Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zentrale der Fraunhofer Gesellschaft in München: Verbund-Sicherheitsglas mit der SentryGlas® Zwischenlage von DuPont

05.04.2011
... ermöglicht kosteneffiziente Fassadensanierung

Früher ESG, heute VSG: Die neue Fassade der Fraunhofer-Zentrale in München konnte kosteneffizient installiert werden, denn dank der Verwendung der hochsteifen SentryGlas® Zwischenlage von DuPont ist das verwendete Verbund-Sicherheitsglas so leicht, dass die bestehende Tragkonstruktion weiter verwendet werden konnte.


Fotos: FLACHGLAS Wernberg GmbH

Die Fraunhofer Gesellschaft in München hat für die kürzlich erfolgte Fassadensanierung ihrer Münchner Zentrale ein SIGLAPLUS® Verbund-Sicherheitsglas von FLACHGLAS Wernberg eingesetzt, das mit der hochsteifen SentryGlas® Zwischenlage von DuPont hergestellt wird. Glas dieser Art verbindet die erforderliche hohe Sicherheit mit einem besonders geringen Gewicht. Dadurch ließ sich die bestehende, auf Einscheiben-Sicherheitsglas ausgelegte Unterkonstruktion weiter nutzen, und die gesamte Erneuerung der großflächigen Fassade konnte sehr kosteneffizient realisiert werden. Bei Renovierungsarbeiten und Sanierungen kommt zunehmend der Wunsch auf, bestehende ESG-Fassadenelemente durch VSG zu ersetzen.

Es bietet die Vorteile, dass die bei einem Glasbruch entstehenden Bruchstücke an der Zwischenlage haften bleiben, so dass die Scheibe auch dann noch nahezu vollständig in der Halterung verbleibt und dass auch bei gebrochenem Glas eine gewisse Resttragfähigkeit besteht. Weil herkömmliches, mit einer PVB-Zwischenlage hergestelltes Verbund-Sicherheitsglas bei gleicher Tragfähigkeit aber deutlich schwerer als ESG ist, verursachten solche Vorhaben oft hohe Kosten für die Erneuerung oder Verstärkung der Unterkonstruktion.

Das geringere Gewicht von VSG mit der SentryGlas® Zwischenlage ermöglicht solche Sanierungen jetzt auf kosteneffiziente Weise.Eine entsprechende Situation war bei der Zentrale der Fraunhofer Gesellschaft in München gegeben. Deren Fassade war ursprünglich in ESG ausgeführt, sollte im Rahmen der Modernisierung aber mit VSG-Scheiben verglast werden. Herkömmliche Verbunde mit Polyvinylbutyral (PVB) hätten dabei die Belastbarkeit des bestehenden Tragwerks und der Scheibenrahmen überschritten und entsprechend umfangreiche bauliche Veränderungen erfordert.

FLACHGLAS Wernberg berechnete gemeinsam mit DuPont, dass ein Verbund aus zwei 5 mm dicken ESG-Scheiben aus eisenarmem Floatglas mit einer 1,52 mm dicken SentryGlas® Zwischenlage den zu erwartenden Belastungen widerstehen würde. Weil die Gesamtdicke des Glases mit 10 mm der Dicke der bisherigen ESG-Scheiben entspricht, war der Austausch aus Sicht der Statiker unkritisch. So erwies sich diese Verglasung trotz der prinzipiell höheren Flächenkosten als die kosteneffizienteste Variante, weil keine weiteren baulichen Maßnahmen erforderlich waren. Insgesamt wurde im Rahmen des Projektes eine Fläche von ca. 1700 m² saniert. Die Gesamtplanung und die Ausführung der Sanierung übernahm die Atzinger Glasbau GmbH, Osterhofen-Altenmarkt.

Hintergrund-Info:
Im Vergleich mit herkömmlichen PVB-Zwischenlagen ist die SentryGlas® Zwischenlage von DuPont über 100mal steifer und fünfmal fester. Dadurch ermöglicht sie eine nahezu perfekte Kraftübertragung zwischen den aufeinander laminierten Scheiben. Als Folge zeigen Laminate mit SentryGlas® bei gleicher Belastung weniger als die Hälfte der Durchbiegung vergleichbarer Laminate mit PVB und damit annähernd das Verhalten monolithischer Scheiben gleicher Dicke. Sie widerstehen signifikant höheren Schlagbeanspruchungen, und nach einem Bruch des Glases ist die Resttragfähigkeit wesentlich höher. 2009 erhielt Verbund-Sicherheitsglas mit SentryGlas® die ,Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung‘.

