael Rost
Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), Fachbereich Bauwesen
Telefon: 0391 - 886-4808, Fax: - 886-4213
E-Mail: michael.rost@bw.hs-magdeburg.de

Dr.-Ing. Marcus Marx
OvG Universität Magdeburg, Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Telefon: 0391 - 671-8115, Fax: -1128
E-Mail: marcus.marx@vst.uni-magdeburg.de

Norbert Doktor | idw
Weitere Informationen:
http://www.bauwesen.hs-magdeburg/sga
http://www.uni-magdeburg.de/fvst/sga

Weitere Berichte zu: Brand Flut Gefahrenabwehr

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

New insights into the ancestors of all complex life

29.05.2017 | Earth Sciences

New photocatalyst speeds up the conversion of carbon dioxide into chemical resources

29.05.2017 | Life Sciences

NASA's SDO sees partial eclipse in space

29.05.2017 | Physics and Astronomy