Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start für neuartigen Studiengang Systems Engineering

04.09.2000


Erstmalig zum Wintersemester 2000/2001 können sich 80 Studierende für den in Deutschland einzigartigen Studiengang Systems Engineering an der Essener Universität einschreiben. Der Studiengang, der sich am Bachelor/Master-Modell ausrichtet und transdisziplinär angelegt ist, wurde
nunmehr offiziell durch das Wissenschaftsministerium bestätigt.

Wer mit dem neuen Studienjahr die Ausbildung zum Systems Engineer beginnt, erhält eine in der Wirtschaft sehr gefragte und konsequent praxisorientierte Ausbildung für die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche im Umfeld von Computern, Internet und E-Business. Neben der hier vermittelten ganzheitlichen, systembezogenen Sichtweise stehen Methoden und Werkzeuge zur Beherrschung komplexer technischer Systeme. Damit ist der Systems Engineer gezielt für die in der Wirtschaft immer wichtiger werdenden Schnittstellenfunktionen qualifiziert, in denen informations- und kommunikationstechnische Aspekte mit ingenieurwissenschaftlichen, ökonomischen, sozialen und organisatorischen Randbedingungen kombiniert und optimiert werden müssen. Die Absolventen des Bachelor - Studiengangs werden so hervorragend auf ihren Einsatz in attraktiven und zukunftssicheren Bereichen der Wirtschaft vorbereitet sein, was auch die äußerst positiven Rückmeldungen von namhaften Wirtschaftsunternehmen belegen, mit denen die Konzepte bereits in einer frühen Phase diskutiert wurden.
Das Lehrangebot der Essener Universität für diesen Studiengang wurde - im Gegensatz zu den klassischen Studienangeboten - konsequent berufsfeldbezogen aus allen relevanten Disziplinen zusammengestellt. Es bezieht seine Inhalte aus dem Bereich des Grundlagenwissens und aus der fachlichen Spezialisierung mehrerer traditioneller Studiengänge. So steht neben der Vermittlung von besonderen informations- und kommunikationstechnischen Kenntnissen und Fähigkeiten auch das Erlernen wichtiger Inhalte aus der Wirtschaftsinformatik, der Betriebswirtschaft und dem Ingenieurwesen.

Auch bei der Vermittlung der Inhalte werden neue Wege beschritten. Neben klassischen Vorlesungen werden Unternehmensplanspiele, Fallstudien und projektorientierte Gruppenarbeiten eine realitätsnahe Vorbereitung auf das Berufsleben ermöglichen. Bereits vom ersten Semester an werden die Studierenden praktisch mit aktuellen Technologien arbeiten und im Laufe ihres Studiums gängige Software-Werkzeuge für die unterschiedlichen Aufgaben kennen lernen. Die Möglichkeiten der modernen Informations- und Kommunikationstechnik sollen dabei nicht nur Gegenstand der Lehre sein, sie sollen auch, z. B. in Form von computerbasierten Lehrmodulen, bei der Vermittlung des Stoffs genutzt werden.

Um die Absolventen auf spezifische Berufsfelder vorzubereiten, werden unterschiedliche anwendungsbezogene Vertiefungen angeboten, von denen jeweils eine gewählt werden kann. Mit den Richtungen Network Systems Engineering, Software Systems Engineering und Business Systems Engineering wird das gesamte Spektrum von der Netzinfrastruktur zur Übermittlung der Informationen über die Software zu deren Verarbeitung und Speicherung bis hin zu ihrer Nutzbarmachung in Form von betrieblichen Anwendungssystemen für unterschiedliche Bereiche abgedeckt. Durch die weitere Vertiefung Verkehrstelematik wird ein
weiteres aktuelles Gebiet angeboten, das sich mit Verkehrsleitsystemen für Schienen- und Straßenverkehr beschäftigt. Sobald die ersten Absolventen ihren Abschluss erworben haben werden, wird das Studienangebot durch ein gleichnamiges Master-Studium erweitert werden. In weiteren drei Semestern können sich interessierte Absolventen dann für mehr wissenschaftlich geprägte Aufgaben in Forschung und Entwicklung weiter qualifizieren.

Der Studiengang wurde in der beispielhaften und intensiven Zusammenarbeit einer Gruppe von Essener Professoren aus den Bereichen Informatik, Wirtschaftsinformatik, Kommunikationstechnik und Ingenieurwissenschaften unter Beteiligung des Hochschulrechenzentrums konzipiert, so dass von den ersten Ideen bis zur Einführung zum Wintersemester 2000 wenig mehr als ein Jahr vergangen sein wird. Dazu hat auch eine zügige Bearbeitung und Genehmigung des Antrags durch das Wissenschaftsministerium beigetragen.

Weitergehende Informationen zum neuen Studiengang sind im Internet unter http://tdrwww.exp-math.uni-essen.de/ zu finden. Die Anmeldung für den neuen Studiengang wird ab dem 11. September direkt an der Universität GH Essen möglich sein.


Redaktion: Maren Beuscher, Telefon: (02 01) 1 83-20 87
Weitere Informationen: Professor Dr. Erwin Rathgeb, Telefon: (02 01) 1 83-76 70


Universität - Gesamthochschule Essen, Pressestelle, 45117 Essen
Telefon: (02 01) 1 83-20 88 - Telefax: (02 01) 1 83-30 08
e-mail: pressestelle@uni-essen.de - Internet: http://www.uni-essen.de/pressestelle
Besucheranschrift: Universitätsstraße 2, 45141 Essen, Gebäude T01, 6. Etage, Raum B13
Verantwortlich: Monika Rögge, Telefon: (02 01) 1 83-20 85

Monika Roegge |

Weitere Berichte zu: Engineering Wirtschaftsinformatik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops