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Erfolg für Ernährungswissenschaftler: TUM-Forscher erhalten EU-Förderung zur Erforschung chronischer Darmkrankheiten

22.04.2008
- Forschungsgelder in Höhe von 650.000 Euro, über drei Jahre hinweg
- Forscherkonsortium aus Deutschland, England, Irland und Belgien
- Ziel: neue Behandlungsstrategien für bisher unheilbare Krankheiten

Finanzspritze für Ernährungsforscher des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW) der Technischen Universität München: Prof. Michael Schemann (Lehrstuhl Humanbiologie) und Prof. Dirk Haller (Lehrstuhl für Biofunktionalität der Lebensmittel) erhalten in den nächsten drei Jahren EU-Forschungsgelder in Höhe von insgesamt 650.000 Euro.

Damit werden die beiden Wissenschaftler - zusammen mit Kollegen aus England, Irland und Belgien - neue Strategien zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen erforschen.

Zur Gruppe dieser derzeit noch unheilbaren Darmkrankheiten zählen zum Beispiel Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa. Allein in Europa leiden mehrere Millionen Patienten an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, bis heute gibt es keine zufrieden stellende Therapie gegen sie. Das wollen die WZW-Forscher gemeinsam mit ihren internationalen Kollegen ändern.

Ihr Forschungsobjekt: so genannte Proteasen. Das sind in erster Linie Verdauungsenzyme - doch mittlerweile weiß man, dass sie über die Aktivierung intrazellulärer Signalkaskaden auch die verschiedensten Zell- und Organfunktionen beeinflussen.

Ein wesentliches Ziel des Forschungskonsortiums besteht in der Charakterisierung von Proteasen sowie deren pathophysiologischer Bewertung. Besonderes Augenmerk legen die Weihenstephaner Wissenschaftler dabei auf die bakteriellen Proteasen, denn Darmbakterien spielen in der Entstehung chronischer Entzündungsprozesse eine zentrale Rolle. Wie diese bakteriellen Verdauungsenzyme auf das Nerven- und Immunsystem wirken, interessiert die Darmspezialisten ganz besonders. Letztlich wollen sie mithilfe ihrer Forschungen zielgerichtet wirkende Medikamente entwickeln, mit denen man chronisch entzündliche Darmerkrankungen besser behandeln kann.

Kontakt:
Prof. Dr. Michael Schemann
Lehrstuhl für Humanbiologie
Technische Universität München
85350 Freising-Weihenstephan
Tel.: 08161/71-5483
Fax: 08161 /71-5785
E-mail: schemann@wzw.tum.de

Dr. Ulrich Marsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-muenchen.de/

Weitere Berichte zu: Darmerkrankung Proteasen TUM-Forscher Verdauungsenzym

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