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"New Economy" als Lernsystem für Studierende

19.03.2001


Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie wirkt sich auch auf wirtschaftliche Prozesse aus: Produktion, Handel und Vermarktung wandeln sich zusehends und es ist schon von einer "New Economy" die Rede.
Diese Veränderungen werden in vielen Hochschulstudiengängen noch zu wenig berücksichtigt. Um das zu ändern, fördert das Bundesforschungsministerium ein Projekt an der Universität Würzburg mit 645.000 Mark.

Das Projekt "New Economy" ist am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rainer Thome (BWL und Wirtschaftsinformatik) angesiedelt und wird in Kooperation mit Wissenschaftlern in Berlin, Trier und Bochum durchgeführt. Es läuft im Rahmen des Programms "Neue Medien in der Bildung", für welches das Bundesforschungsministerium insgesamt 390 Millionen Mark bereitstellt. Ziel: An den Hochschulen soll unter anderem der Einsatz von Neuen Medien und Lernsoftware vorangebracht werden.

Der Begriff "New Economy" stehe, so Projektmitarbeiter Holger Mertens, für die Neuorganisation von Geschäftsprozessen aufgrund der Integrationsmöglichkeiten bei der Informationsverarbeitung: Wenn Handel und Marketing über das Internet betrieben werden, dann müsse die gesamte Wertschöpfungskette vom Hersteller bis zum Endverbraucher neu organisiert werden.

Diese neuen Wirtschaftsstrukturen würden in den herkömmlichen Studiengängen nicht genug berücksichtigt, so Mertens. Hier wolle das Würzburger Projekt eine Lücke schließen: Neue Lehrinhalte und Lernmaterialien, die das Grundlagenwissen für die "New Economy" vermitteln sollen, werden auf Multimedia-Basis erstellt und umgesetzt. Dazu werden wirtschaftswissenschaftliche, technische und kreativ ausgerichetete Studiengänge vernetzt und didaktische Konzepte zur Förderung der Kreativität angewendet.

Das Projekt läuft bis Ende 2003. Da die neuen Lehrinhalte an der Uni Würzburg gleich zum Einsatz kommen sollen, können alle, die hier Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaftsinformatik oder den MBA-Studiengang "Business Integration" belegen, unmittelbar von den neuen Erkenntnissen profitieren.

Weitere Informationen: Diplom-Kaufmann Holger Mertens, T (0931) 31-2445, Fax (0931) 31-2955, E-Mail: hMertens@wiinf.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw

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