VSG mit SentryGlas® ist weltweit für Architekturprojekte wie gläserne Balustraden, Böden, Treppenstufen und Fußgängerbrücken im Einsatz. Dabei sinkt der Transportaufwand, weil eine Verbundglasscheibe mit SentryGlas® um rund ein Drittel dünner und leichter sein kann als eine vergleichbare Scheibe mit PVB-Zwischenlage. Zudem reicht oft die bei Glasbau-Unternehmen übliche Hebevorrichtung für das Handling aus, während die schwereren Scheiben mit PVB-Zwischenlage die Anforderung eines Spezialunternehmens erforderlich machen können. Und schließlich trägt der Einsatz dünnerer Verbund-Sicherheitsglasscheiben auch zu einem noch umweltverträglicheren Bauen bei, denn wo weniger Material verarbeitet wird, sinkt der Verbrauch an Rohstoffen, und der ökologische Fußabdruck wird kleiner.

Weitere Informationen über SentryGlas®:
www.safetyglass.dupont.com FLACHGLAS
Wernberg GmbH (www.flachglas.de) ist Teil der FLACHGLAS Wernberg Gruppe und steht für sieben Jahrzehnte Kompetenz in der Glasveredelung. Als einer der führenden Glasveredler in Europa fertigt das Unternehmen mit ca. 1000 Mitarbeitern auf modernen Fertigungsanlagen an den sechs Standorten der Gruppe in Deutschland und der Schweiz hochwertige Isolier- und Sicherheits¬gläser. Wernberg ist mit 630 Mitarbeitern und einer hochkomplexen Fertigung der größte Standort. Einsatzgebiete der Produkte sind spezielle Verglasungen für den Baubereich, für Schienenfahrzeuge und für Schiffe.

Atzinger Glasbau GmbH, Osterhofen-Altenmarkt (www.atzinger-glasbau.de), ist ein langjährig erfahrenes Glasbau-Unternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst die Projektverglasung, den konstruktiven Glas- und Fassadenbau, Ganzglasanlagen, Glaserei, Sanierungen, Kranarbeiten und den Verleih von Glas-Montagegeräten. DuPont Glass Laminating Solutions gibt Herstellern und Spezifizierern von Verbundglas Zugriff auf Werkstoffe, Dienstleistungen und Innovationen, die zu einer besseren Welt beitragen, indem sie Gebäude besser schützen, Fahrzeuge sicherer machen und den Bau stabilerer, energieeffizienterer, mehr natürliches Tageslicht einlassender Gebäude ermöglichen.

DuPont (www.dupont.com) ist ein Wissenschaftsunternehmen. 1802 gegründet, entwickelt DuPont auf Basis von Wissenschaft nachhaltige Lösungen, die das Leben der Menschen besser, sicherer und gesünder machen. Mit Geschäftsaktivitäten in über 90 Ländern und Regionen bietet das Unternehmen ein breites Spektrum innovativer Produkte und Dienstleistungen für Branchen wie Landwirtschaft, Nahrungsmittel, Bauen und Wohnen, Kommunikation und Transport. X X X SIGLAPLUS® ist eine Marke von FLACHGLAS Wernberg Das DuPont Oval, DuPont™, The miracles of science™ und SentryGlas® sind markenrechtlich geschützt für E.I. du Pont de Nemours and Company oder eine ihrer Konzerngesellschaften.

GLS-EU-2011-02

Diese Mitteilung basiert auf Informationen von:

Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
Abteilung Bauangelegenheiten/ Liegenschaften
Hansastraße 27c
D-80686 München
Kontakt: Michael Weese
Telefon: +49 (0) 89 12 05-33 13
E-Mail: michael.weese@fraunhofer.de
www.fraunhofer.de
FLACHGLAS Wernberg GmbH
Nürnberger Straße 140
D-92533 Wernberg-Köblitz
Kontakt: Ulrike Warnke
Telefon: +49 (0) 96 04 48-357
E-Mail: ulrike.warnke@flachglas.de
www.flachglas.de

Atzinger Glasbau GmbH
Wallerdorferstraße 4
D-94486 Osterhofen-Altenmarkt
Kontakt: Ludwig Atzinger
Telefon: +49 (0) 99 32 40 23-92
E-Mail: info@atzinger-glasbau.de
www.atzinger-glasbau.de
Redaktioneller Kontakt:
Birgit Radlinger
DuPont de Nemours (Deutschland) GmbH,
Hugenottenallee 173 - 175
D-63263 Neu-Isenburg
Telefon: +49 (0) 61 02 18-26 38
E-Mail: birgit.radlinger@dupont.com

Birgit Radlinger | DuPont
Weitere Informationen:
http://www.dupont.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“
17.01.2017 | EML European Media Laboratory GmbH

nachricht Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten
16.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau