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BMBF-Studie besagt: Die Absolventen des Studiengangs Mikrosystemtechnik haben beste Berufsaussichten

02.12.2002


Absolventen der Mikrosystemtechnik sind heiß begehrt. Wie eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebene Studie zum Verbleib ehemaliger Mikrosystemtechnik-Studenten zeigt, gelingt ihnen schneller der Berufseinstieg als anderen Hochschul-Absolventen. Und nicht nur das: Sie verdienen auch mehr und sind zufriedener bei ihrer Tätigkeit.


Im Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz werden die zukünftigen Mikrosystemtechniker praktisch ausgebildet (Foto: TU Chemnitz / Wolfgang Thieme)



Die Technische Universität Chemnitz, so ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie, hat bislang von den 50 Hochschulen, die diesen Studiengang anbieten, die meisten Mikrosystemtechnik-Spezialisten hervorgebracht. Von den insgesamt 1.131 Absolventen dieser Fachrichtung wurden 193 - also nahezu jeder sechste - an der Chemnitzer Universität ausgebildet. Auf den weiteren Rängen folgen die Fachhochschule Regensburg mit 174 und die Technische Hochschule Karlsruhe mit 170 Absolventen. Zudem hat keine andere deutsche Hochschule die vergleichsweise junge Studienrichtung länger im Angebot als TU Chemnitz, die im Jahr 1987 diese Vorreiterrolle mit der Studienrichtung Mikrosystem- und Gerätetechnik übernahm.



Im Bundesdurchschnitt gelingt 84 Prozent der ausgebildeten Mikrosystemtechniker in den ersten drei Monaten der Berufseinstieg. "Unsere Absolventen haben alle einen Job gefunden - und das recht schnell", erinnert sich Dr. Richard Kiehnscherf, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Mikrosystem- und Gerätetechnik arbeitet. Die Erkenntnis der Studie, dass rund zwei Drittel der Absolventen in die Großindustrie gewechselt sind - vor allem in die Bereiche Elektronik, Optik, Feinmechanik und Fahrzeugbau - kann mit den Erfahrungen in Chemnitz untermauert werden: Sehr viele der an der TU ausgebildete Mikrosystemtechniker arbeiten heute bei Bosch, Siemens und DaimlerChrysler sowie bei Infineon oder AMD in Dresden. "Darüber hinaus haben einige Absolventen eine Anstellung an unserer oder an einer anderen Universität gefunden", so Dr. Kiehnscherf.

Derzeit studieren 25 angehende Mikrosystem- und Gerätetechniker an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Chemnitz im Hauptfach, weitere 60 erwerben die gefragten Kenntnisse im Nebenfach. Mikrosystemtechnik als neueres Technologiefeld der Informationstechnik nutzt Miniaturisierungstechniken wie etwa die Halbleiter-, Schicht- oder optoelektronische Mikrotechnik, um zum Beispiel Sensoren, Aktoren oder winzige Schaltungen herzustellen. Interessant ist die Mikrosystemtechnik vor allem für Steuerungssysteme, die in Werkzeugmaschinen ebenso eingebaut sind wie in Fahrzeugen oder in Tintenstrahldruckern. Praktisch werden die Chemnitzer Studierenden in einem der bundesweit modernsten universitären Forschungseinrichtungen ausgebildet: im Zentrum für Mikrotechnologien (ZfM), das von Prof. Dr. Thomas Geßner geleitet wird.

Weitere Auskünfte geben:

Prof. Dr. Wolfram Dötzel
Professor für Mikrosystem- und Gerätetechnik
Telefon (03 71) 531 32 65

Dr. Richard Kiehnscherf
Telefon (03 71) 531 32 75

Alexander Friebel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/presse01/756.html

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