Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wissenschaftlicher Nachwuchs bezieht Position

04.04.2001


... mehr zu:
»Juniorprofessur
Junge Akademie stellt Thesenpapier zu den Reformplänen der Bundesregierung im Internet zur Diskussion

Mit einem Positionspapier "Wie werde ich ProfessorIn?" nimmt Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina Stellung zum Hochschulreformkonzept von Bildungsministerin Bulmahn. Die Thesen der Jungen Akademiker zu den Themen Juniorprofessur, Promotion sowie Karriere und Familie können über ein interaktives Diskussionsforum auf der Internetseite der Junge Akademie direkt kommentiert und ergänzt werden ( http://www.diejungeakademie.de ).

Nach Auffassung der Nachwuchswissenschaftler übersehen sämtliche Reformvorschläge die Problematik der doppelten Karriereplanung bei Akademikerpartnerschaften ("coupled career") und der Vereinbarkeit von Hochschullaufbahn und Familie. In den meisten Fällen werde einer der Partner - in der Regel die Partnerin - gezwungen, die eigene wissenschaftliche Laufbahn zugunsten der Karriere des Partners abzubrechen. Die Junge Akademie fordert darum die Universitäten auf, Ko-Karrieren durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen. Außerdem fordert sie die Einrichtung von ganztägigen Kinderbetreuungsstätten an Universitäten.

Die geplante Einführung einer Juniorprofessur wird begrüßt. Die Juniorprofessur ermöglicht frühzeitig die selbständige Forschungsarbeit von Nachwuchswissenschaftlern. Damit werden aus Sicht der Jungen Akademie Voraussetzungen geschaffen, das kreative Forschungspotenzial von Nachwuchswissenschaftlern effektiver zu nutzen. Das vorgeschlagene Modell solle jedoch nach dem Vorbild des amerikanischen "tenure-track"-Systems revidiert werden. Die Juniorprofessur müsse im Regelfall bei positiver Evaluation in eine unbefristete Professur übergehen.

Zur Verkürzung der Promotionsphase schlägt das Positionspapier vor, Promovierende von selbständigen Lehrverpflichtungen zu entlasten und strukturierte Graduiertenstudiengänge einzuführen.

Verfasser des Positionspapiers ist die Arbeitsgruppe Wissenschaftspolitik der Jungen Akademie. Die Junge Akademie wurde als Akademie des wissenschaftlichen Nachwuchses im Juni 2000 gegründet. Ihre Aufgaben liegen in der Pflege des wissenschaftlichen, insbesondere interdisziplinären Diskurses auf Nachwuchsebene und in der Förderung von Initiativen an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft.

Weitere Auskünfte: Dr. Giovanni Galizia (Sprecher der AG Wissenschaftspolitik), Tel.: 030/838-52058, E-Mail: galizia@diejungeakademie.de, oder Dr. Elisabeth Hamacher (Koordinatorin der Jungen Akademie), Tel. 030/20370-655, E-Mail: hamacher@diejungeakademie.de.

Renate Nickel | idw

Weitere Berichte zu: Juniorprofessur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Regensburger Forscher entwickeln weltweit einzigartiges Online-Mentoring-System
10.01.2018 | Universität Regensburg

nachricht Neues Virtual Reality-Labs für Medizinstudierende: Lernen mit Cyber-Herz und virtuellem Darm
10.01.2018 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie