Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Forschungsinstitut nimmt Arbeit auf

03.01.2008
Am 1. Januar 2008 hat eine neue Forschungseinrichtung die wissenschaftliche Bühne betreten, die bereits bei ihrer Gründung über einen Jahrzehnte alten Wissens- und Erfahrungsschatz verfügt: Das Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei mit Hauptsitz in Braunschweig.

Das vTI ist aus drei renommierten Bundesforschungsanstalten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hervorgegangen: der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft und großen Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft.

"Ziel unserer Arbeiten am Johann Heinrich von Thünen-Institut ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Landwirtschaft, der Forst- und Holzwirtschaft sowie der Fischerei", so der Gründungspräsident Prof. Dr. Carsten Thoroe. "Dabei beziehen wir ökonomische, ökologische und technologische Aspekte ein."

Das Forschungsinstitut mit dem Status einer Bundesoberbehörde wird wissenschaftliche Entscheidungshilfen für die Politik der Bundesregierung erarbeiten, deutsche Interessen in internationalen Gremien vertreten und zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. So wird sich das vTI unter anderem mit dem Klimawandel und der biologischen Vielfalt, der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe, den Lebensbedingungen im ländlichen Raum sowie dem Ökolandbau befassen.

Daneben werden die biologische Überwachung der Nutzfischbestände des Meeres und deren nachhaltige Bewirtschaftung wichtige Schwerpunkte sein, wobei der Einfluss von Windparks und anderen Arten der Meeresnutzung einbezogen wird. Im Forstbereich ergeben sich Anforderungen besonders auf den Gebieten Waldinventuren, internationale Waldentwicklung, Holzwerkstoffe, Kreislaufwirtschaft und der Mobilisierung bestehender Holzvorräte.

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut ist mit rund 580 festen Stellen ausgestattet, darunter 190 für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das vTI verfügt über 15 Fachinstitute, von denen sich sechs am Hauptstandort Braunschweig befinden. Andere Institute sind in Hamburg, Großhansdorf, Eberswalde, Trenthorst und Rostock angesiedelt. Es ist vorgesehen, die beiden derzeit in Hamburg ansässigen Fischerei-Institute nach Bremerhaven zu verlagern.

Der Namensgeber des Forschungsinstituts, Johann Heinrich von Thünen (1783-1850), war ein bedeutender Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler aus Norddeutschland, der theoretische Kenntnisse der Mathematik mit praktischen Erfahrungen aus seinem eigenen landwirtschaftlichen Musterbetrieb vereinte. Er begründete die landwirtschaftliche Betriebslehre in Deutschland und formulierte Grundprinzipien für eine optimale Forstwirtschaft. 1830 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock.

Zeitgleich mit dem vTI sind im Geschäftsbereich des Bundeslandwirtschaftsministeriums zwei weitere Forschungsinstitute gegründet worden: Das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen und das Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Ziel der jetzigen Umstrukturierung ist es, die BMELV-Ressortforschung an geänderte Schwerpunkte auszurichten und so fortzuentwickeln, dass sie mit den vorhandenen Ressourcen auch künftig exzellente Forschung und Politikberatung betreiben kann.

Dr. Michael Welling | idw
Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Physik-Didaktiker aus Münster entwickeln Lehrmaterial zu Quantenphänomenen
22.09.2017 | Westfälische Wilhelms-Universität Münster

nachricht Meilenstein in der Forschung: Enabling Innovation
06.09.2017 | Rheinische Fachhochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie