Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Studienangebot Geschlechterforschung startet zum Sommersemester 2001

08.01.2001


Die Nachfrage nach einem Studiengang Geschlechterforschung besteht schon seit langem. Zum Sommersemester 2001 wird nach Senatsbeschluss vom 20. Dezember 2000 der Wunsch zur Realität: Als Magister-Nebenfach kann
Geschlechterforschung nun mit einem spannenden und vielfältigen Lehrangebot in Göttingen studiert werden.

Die Universität bindet damit ein wissenschaftliches Potenzial zusammen, das bereits eine lange Lehr- und Forschungstradition hat, bisher aber in unterschiedlichen Fächern aufgehoben war. Zugleich werden mit diesem neuen Studienangebot Qualifikationen bereitgestellt, die von Wissenschaft, Politik und Wirtschaft dringend nachgefragt werden.

Das Studium der Geschlechterforschung befasst sich aus interdisziplinärer Perspektive mit der sozialen Kategorie Geschlecht. Es werden grundlegende Kenntnisse zur kulturellen Konstruktion von Geschlecht vermittelt und die Problematik des Geschlechterverhältnisses - Gleichheit, Differenz, Hierarchie - in Geschichte und Gegenwart thematisiert. Das neue Studienangebot geht auf die Initiative der Vizepräsidentin Carola Lipp und einer Arbeitsgruppe aus Lehrenden der beteiligten Fächer zurück. Seit dem Sommersemester 2000 gibt es einen Vorstand mit Prof. Dr. Theodora Lemmermöhle (Pädagogik), Prof. Dr. Carola Lipp (Volkskunde), Prof. Dr. Heide Inhetveen (Agrarwissenschaften) und Dr. Ilse Costas (Soziologie).

Die interdisziplinäre Struktur mit 17 beteiligten Fächern ermöglicht den Studierenden, Perspektiven und Methoden vieler Disziplinen miteinander zu verknüpfen und einen kritisch-reflexiven Blick gegenüber den traditionellen Wissenschaften zu gewinnen.

Diese Struktur wird auch durch fünf inhaltliche Schwerpunkte gebündelt: 1) Konzepte von Körper und Individuum; 2) Soziale Beziehungen; 3) Arbeit, Wirtschaft, materielle Kultur; 4) Politische Kultur und soziopolitische Systeme; 5) Sprache, Literatur, Text- und Bildmedien, Glaubens- und Wissenssysteme. Die Studierenden können hier eine Spezialqualifikation im Rahmen der Magisterausbildung erwerben, die auf unterschiedlichste Tätigkeitsfelder hinführt, wie z.B. Hochschule und andere Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Publikations- und Medienunternehmen, Verbände, Öffentliche Verwaltung, Management und vieles mehr.

Kontakt und weitergehende Informationen:
Helga Hauenschild, Koordinationsstelle Geschlechterforschung,
Pädagogisches Seminar,
Baurat-Gerber-Str. 4/6
Tel: 0551/39-9457,
E-Mail: hhauens@gwdg.de

Presse- und Informationsbüro | idw

Weitere Berichte zu: Geschlecht Geschlechterforschung Studienangebot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Wie ein Roboter Kita-Kindern Sprachen beibringt
14.07.2017 | Universität Bielefeld

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie