Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anpassung an das Klima von morgen: HAW Hamburg kooperiert mit Forschungsinstitut in Afrika

21.03.2011
Die HAW Hamburg unterstützt das afrikanische Forschungsinstitut ICRISAT bei der Entwicklung von landwirtschaftlichen Anpassungsstrategien in Kenia und Zimbabwe. Das neue Projekt CALESA testet Anbaumöglichkeiten von Nutzpflanzen unter neuen klimatischen Bedingungen. Kleinbauern werden dabei in die Projektarbeit miteingebunden.

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt „CALESA – Adapting agriculture to Climate Change“ (http://www.calesa-project.net) kooperiert die HAW Hamburg seit Anfang des Jahres mit dem International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT) und weiteren Partnern in Kenia und Zimbabwe.

Ziel der länderübergreifenden Zusammenarbeit ist es, ortsspezifische Anpassungsstrategien zu entwickeln, um Kleinbauern dabei zu helfen, ihre Anbaumethoden besser auf die sich verändernden Wetter- und Klimaverhältnisse abzustimmen.

Der Klimawandel zeigt mittlerweile spürbare Auswirkungen. Landwirte müssen ihre Anbaumethoden langfristig an die neuen, klimabedingten Risiken anpassen, um produktiv arbeiten zu können. Das Forschungsprojekt CALESA unterstützt die afrikanischen Bauern dabei und befasst sich insbesondere mit den notwendigen Veränderungen der Anbaumethoden in Bezug auf Temperaturanstiege.

Insgesamt ist CALESA an acht Untersuchungsstandorten aktiv. Vier Getreideanbaugebiete befinden sich in Kenia und in Zimbabwe. Vier weitere Untersuchungsstandorte befinden sich an Standorten, die bereits heute die klimatischen Merkmale aufweisen, die künftig in Kenia und Zimbabwe zu erwarten sind. Durch diese Kombination kann CALESA mögliche landwirtschaftliche Anpassungsstrategien für die niederschlagsabhängige Landwirtschaft in den verschiedenen Klimazonen der Tropen testen. Außerdem wird durch die Einbeziehung von Landwirten sichergestellt, dass die Projektaktivitäten und -ergebnisse für die Bedürfnisse und Erwartungen der Bauern relevant bleiben.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten und wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Weitere Informationen zu CALESA unter: http://www.calesa-project.net.

Hintergrund des Projekts:
Die niederschlagsabhängige Landwirtschaft ist für die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in den subsaharischen Ländern Afrikas überlebenswichtig. Fast 90 % der produzierten Grundnahrungsmittel werden noch immer von kleinbäuerlichen Betrieben hergestellt, die von Niederschlägen abhängig sind. Gleichzeitig handelt es sich um Regionen, in denen die ärmsten und am stärksten betroffenen ländlichen Gemeinden beheimatet sind. Die niederschlagsabhängige Landwirtschaft stagniert.

Neben oftmals unzureichender politischer Unterstützung sind extreme Armut und eine stetig verschlechternde Ressourcenbasis gekoppelt mit saisonalen Niederschlagsschwankungen für das klimainduzierte Produktionsrisiko verantwortlich. Diese Situation wird sich durch die globale Erwärmung und ihre prognostizierten Auswirkungen auf die saisonalen Niederschlagsmengen und ihre räumlichen Verteilungsmuster wahrscheinlich verschlimmern. Die klimabedingten Probleme der betroffenen Landwirte, die schon heute mit den aktuellen Niederschlagsschwankungen zu kämpfen haben, werden sich damit weiter verschärfen.

Weitere Informationen:
HAW Hamburg
Fakultät Life Sciences
Forschungs- und Transferzentrum „Applications of Life Sciences“ (FTZ-ALS)
Prof. Dr. Walter Leal, Franziska Mannke
Tel.: 040.428 75-6324
E-Mail: info@calesa-project.net
http://www.calesa-project.net
Im Rahmen von CALESA kooperiert die HAW Hamburg mit den folgenden Instituten:
Kenia: International Crops Research Institute for the Semi-Arid Tropics (ICRISAT), Kenya Agricultural Research Institute (KARI), Kenya Meteorological Department (KMD)

Zimbabwe: Zimbabwe Meteorological Department (ZMD), Midlands State University (MSU).

Kurzprofil FTZ-ALS
Als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung der Fakultät Life Sciences der HAW Hamburg bietet das Zentrum lokale, nationale und internationale projektbezogene Lösungsansätze – vor allem auf dem Gebiet der Life Sciences inklusive Biotechnologie, Gesundheit, Ökotrophologie, Medizintechnik, Pharma und Umwelt-/Verfahrenstechnik sowie zu übergeordneten Themen wie Energie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Dr. Katharina Ceyp-Jeorgakopulos | idw
Weitere Informationen:
http://www.calesa-project.net
http://www.haw-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Die Verbindung macht’s
24.03.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Gleich und Gleich gesellt sich gern!
21.03.2017 | Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise