Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Förderprogramm JOBSTARTER CONNECT gestartet

18.08.2008
Schavan: "Abschluss und Anschluss für alle Jugendlichen ermöglichen"

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Ausbildungsprogramm JOBSTARTER CONNECT neue Möglichkeiten, Jugendliche ohne regulären Ausbildungsplatz in die duale Berufsausbildung zu bringen.

Die Richtlinien der ersten Förderrunde wurden auf der JOBSTARTER-Website veröffentlicht. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte am Montag zu dem neuen Programm: "Mit JOBSTARTER CONNECT sollen bessere Möglichkeiten genutzt werden, auch den Jugendlichen, die nicht gleich einen Ausbildungsplatz gefunden haben, den Einstieg in die berufliche Bildung und die Teilhabe an unsere Gesellschaft zu ermöglichen."

Das Programm JOBSTARTER CONNECT ist Teil der Qualifizierungsinitiative "Aufstieg durch Bildung" und bietet einen neuen Ansatz für die Ausbildungs- und damit auch Berufsintegration von jungen Menschen. Rund 60 Millionen Euro beträgt der Förderumfang von JOBSTARTER CONNECT. Die Mittel werden vom BMBF und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union zur Verfügung gestellt.

Ziel des Programms ist es, Lösungen zu finden, damit auch junge Menschen die nicht unmittelbar nach verlassen der Schule einen Ausbildungsplatz erhalten haben, die Chance bekommen, eine Berufsausbildung abzuschließen. Dadurch soll langfristig auch dem erwarteten Fachkräftemangel in Deutschland begegnet werden. Das BMBF knüpft damit an die Empfehlungen des Innovationskreises Berufliche Bildung an: Sowohl die Ausbildung für Altbewerberinnen und Altbewerber als auch die Gestaltung von Übergängen sollen mithilfe von Ausbildungsbausteinen verbessert werden.

Mittels der Ausbildungsbausteine und der dokumentierten Kompetenzen der Teilnehmer sollen Lösungsansätze entwickelt werden, um die Jugendlichen frühzeitig in die reguläre berufliche Ausbildung zu integrieren. Damit wird auch am Prinzip der einheitlichen Abschlussprüfung festgehalten, die vor der Kammer abgelegt wird. Durch die einzelnen Bausteine können außerdem "Warteschleifen", also der Zeitraum zwischen Schulzeit und Ausbildungsbeginn, besser genutzt werden.

Folgende vier Anwendungsbereiche sind zur Erprobung in der Praxis vorgesehen:
-Qualifizierung von Altbewerberinnen und Altbewerbern,
-Schnittstelle Benachteiligtenförderung / betriebliche Ausbildung,
-Schnittstelle schulische (einjährige oder vollzeitschulische) Ausbildung / Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz bzw. der Handwerksordnung,

-Nachqualifizierung.

Die Ausbildungsbausteine wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag des BMBF auf Basis der geltenden Ausbildungsordnungen in 14 Ausbildungsberufen entwickelt. Diese werden nun Rahmen von JOBSTARTER CONNECT erprobt. Mit dem Programm soll auch eine stärkere Praxisausrichtung der Maßnahmen des Übergangssystems durch die Orientierung an der dualen Berufsausbildung verfolgt werden.

Bis zum 17. Oktober können Antragsteller ihre Projektskizzen bei der JOBSTARTER-Programmstelle im BIBB einreichen. Anfang 2009 werden bis zu 30 Projekte starten. Insgesamt ist geplant, in zwei Förderrunden bis zu 70 Projekte auf den Weg zu bringen, die laufend evaluiert werden. Die Programmstelle JOBSTARTER beim Bundesinstitut für Berufsbildung führt das Programm durch.

Die Ausbildungsbausteine aller 14 Ausbildungsberufe können unter
www.jobstarter-connect.de heruntergeladen werden

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.jobstarter-connect.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Fast jeder vierte Hochschulabschluss ist ein Master
30.09.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Digitaler Wandel kommt im Bildungsbereich an
25.08.2016 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops