Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wo man die Staubteilchen noch zählen kann

12.07.2002


Freut sich über den neuen Reinraum: Dipl.-Ing. Christof Krampe


Moderne Reinraumtechnologie für den neuen Studiengang Physikalische Technik

... mehr zu:
»Photonik »Reinraum »Staubteilchen

Den garantiert "reinsten" Raum in Iserlohn gibt es seit neuestem an der Fachhochschule Südwestfalen im Labor für Technische Optik/Photonik des Studiengangs Physikalische Technik.

"Reinräume", erläutert Laborleiter Prof. Dr. Burkhard Neumann, "zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einem Volumen von der Größe des Innenraums eines Mikrowellenherdes nur etwa 100 Staubteilchen enthalten, während es in einem normalen Raum mehrere Millionen Staubteilchen sind".


Durch die Fertigstellung eines Reinraums wird den Studierenden des Studiengangs Physikalische Technik die Möglichkeit gegeben, den Umgang mit moderner Reinraumtechnologie, wie sie auch in Chipfabriken eingesetzt wird, zu erlernen. Neben dem Einsatz in der Lehre wird der Reinraum ebenfalls für den Betrieb hochwertiger Optiksysteme für die digitale Bildverarbeitung und Mikroskopie sowie für die Herstellung optischer Komponenten genutzt. Dazu zählen beispielsweise Frontlinsen für die optische Nahfeldmikroskopie, die optische Datenspeicherung (CD-ROM) der nächsten Generation oder Beschichtungen. "Im Bereich der optischen Nahfeldmikroskopie", so Prof. Neumann, "führen wir zurzeit eine kooperative Promotion gemeinsam mit der Fa. Leica in Wetzlar durch. Im Rahmen dieser Arbeit wird an einer Steigerung der optischen Auflösung gearbeitet. Diese benötigt man, um beispielsweise auf integrierten Schaltkreisen mehr kleine Details wie eine Unterbrechung der Leiterbahnen erkennen zu können". Kooperative Promotionen werden erst seit kurzer Zeit an Fachhochschulen durchgeführt. Sie sind Ausdruck des inzwischen sehr hohen wissenschaftlichen Niveaus vieler FH-Labore.

Der neue Reinraum gehört zum Lehrgebiet Photonik des Studiengangs Physikalische Technik, der zum kommenden Wintersemester in einer neuen Struktur angeboten wird. Die Lehrgebiete über Photonik beschäftigen sich mit den technischen Anwendungen des Lichts. Dabei steht die gezielte Beeinflussung der Lichtausbreitung und Detektion durch optische Komponenten wie Linsen, Spiegel, Lichtwellenleiter, Laserdioden, Fotodioden, Hologramme und vieles mehr im Vordergrund. Die detaillierten Kenntnisse über diese Zusammenhänge versetzen die zukünftigen Diplom-Ingenieurinnen und -ingenieure in die Lage, an dem rasanten Fortschritt auf dem Gebiet der optischen Technologien mitwirken zu können. Neben dem Reinraum erwarten die Studierenden modernste Laboratorien, auch im Bereich der Systemtechnik, die mit den neuesten technischen Geräten ausgestattet sind. Intensive Forschungsaktivitäten mit der Industrie garantieren eine anwendungsbezogene und praxisorientierte Lehre und schaffen bereits frühzeitig die richtigen Verbindungen für die spätere Berufstätigkeit.

Studieninteressierte können sich noch bis zum 15. Juli für den Studiengang Physikalische Technik einschreiben. Nähere Informationen erteilt das Studentensekretariat der Fachhochschule Südwestfalen, Frauenstuhlweg 31, 58644 Iserlohn, Tel.: 02371/566-129.

Dipl.-Soz.Wiss. B. Geile-Hänßel | idw

Weitere Berichte zu: Photonik Reinraum Staubteilchen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht MINT Nachwuchsbarometer 2017: Digitale Bildung in Deutschland braucht ein Update
22.06.2017 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie