Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

automotiveHMI präsentiert erstmals neues Austauschformat für effizientere Entwicklungsprozesse

29.01.2013
BMWi-Projekt bringt modellbasierte HMI-Entwicklung im Automobilbereich nach vorne / Wettbewerbsvorspung für deutsche Automobil- und Zuliefererindustrie

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Projekt automotiveHMI hat jetzt sein neues Austauschformat für effizientere Entwicklungsprozesse in der Automobilindustrie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Vor rund 50 Vertretern der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie präsentierten die Projektpartner Elektrobit Automotive GmbH, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), die AUDI AG, die comlet Verteilte Systeme GmbH, die Daimler AG, die Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG, das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE), die Robert Bosch GmbH und die Volkswagen AG standardisierte Sprachen, Modelle und Schnittstellen, die den Prozess zur Entwicklung von Benutzungsschnittstellen im Automobilbereich für alle beteiligten Unternehmen, vom Automobilhersteller über den Zulieferer bis zum Hersteller von Software-Entwicklungswerkzeugen, wesentlich vereinfachen. So ist es nun zum Beispiel möglich auf Basis von groben Designentwürfen auf Knopfdruck erste Prototypen der Benutzungsschnittstellen zu erstellen und zu testen http://www.automotive-hmi.org.

Die deutsche Hersteller- und Zulieferindustrie im Bereich des Automobilbaus ist führend in der Welt. Verschiedene aktuelle Studien (u.a. vom ZVEI) belegen, dass heute über 80% der Innovationen im Automobilbau auf die Bereiche Elektrotechnik und Elektronik sowie auf die darauf aufsetzende Software entfallen.

Hierzu zählen neben den Hidden Technologies (z.B. Motormanagement, ESP) insbesondere Komfortfunktionen (Navigation, Infotainment usw.) sowie Fahrerassistenz- und Informationssysteme (z.B. Verkehrszeichenerkennung, Abstandswarnung). Der Erfolg dieser Innovationen hängt maßgeblich von der Akzeptanz durch den Nutzer ab. Insofern bedarf es intuitiver, gebrauchstauglicher Benutzungsschnittstellen (engl. Human-Machine-Interface, HMI), die den Anforderungen der Benutzer in Bezug auf die Bedienbarkeit gerecht werden. Mit steigendem Funktionsangebot im Fahrzeug steigen aber auch die Anforderungen an das HMI und somit die Entwicklungskomplexität zukünftiger HMI-Systeme.

Einheitliche Formate für einen effizienteren Entwicklungsprozess

Das Projekt automotiveHMI hat das Ziel, die heutigen, fehlerbegünstigen Methoden der Erstellung und Weitergabe von HMI-Spezifikationen zu ersetzen. Aktuell basieren diese auf Text-Beschreibungen sowie multiplen parallelen Versionen und verursachen einen massiven Kommunikationsaufwand in den Projektteams. In Zukunft sollen große Teile der Spezifikation in ein maschinenlesbares und maschineninterpretierbares Format überführt werden, das über den gesamten komplexen HMI-Entwicklungsprozess, beginnend bei ersten Ideen über Anforderungen, Design, Umsetzung bis zum automatisierten Testen, ausgetauscht wird. Dieses Vorgehen ermöglicht nicht nur den automatischen Abgleich verschiedener Versionen, sondern erlaubt die Aufdeckungen von Inkonsistenzen und Fehlern deutlich früher als bislang im Entwicklungsprozess. Ein einheitliches Austauschformat, das somit Entwicklungswerkzeuge miteinander vernetzt, führt zu einem deutlich effizienteren HMI-Entwicklungsprozess, spart Zeit und ermöglicht damit der deutsche Automobil- und Zuliefererindustrie einen Wettbewerbsvorsprung. Des Weiteren können neue innovative Versionen der HMI früher auf den Markt gebracht werden. Das Austauschformat wird nach Projektende als offener Standard umgesetzt, um Herstellern, Zulieferern und den Herstellern von Entwicklungswerkzeugen einen einfachen Zugang zu ermöglichen.

Das Projekt automotiveHMI läuft bis Dezember 2013 und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit 3,8 Mio. Euro (Gesamtvolumen: 7,4 Mio. Euro) gefördert. Die Leitung obliegt der Elektrobit Automotive GmbH in Erlangen und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern. Das BMWi hat den Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) mit der fachlichen und administrativen Betreuung des Förderprojektes betraut.

Kontakt Projektleitung:

Elektrobit Automotive GmbH
Thomas Fleischmann
Am Wolfsmantel 46
91058 Erlangen
Tel.: +49 (0) 9131 7701 6288
Thomas.Fleischmann@Elektrobit.com
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Dr.-Ing. Gerrit Meixner
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserlautern
Tel.: +49 (0) 631 20575 3415
Gerrit.Meixner@dfki.de
Kontakt Projektförderung im Auftrag des BMWi:
Projektträger im DLR
Technische Innovationen in der Wirtschaft
Dr.-Ing. Frank Otten
Linder Höhe
51147 Köln
Tel.: +49 (0) 2203 601-2093
Frank.Otten@dlr.de

Petra Richter | idw
Weitere Informationen:
http://www.automotive-hmi.org/
http://www.pt-ikt.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Automotive:

nachricht IHP-Forschungsteam verbessert Zuverlässigkeit beim automatisierten Fahren
22.02.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Das erste fliegende Auto kommt 2018
13.02.2017 | PAL-V International B.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Automotive >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie