Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Johnson Controls unterstreicht Führungsanspruch bei Schleudertrauma-Prophylaxe

27.08.2010
riACT-Kopfstützen tragen zu Fünf-Sterne-Wertung im Euro NCAP-Crashtest bei

Johnson Controls, ein weltweit führendes Unternehmen für Automobil-Interieur und -Elektronik, liefert für BMW 5er Limousine, GT und den neuen Touring pro-aktive Kopfstützen für die Vordersitze.

Das sogenannte riACT-System minimiert die Gefahr von Schleudertraumata bei einem Heckaufprall. Simulationen im Rahmen des Euro NCAP (European New Car Assessment Programme) bestätigten die guten Ergebnisse interner Tests bei Johnson Controls. Mit 3,3 von maximal 4,0 in der Sitz-Wertung zu vergebenden Punkten bekam der getestete BMW 5er für die Schutzwirkung der Vordersitze beim Heckaufprall die Höchstnote "gut". Damit trägt die pro-aktive Kopfstütze von Johnson Controls wesentlich zur Fünf-Sterne-Wertung, dem bestmöglichen Ergebnis im Euro NCAP, bei.

"Die im BMW 5er eingesetzten riACT-Kopfstützen überzeugen durch ihre Schutzwirkung, attraktive Kosten und hohen Komfort", betont Dr.

Alexander Hasler. Der Mediziner und Biomechaniker, der sich seit zehn Jahren mit dem Entstehen von Schleudertraumata und Technologien zu deren Vermeidung beschäftigt, leitet bei Johnson Controls Automotive Experience den Vertrieb für Kopfstützen in Europa und des riACT-Systems weltweit.

Johnson Controls Kopfstütze verhindert die Rückverlagerung des Kopfes

Schleudertraumata sind die Folge von Heckkollisionen auf ein langsam fahrendes oder gar stehendes Fahrzeug. "Durch den Aufprall werden Fahrzeug und Körper der Passagiere nach vorn beschleunigt, während deren nicht abgestützte Köpfe eine in Relation dazu rückwärts gerichtete, ruckartige Beschleunigung erfahren. Durch diese peitschenartige Bewegung wird die Halswirbelsäule oft so stark gedehnt, dass Verletzungen beispielsweise an Bändern, Muskeln, Bandscheiben und Nerven auftreten. Typischerweise sind Kopf- und Nackenschmerzen oder sogar Übelkeit und Konzentrationsstörungen die Folgen", erklärt Johnson Controls Automotive Experience Experte Dr. Alexander Hasler die biomechanischen Zusammenhänge. Wirksamen Schutz vor den oft langwierigen Unfallfolgen bieten aktive Kopfstützen, die die verletzungsträchtige Rückverlagerung des Kopfes verhindern, indem sie ihn bei einem Heckaufprall wirkungsvoll abstützen. Hierzu muss die Kopfstütze möglichst nah am Hinterkopf anliegen. "Diesen dauerhaften Kontakt empfindet eine Vielzahl von Autofahrern allerdings als unkomfortabel", erläutert Dr. Alexander Hasler einen Zielkonflikt zwischen Schutzwirkung und Komfort. Bei der im BMW 5er eingesetzten riACT-Kopfstütze wurde dieser Zielkonflikt durch eine Konstruktion gelöst, die Sicherheit und Komfort in hohem Maße vereint: Die riACT-Kopfstütze lässt sich nicht nur in der Höhe verstellen, sondern auch horizontal. Hierzu können Fahrer und Beifahrer das gepolsterte, selbst arretierende Vorderteil der Kopfstütze auf insgesamt 54 Millimetern Weg in zahlreichen kleinen Schritten verschieben und so den ihnen angenehmsten Abstand zwischen Hinterkopf und Kopfstütze einstellen.

Optimaler Schutz, unabhängig von Körpergröße und Sitzposition

Bei einem Heckaufprall mit mehr als 10 km/h Differenzgeschwindigkeit entriegelt ein kleiner pyrotechnischer Zündsatz einen auf einer Schraubbewegung basierenden Teleskopmechanismus im Inneren der Kopfstütze. Dieser fährt das Kissen der Kopfstütze in Sekundenbruchteilen genau so weit aus, dass der Kopf bereits vor einer nach hinten schnellenden Bewegung abgestützt und die oft folgenschwere Überdehnung der Wirbelsäule verhindert oder zumindest stark abgemildert wird. "Auch wenn die Kopfstütze aus Gründen der Behaglichkeit so eingestellt ist, dass zwischen Hinterkopf und Kissen ein größerer Abstand ist, bleibt die optimale Schutzwirkung dieses Systems gewährleistet. Denn unabhängig von ihrer Positionierung wird sie beim Unfall innerhalb von nur 25 Millisekunden so dicht an den Kopf gebracht, dass die gefährliche Schleuderbewegung unterbunden wird", beschreibt Dr. Alexander Hasler einen zentralen Vorteil der pro-aktiven Kopfstütze von Johnson Controls.

Als pro-aktiv wird sie bezeichnet, weil sie zum Auslösen nicht wie rein mechanisch ausgelöste Aktiv-Kopfstützen Impulse nutzt, die der Körper beim Aufprall in die Sitzlehne einleitet. Das Signal zum Auslösen liefern vielmehr die Crash-Sensoren des Fahrzeugs, die auch Gurtstraffer und andere Rückhaltesysteme ansteuern. "So entfaltet unser pro-aktives System unabhängig von Körpergröße oder Sitzposition stets seine maximale Schutzfunktion", nennt der Schleudertrauma-Experte von Johnson Controls Automotive Experience ein weiteres Argument für die von BMW gewählte Ausführung.

In der Entwicklung erforschte Johnson Controls auch, ob der Einsatz separater Heckaufprall-Sensoren sinnvoll sei. Doch es zeigte sich bald, dass sich durch diesen höheren Aufwand keine erhöhte Schutzwirkung ergibt - vorteilhaft für die Kosten der riACT-Kopfstütze, die Johnson Controls verkabelt und vorgeprüft an die Montagebänder von BMW liefert. Dort muss sie nur noch in die Sitzlehnen gesteckt und mit dem Datenbus des Fahrzeugs verbunden werden.

Johnson Controls Automotive Experience ist weltweit führend bei Autositzen, Dachhimmelsystemen, Türverkleidungen, Instrumententafeln und Elektroniksystemen. Mit unseren Produkten und Technologien sowie moderner Fertigungskompetenz unterstützen wir alle großen Automobilhersteller bei der Differenzierung ihrer Fahrzeuge. Mit mehr als 200 Standorten auf der ganzen Welt sind wir dort vertreten, wo unsere Kunden uns brauchen. Vom Einzelbauteil bis hin zum kompletten Innenraum - in mehr als 200 Millionen Fahrzeugen begeistern Komfort und Design unserer Produkte die Konsumenten.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung:

Johnson Controls GmbH
Automotive Experience
Industriestraße 20-30
51399 Burscheid
Ulrich Andree
Tel.: +49 (0)2174 65-4343
Fax: +49 (0)2174 65-3219
E-Mail: ulrich.andree@jci.com
Astrid Schafmeister
Tel.: +49 (0)2174 65-3189
Fax: +49 (0)2174 65-3219
E-Mail: astrid.schafmeister@jci.com

Astrid Schafmeister | Johnson Controls
Weitere Informationen:
http://www.johnsoncontrols.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Plants are networkers

19.06.2017 | Event News

Digital Survival Training for Executives

13.06.2017 | Event News

Global Learning Council Summit 2017

13.06.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie