Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studentenboom an der Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaft

04.10.2000


Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität kann sich über mangelnden Zuspruch wahrlich nicht beklagen. Über 800 Anfänger haben sich für das jetzt beginnende
Wintersemester angemeldet. Das ist neuer Rekord. Dazu kommen noch einmal über 400 Studierende, die Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren wollen, das Wirtschaftsstudium also mit einer technischen Disziplin verbinden. Erfreulich auch, dass unter den 800 Neuen wieder über 100 ausländische Studierende sind.
Damit überspringt die Fakultät erstmals in diesem Semester die magische Zahl von 2000 Studierenden. Rechnet man die Kombinationsstudiengänge dazu, betreut die Fakultät sogar 3300 Studierende. Besonders erfreulich für die Magdeburger Uni ist dabei, dass ihre Wirtschaftsfakultät deutlich stärker nachgefragt wird als entsprechende Fakultäten anderer Universitäten. Was die Anfängerzahlen angeht, haben die Magdeburger inzwischen so renommierte Konkurrenten wie die Unis in Bochum, Heidelberg, Mannheim und Berlin hinter sich gelassen. Auch im ostdeutschen Vergleich kann da keine andere Wirtschaftsfakultät mithalten.
Der Erfolg hat viele Gründe. Ein modernes Studienangebot, das international orientiert ist und den Studierenden zehn verschiedene Studiengänge in einem modularen System bietet, eröffnet Möglichkeiten, die an anderen Orten nicht zu finden sind. Dazu kommt, dass trotz der gestiegenen Studentenzahlen die Betreuung der Studierenden immer noch vorbildlich ist. Das gute Klima an der Fakultät und die gute Zusammenarbeit von Professoren, Mitarbeitern und Studierenden tragen dazu entscheidend bei. Alles zusammen hat dazu geführt, dass die Fakultät weit über die Grenzen des Landes einen guten Ruf hat - und der macht sich bemerkbar. Immer mehr Studierende kommen aus den alten Bundesländern und dem Ausland nach Magdeburg. Die Wirtschaftsfakultät ist längst keine regionale Einrichtung mehr.
Der einzige Wermutstropfen: Die große Zahl der Anfänger schafft räumliche Probleme. Die Uni Magdeburg verfügt nur über einen großen Hörsaal und der hat gerade 450 Plätze. Da die Fakultät für Informatik eine ähnlich erfreuliche Entwicklung verzeichnen kann, wird es eng. Viele Veranstaltungen müssen doppelt angeboten werden und das führt zu einer erheblichen Mehrbelastung des Personals. Die Landesregierung wird sich überlegen müssen, ob sie an der Vorstellung festhalten will, die Universität der Landeshauptstadt sei eine Regionaluni mit rückläufigen Studierendenzahlen. Die Realität spricht eine ganz andere Sprache.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joachim Weimann, Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391-67-18547, Fax: 0391-67-12971, Email: Joachim.Weimann@ww.uni-magdeburg.de

 Waltraud Riess | idw

Weitere Berichte zu: Studentenboom Wirtschaftswissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie