Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovatives Türverkleidungsmodul: Hohe Integrationsdichte vereinfacht Logistik und Montage

16.09.2005


Johnson Controls, eines der weltweit führenden Unternehmen in der automobilen Innenausstattung und Elektronik sowie für Batterien, hat ein neues Konzept für Türmodule entwickelt, das sich von den bisherigen Integrationsansätzen deutlich unterscheidet. Ein Prototyp auf Basis einer Oberklassen-Türverkleidung zeigt, wie Türmodule künftiger Fahrzeuggenerationen im Segment der Kleinwagen bis hin zur Luxusklasse aussehen könnten.


Die Modulbauweise zählt bei nahezu allen Automobilherstellern zu den Kernstrategien, da sie die Komplexität und Einbauzeit an der Montagelinie reduziert. Unterschiede bestehen jedoch in der Ausgestaltung der einzelnen Module sowie in deren Umfang. Zum Stand der Technik gehört heute bei Fahrzeugtüren die Zusammenfassung des technischen Innenlebens zu einer Kassette, auf der eine konventionelle Türverkleidung mit Kartentasche, Armlehne und Lautsprechergitter befestigt wird. Die innovative Konzeptentwicklung von Johnson Controls ermöglicht eine neue ganzheitliche Integrationslösung für Türmodule. Zu den Vorteilen dieser Funktionsintegration zählt ein geringeres Gewicht, weil die bislang häufig eingesetzten Türkassetten entfallen können - die Komponenten können direkt in die einbaufertige Türverkleidung integriert werden. Der mögliche Verzicht auf eine Extra-Kassette spart aber auch Montageschritte. Eine zusätzliche Montagevereinfachung ergibt sich aus der Schnittstelle. Sie erlaubt ein einfaches horizontales Einclipsen des Türverkleidungsmoduls, das auch durch Roboter ausgeführt werden kann.

Türverkleidung als Komponenten- und Funktionsträger


Bei dem neuen Konzept wird die Türverkleidung als Träger für alle Funktionsintegrationen wie Audio, Fensterhebermotor, Licht, Verkabelungen und weitere Elemente genutzt. Aus einem umfangreichen Portfolio an Komponenten kann sich der Automobilhersteller individuelle Lösungen zusammenstellen lassen - angefangen beim Türträger bis hin zum fertig getesteten Türverkleidungsmodul mit einem hohen Grad an Komponenten- und Funktionsintegration. Im Vergleich zu bisherigen Modularisierungsansätzen für Türverkleidungen trennt Johnson Controls erstmals den Nass- vom Trockenbereich, was nicht nur zu einer besseren Abdichtung, sondern auch zu einer optimierten Akustik führt. Zusätzlich spart das Unternehmen einen Prozessschritt ein, da es auf das Aufbringen einer separaten Abdichtung, beispielsweise einer Butylschnur, verzichten kann. Alle elektrischen Komponenten werden in den trockenen Bereich der Tür integriert. Eine Schnittstelle zwischen dem Türverkleidungsmodul und der Rohbautür in Form eines getesteten und sich selbst findenden Steckers vermeidet die Verkabelungen im nassen Türbereich.

Keine Auswirkung auf Struktur und Verkleidung

Das neue Konzept ist so ausgelegt, dass es flexibel an alle Türarchitekturen angepasst werden kann. Je nach Aufbau der Türstruktur und vielen anderen fahrzeugspezifischen Faktoren können unterschiedliche Werkstoffe eingesetzt werden. Ein besonderer Prozess, partielles Hinterspritzen genannt, ermöglicht dabei nicht nur eine leichte Integration von Funktionen in den Träger, sondern sorgt auch für eine ansprechende Optik und Haptik im automobilen Innenraum.

Bei dem neuen Konzept kann Johnson Controls auf ein langjährig gewachsenes, umfangreiches Know-how rund um Türsysteme aufbauen. Die Kombination der Kompetenzen rund um Träger, Oberflächen, Werkstoffe und Prozesse versetzt das Unternehmen in die Lage, konventionelle und modulspezifische Integrationsleistungen zu verbinden und so für seine Kunden eine deutlich reduzierte Komplexität als bei anderen Türverkleidungsmodulen oder Kassettensystemen zu realisieren.

Das Konzept ist sofort verfügbar und könnte erstmals im Modelljahr 2008 sowohl für Kleinwagen bis hin zur Luxusklasse eingesetzt werden.

Johnson Controls, Inc., ist ein weltweit führendes Unternehmen für automobile Systeme sowie für Gebäudemanagement und technische Gebäudeausrüstung. In der Automobilindustrie ist das Unternehmen ein bedeutender Lieferant von integrierten Sitz- und Innenraumsystemen sowie Autobatterien. Für gewerbliche und öffentliche Gebäude ist Johnson Controls Anbieter von Systemen der Gebäudeautomation und Dienstleistungen u. a. in den Bereichen Komfort, Energie- und Sicherheitsmanagement.

Johnson Controls (New York Stock Exchange: JCI) wurde 1885 gegründet und hat seinen Firmensitz in Milwaukee, Wisconsin, USA. Im Geschäftsjahr 2004 belief sich der Umsatz des Unternehmens auf 25,4 Milliarden US-Dollar, von denen weltweit 20 Milliarden US-Dollar auf die Automotive Group entfielen. Die europäische Zentrale befindet sich in Burscheid, Deutschland. Zum Produktportfolio des Unternehmens gehören auch Instrumententafeln/Cockpits, Türsysteme, Dachhimmelsysteme, Innenraumelektronik und Elektrisches Energiemanagement.

Astrid Schafmeister | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.jci.com

Weitere Berichte zu: Funktionsintegration Türmodul Türverkleidungsmodul

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit
28.06.2017 | Universität Stuttgart

nachricht Leuchtende Mikropartikel unter Extrembedingungen
28.02.2017 | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive