Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Förderprogramm für Nachwuchsforscher

20.07.2000


Das Studium der Chemie mit Schwerpunkt Polymerforschung wird in Mainz attraktiver. Unter der Federführung des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie weitere internationale Forschungseinrichtungen als International Max Planck Research School zusammengefunden, um den Forschungsstandort Mainz zu stärken. Das Abwandern besonders begabter Nachwuchswissenschaftler vor allem in die USA soll zum einen verhindert und der Standort Mainz als herausragendes Zentrum naturwissenschaftlicher Förderung in Deutschland für junge ausländische Forscher attraktiver gemacht werden.

Um den dringend benötigten wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, finanzieren die beteiligten Einrichtungen und die Max-Planck-Gesellschaft interdisziplinäre Promotionsvorhaben und bieten eine hochrangige Zusatzausbildung an.

Beteiligt an dieser Forschungsinitiative sind neben den beiden Mainzer Einrichtungen Universitäten in
- Eindhoven, Niederlande

... mehr zu:
»School »Zusatzausbildung

- Leuven, Belgien
- Strasbourg, Frankreich
- Patras, Griechenland

- Heraklion, Griechenland
Mit einigen US-amerikanischen Hochschulen bestehen Vereinbarungen über Austauschprogramme. Studenten, die sich für die International Max Planck Research School erfolgreich beworben haben, werden in Mainz und an mindestens einer der beteiligten ausländischen Universitäten forschen und auch promovieren. Begleitend zu den Forschungsarbeiten erhalten sie eine Zusatzausbildung, die alle Bereiche der Entwicklung von Polymeren als Materialien für neue Technologien betrifft. Sie besteht aus der individuellen Betreuung der Jungforscher durch erfahrene Wissenschaftler am Standort Mainz sowie Sommer- bzw. Winterschulen. Die Gruppe setzt sich aus jeweils ca. 25 Stipendiaten, die aus dem Programm finanziell gefördert werden, zusammen, wobei die Hälfte der Teilnehmer aus dem Ausland kommen wird. Die Förderungsdauer ist auf 1 ½ Jahre begrenzt. Die erfolgreiche Teilnahme an diesem Programm wird durch die Doktorarbeit belegt und in einem wissenschaftlichen Kolloquium nachgewiesen. Es wird zudem erwartet, daß ein Teil der Forschungstätigkeit an einer der beteiligten ausländischen Hochschulen durchgeführt wird. Bereits im September finden die beiden ersten Intensivschulungen in englischer Sprache für die ca. 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Staaten von vier Kontinenten statt.

Die International Max Planck Research School wird nach Ablauf von drei Jahren von einer unabhängigen Gutachterkommission überprüft. Bundesweit wurden bisher acht weitere Schulen von der MPG zu verschiedenen überwiegend naturwissenschaftlichen Themen eingerichtet, weitere Einrichtungen sind geplant.

Das 1983 gegründete Max-Planck-Institut für Polymerforschung ist von Anfang an durch zahlreiche Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Forschungseinrichtungen sehr international ausgerichtet. Von den derzeit ca. 140 Doktoranden kommen ca. 30% aus dem Ausland, mit steigender Tendenz. Damit ist die Grundlage für den Erfolg der International Max Planck Research School für Polymerwissenschaften in Mainz bereits gelegt.

Kerstin Schwiesow |

Weitere Berichte zu: School Zusatzausbildung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik