Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Argovia-Professuren: Innovative Partnerschaft für die Nanotechnologie

26.01.2009
In einer innovativen Form von Public-Public-Partnership unterstützt der Kanton Aargau das Swiss Nano Institute der Universität Basel mit jährlich fünf Millionen Franken. Damit möchte der Aargau exzellente Grundlagenforschung stärken und der Wirtschaft einen direkten Zugang zur Spitzentechnologie eröffnen. Heute wurden die ersten Argovia-Professoren Martino Poggio und Roderick Lim vorgestellt.

Rektor Prof. Dr. Antonio Loprieno betonte an der Medienkonferenz die Neuartigkeit der bildungspolitischen Zusammenarbeit zwischen der Universität Basel und dem Kanton Aargau. Dieser beteiligt sich jährlich mit fünf Millionen Franken am Swiss Nanoscience Institute (SNI), das 2006 aus dem 2001 gegründeten Nationalen Forschungsschwerpunkt Nanowissenschaften hervorgegangen ist. Die Argovia-Beteiligung an der Universität Basel bildet eine neue und innovative Form von public-public-Partnership.

Der Aargauer Regierungsrat Rainer Huber, Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport, wies auf die Einzigartigkeit der Zusammenarbeit zwischen dem Aargau und der Universität Basel hin. Es ist alles andere als selbstverständlich, dass ein Kanton in die Universität der Nachbarkantone investiert. Huber betonte, dass das Aargauer Engagement mit dem Argovia-Programm dort ansetzt, wo es in der Schweiz oft mangelt, nämlich, erstklassige Grundlagenforschung in marktfähige Produkte umzusetzen. Davon profitiert nicht nur die Universität Basel, sondern die Wirtschaft der gesamten Region Nordwestschweiz.

Der Direktor des SNI, Prof. Dr. Christian Schönenberger, erinnerte daran, dass das Institut das wichtigste Schweizer Kompetenzzentrum für Nanowissenschaften und damit auch einen wichtigen Standortfaktor für die Nordwestschweiz darstellt. Das SNI pflegt Zusammenarbeiten mit zahlreichen privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen in der Nordwestschweiz sowie mit der in Basel ansässigen Industrie. Zudem unterhält es Kooperationen mit den wichtigsten Akteuren der Nanowissenschaften weltweit, kurz: Am SNI wird Spitzenforschung auf Weltniveau betrieben.

Poggio und Lim erste Argovia-Professoren

Die ersten beiden Argovia-Professuren an der Universität Basel konnten nun besetzt werden: Zum Assistenzprofessor für Nanotechnologie (mit Tenure Track) am Departement Physik wurde Prof. Dr. Martino Poggio gewählt. Die Argovia-Assistenzprofessur für Nanobiologie (mit Tenure Track), die am Biozentrum angesiedelt wird, erhielt Prof. Dr. Roderick Lim. Beide haben auf den 1. Januar 2009 ihre Professur angetreten.

Prof. Martino Poggio, Staatsbürger von Italien und der USA, wurde 1978 in Tübingen (Deutschland) geboren. Poggio studierte Physik an der Harvard University und an der University of California in Santa Barbara, wo er als Forschungsassistent tätig war. Im Jahr 2005 schloss er seine Dissertation über Spins in Halbleitern ab. Poggio forschte später als Postdoktorand im renommierten IBM Almaden Research Center (San Jose, Kalifornien, USA) an der Entwicklung von höchst empfindlichen Magnetresonanzmethoden. Seine Forschungsinteressen liegen in der Entwicklung von hoch empfindlichen mikro- und nanomechanischen Resonatoren, mit denen sich Quantenzustände untersuchen lassen.

Prof. Roderick Lim ist 1974 in Singapur geboren. Er studierte Angewandte Physik an der Universität of North Carolina at Chapel Hill (USA). Anschliessend war Lim bis 2003 am Institute of Materials Research and Engineering in der Materialforschung auf der Nanometerskala tätig und erwarb das Doktorat 2003 an der National University of Singapore. 2004 kam Lim als Nachwuchswissenschaftler in die Gruppe von Prof. Dr. Ueli Aebi ans Biozentrum der Universität Basel, wo er in den folgenden vier Jahren im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts Nanowissenschaften bahnbrechende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Nanobiologie durchführte. Insbesondere ist es ihm gelungen, mit höchst innovativen Ansätzen zelluläre Nanomaschinen Schritt für Schritt im Reagenzglas nachzubauen und sie mittels neuartiger nanotechnologischer Abbildungs- und Messmethoden auf ihre molekulare Funktionalität zu prüfen.

Weitere Auskünfte
Dr. Tibor Gyalog, Swiss Nanoscience Institute Basel, mobil: 079 814 79 45, E-Mail: Tibor.Gyalog@unibas.ch

Reto Caluori | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibas.ch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Datenbrille und Co.: TU Kaiserslautern entwickelt alternative Prüfungsformate fürs Studium
02.02.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Projekt DISTELL erforscht digitale Hochschulbildung
26.01.2017 | Hochschule Esslingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung